{"id":966,"date":"2012-12-26T17:49:58","date_gmt":"2012-12-26T15:49:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/?page_id=966"},"modified":"2019-06-23T16:48:18","modified_gmt":"2019-06-23T14:48:18","slug":"marokko-2006","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/touren\/marokko-2006\/","title":{"rendered":"Marokko 2006"},"content":{"rendered":"<p>Unsere gro\u00dfe Tour f\u00fchrte uns erstmalig auf einen anderen Kontinent. Marokko war f\u00fcr uns der Einstieg nach Afrika. Von Tanger aus ging es Richtung S\u00fcden, die D\u00fcnen des Erg Chebbi lockten, danach \u00fcber den Atlas nach Marrakech und Fes. Der Start der Tour war am 25. August 2006 und sie endete am 20. September 2006. Insgesamt war ich etwa 5500 km unterwegs.<\/p>\n<p>Teilnehmer: Gerhard E., Gerhard P.,Herbert und Martin<\/p>\n<p><strong>Tag 1, Freitag, 25.8.2006 543 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Abfahrt im Regen<\/em><\/p>\n<p>D\u00f6bling \u2013 Schwechat \u2013 Birkfeld \u2013 Bruck\/Mur \u2013 Zeltweg- St. Veit \u2013 Hermagor &#8211; Pontebba \u2013 Moggio Udinese<\/p>\n<figure id=\"attachment_976\" aria-describedby=\"caption-attachment-976\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-976\" alt=\"Teilnehmer\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/teilnehmer.jpg\" width=\"300\" height=\"161\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-976\" class=\"wp-caption-text\">Teilnehmer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der erste Treffpunkt ist in Schwechat, dort qu\u00e4len sich Gerhard P. und ich in unsere Wegwerfregengew\u00e4nder und in Guntramsdorf treffen wir unsere Mitfahrer. Bis Gloggnitz auf der Autobahn, endlich beginnen die Kurven. Der Feistritzsattel wird \u00fcberwunden, weiter nach Birkfeld und dann ins Murtal wieder auf die Schnellstra\u00dfe. Bei Zeltweg zweigen wir, der Hirschegg Sattel ist unser erster Schotterpass der Tour. \u00dcber die Pack erreichen wir K\u00e4rnten, nach St. Veit wieder auf die Autobahn. Nach Villach geht es Richtung Hermagor, es folgt der Nassfeldpass. Der wird seinen Namen gerecht, der Regen wird immer st\u00e4rker, das Regengewand bleibt aber verstaut, diesmal bekommen wir nasse F\u00fc\u00dfe. Wir erreichen die Albergo Leon Bianco, hier gibt es wie immer ein gutes Abendessen.<\/p>\n<p><strong>Tag 2, Samstag, 26.8.2006 491 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf der Autostrada<\/em><\/p>\n<p>Moggio Udinese \u2013 Portoguaro \u2013 Padova \u2013 Bologna \u2013 Reggio Nell&#8217;Emilia \u2013 Castelnovo ne&#8217;Monti \u2013 Fivizzano \u2013 Ameglia<\/p>\n<p>Zuerst fahren wir auf der Landstra\u00dfe bis Portoguaro, dann auf die Autobahn. Es folgt eine lange Etappe bis Reggio Nell&#8217;Emilia, danach die kurvige Superstrada 63, einer idealen Motorradstrecke, viele Biker und aber auch viele Carabineri. Der Apennin wird \u00fcberquert, wir erreichen unser Tagesziel, den Campingplatz in Ameglia. Die Zelte werden aufgebaut, Gerhard E. und Herbert wissen noch nicht ganz genau, wie sie in ihrem neuen, kleinen Tunnelzelt wieder herauskommen werden. Abends gibt es noch eine Pizza, die Gesangseinlagen vom Karaoke Abend lassen wir aber aus.<\/p>\n<p><strong>Tag 3, Sonntag, 27.8.2006 177 km<\/strong><\/p>\n<p><em>In den Apuannischen Alpen<\/em><\/p>\n<p>Ameglia &#8211; Castlnouvo di Magra \u2013 Marciano \u2013 Gragnola \u2013 Casola in Lungiana \u2013 Vagli Sotto \u2013 Castelnouva di Garfagnano \u2013 Pietrasanta \u2013 Carrara \u2013 Ameglia<\/p>\n<p>Nachdem ich den Benzinkocher in Betrieb bekommen habe, gibt es nun doch ein Fr\u00fchst\u00fcck. Zu Gl\u00fcck findet Gerhard P., noch einen kleinen Teil des Kochers, morgen wird dann weniger Benzin ausflie\u00dfen. Wir Starten Richtung Castlnouvo di Magra, Stra\u00dfe wird immer enger und kurviger. Durch W\u00e4lder erreichen wir kleine Bergd\u00f6rfer, es wird Zeit f\u00fcr eine Kaffeepause. Nun ein St\u00fcck auf einer Hauptstra\u00dfe, nach Sermezzana zweigen wir in den Nationalpark Alpi Apuane ab. Die Stra\u00dfe windet sich hinauf, viele enge Kurven folgen, mit unseren Enduros und ohne Gep\u00e4ck kein Problem. Es geht hinunter zum Lago di Vagli, hier wieder Pause und wir essen Piadinas. Es folgt wieder ein St\u00fcck auf einer Hauptstra\u00dfe, bei Castelnouva di Garfagnano wieder in den Nationalpark, wir fahren an verlassenen Marmorsteinbr\u00fcchen vorbei, erreichen die Passh\u00f6he und es geht wieder hinunter Richtung Meer. Wir fahren nach Carrara, an den Marmorbr\u00fcchen vorbei und in Colonnato g\u00f6nnen wir uns einen Lardospeck und ein Glas Wein. Es geht zur\u00fcck ans Meer, und wieder Richtung Campingplatz. Das Abendessen haben wir uns nach einem langen Aufstieg in den Ortskern von Ameglia redlich verdient.<\/p>\n<p><strong>Tag 4, Montag, 28.8.2006 181 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Cinque Terre<\/em><\/p>\n<p>Ameglia \u2013 Follo \u2013 Piazza \u2013 Sero \u2013 Sasseta \u2013 Ponte Santa Margarita \u2013 Salino \u2013 Bracco \u2013 Levanto \u2013 Riomaggiore \u2013 Lerici \u2013 Ameglia<\/p>\n<figure id=\"attachment_975\" aria-describedby=\"caption-attachment-975\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-975 \" title=\"Riomaggiore\" alt=\"Riomaggiore\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/riomag.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-975\" class=\"wp-caption-text\">Riomaggiore<\/figcaption><\/figure>\n<p>Riomaggiore<\/p>\n<p>Riomaggiore<\/p>\n<p>Wir fahren an der Autobahn entlang, zweigen ab und fahren auf einer schmalen, holprigen Stra\u00dfe wieder in die Berge. Es geht wieder durch W\u00e4lder, durch kleine Ortschaften hinauf und hinunter, eine ideale Strecke f\u00fcr unsere Bikes. Wir stoppen f\u00fcr eine Pause, danach ein St\u00fcck auf einer Hauptstra\u00dfe, danach wieder auf Nebenstra\u00dfen. Wir erreichen die SS 1, es geht hinauf zum Passpo Bracco, sch\u00f6n ausgebaut und kein Verkehr. Durch Pinienw\u00e4lder f\u00fchrt die Stra\u00dfe nach Levanto, ein kurzer Zwischenstopp am Strand und es geht weiter. Wir erreichen nun Cinque Terre, die f\u00fcnf D\u00f6rfer sind in die Steilk\u00fcste wie Schwalbennester hineingebaut. In Riomaggiore machen wir einen Zwischenstopp, es gibt f\u00fcr die Gerhards einem speziellen Eiscafe. Die Strasse f\u00fchrt uns nach La Spezia, dort geht es am Meer entlang Richtung Lerici, dann \u00fcber eine kurvenreiche Stra\u00dfe nach Ameglia. Heute gehen wir nicht in den Ort, und finden f\u00fcr unser Abendessen ein Lokal an der Hauptstra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Tag 5, Dienstag, 29.8.2006 131 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf nach Genua<\/em><\/p>\n<p>Ameglia \u2013 Follo \u2013 Bracco \u2013 Setri \u2013 Rapallo \u2013 Genova<\/p>\n<p>Die Strecke nach Genua ist ein wenig komisch beschildert, wir nutzen einen Abschneider durch schmale Gasse, und erreichen Follo. Den Passo Bracco kennen wir schon am Vortag, nur diesmal bleiben wir oben stehen und wir pausieren. Bis Sestri geht es kurvig hinab, jetzt folgt eine Ortschaft nach der Anderen. In Rappalo tanken wir auf, und fahren nun auf der Autobahn nach Genua. Am Hafen warten wir auf die Abfertigung des italienischen Zolls, dann fahren wir zur Anlegestelle der F\u00e4hre und das lange Warten beginnt. Die F\u00e4hre kommt mit vier Stunden Versp\u00e4tung an, das entladen dauert auch noch zwei Stunden und endlich nach einer weiteren Stunde sind auch unsere Mopeds an Bord, die \u00dcberfahrt kann beginnen\u2026\u2026<\/p>\n<p><strong>Tag 6+7, Mittwoch, 30.8.2006 Donnerstag, 31.8.2006<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf der F\u00e4hre<\/em><\/p>\n<p>Genova \u2013 Tanger<\/p>\n<p>Die F\u00e4hre ist nicht mehr die j\u00fcngste, sie ist ziemlich abgewohnt. Die Kabine ist eng, die Betten sind ok, nur durch die Klimaanlage ist es ziemlich k\u00fchl. Essen, Schlafen, Karten spielen ist unser Tagesablauf f\u00fcr die n\u00e4chsten 2 Tage. Mit sieben Stunden Versp\u00e4tung erreichen wir Tanger, es ist 23.30 Uhr, und es folgen die Einreiseformalit\u00e4ten. Die sind kompliziert, Formulare ausf\u00fcllen, Stempel im Pass, Einfuhrgenehmigung f\u00fcrs Motorrad, noch zur Polizei, dann der Zoll. Um 1 Uhr sind wir endlich fertig, ab ins Hotel.<\/p>\n<p><strong>Tag 8, Freitag, 1.9.2006 381 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durchs Rif Gebirge<\/em><\/p>\n<p>Tanger \u2013 Chefchaouen \u2013 Zoumi \u2013 Karia Ba Mohamed \u2013 Fes \u2013 Ifrane<\/p>\n<p>Die Nacht war kurz, wir entdecken das Cafe Mozart und genie\u00dfen unseren ersten frisch gepressten Orangensaft. Nun bedingt endlich die Tour in Afrika, wir lassen Tanger hinter uns, die Stra\u00dfe ist gut asphaltiert, auf der ersten Steigung \u00fcberholen wir in Russschwaden geh\u00fcllte LKWs und Grand Taxis, es geht Richtung Tetouan. Vor Tetouan zweigen wir, wir erreichen das Rifgebirge. In Chefchaouen unser erster Zwischenstopp, wir besuchen die Medina und haben den ersten Eindruck einer anderen Welt. Es geht auf der Hauptstra\u00dfe weiter, es wird immer w\u00e4rmer und wir zweigen ab, und nun der ersten Abschnitt auf Schotter. Es staubt und die Temperatur steigt und steigt, nun hei\u00dft es viel trinken. In einer kleinen Ortschaft nehmen wir einen Imbiss, es geht auf Asphalt weiter, auch die Nebenstra\u00dfen sind in einem guten Zustand. Wir erreiche Fes, fahren durch einen nicht sehr einladenden Stadtteil, ein Lotse will uns zum Campingplatz f\u00fchren, wir wollen aber nach Ifrane. Nach Fes geht es stetig bergauf, die Stra\u00dfe ist gut ausgebaut, es ist mehr Verkehr aber das \u00dcberholen ist einfach. Es wird schon d\u00e4mmrig, in Ifrane ist es schon finster, im Hotel gibt es kein Zimmer, kein Problem, ein Guide bringt uns zu einem anderen Hotel, daf\u00fcr gibt es ein Trinkgeld. Nach einem guten Abendessen fallen wir m\u00fcde ins Bett.<\/p>\n<p><strong>Tag 9, Samstag, 2.9.2006 252 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Mittlerer Atlas<\/em><\/p>\n<p>Ifrane \u2013 Azrou \u2013 Zeide \u2013 Midelt<\/p>\n<figure id=\"attachment_971\" aria-describedby=\"caption-attachment-971\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-971\" alt=\"Mittlerer Atlas\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/m_atlas.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-971\" class=\"wp-caption-text\">Mittlerer Atlas<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir fahren ins Zentrum von Ifrane, hier sieht wie bei uns aus. Die H\u00e4user sind mit Giebel gedeckt, es ist gr\u00fcn und auch ein Skigebiet ist hier. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir Richtung Azrou, dort halten wir f\u00fcr die Marschverpflegung. Auf der N13 fahren wir ein kurzes St\u00fcck, lassen einen Affen die Stra\u00dfe kreuzen und dann zweigen wir auf eine Nebenstra\u00dfe ab. Die Schotterstra\u00dfe f\u00fchrt \u00fcber eine Hochebene, vorbei am Hirten und danach eine sch\u00f6ne Strecke durch einen dichten Zedernwald. Wir erreichen wieder eine Asphaltstra\u00dfe, die ist kurvenreich und es ist Zeit f\u00fcr eine Pause. Wir finden einen schattigen Platz, die Jause besteht aus guten Orangen, Bananen und Wasser. ES geht weiter, irgendwann zweigen wir wieder ab, die Stra\u00dfe wird schlechter, und irgendwann sind wir wieder auf einer Naturstra\u00dfe. Der Himmel bedeckt sich, und wir k\u00f6nnen es kaum glauben, wir fahren tats\u00e4chlich im Regen. Zum Gl\u00fcck nicht sehr stark, die rote erde w\u00e4re sicher zu einer Rutschpartie geworden. Die Stra\u00dfe wird wieder gerader, wir erreichen wieder eine Ebene, bei Zeide zweigen wir auf die N13 ab, und in Midelt finden wir in der Auberge Jaffer eine sch\u00f6ne Unterkunft. Vor dem Abendessen besuchen wir noch eine Kasbah, in der teilweise verfallen Burg wohnen die Menschen in sehr \u00e4rmlichen Umst\u00e4nden. Die Kinder sind erfreut \u00fcber unseren Besuch, vor allem ein Foto mit der Kamera ist ein Hit, und dann schnell das Foto im Display anschauen. Nach der Runde gibt es noch eine Tajine zum Abendessen.<\/p>\n<p><strong>Tag 10, Sonntag, 3.9.2006 310 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf zum Erg Chebbi<\/em><\/p>\n<p>Midelt \u2013 Rich \u2013 Errachidia \u2013 Erfound \u2013 Rissani \u2013 Merzouga<\/p>\n<p>Heute geht es auf der N13 Richtung S\u00fcden. Die Landschaft wird immer karger und die Stra\u00dfe f\u00fchrt lange nur geradeaus. Vor Errachidia geht es noch doch noch hinauf, der Hohe Atlas wird \u00fcberquert, wir erreichen danach das Ziz Tal. Der Fluss Ziz f\u00fchrt zwar wenig Wasser, aber wo Wasser ist da ist Leben, und so ist ein gr\u00fcnes Band entlang des Flusses. In Errachidia stoppen wir f\u00fcr einen Orangensaft, einen Pfefferminztee und beobachten das treiben in der Stadt. Es geht weiter und in Meski stoppen wir, dort gibt es eine Quelle, und wir st\u00fcrzen uns ins k\u00fchle Nass. Es folgen noch anstrengende Verhandlungen mit einem H\u00e4ndler, wir kaufen uns jeder einen Jallabah (siehe Teilnehmer Foto), wer beim Preis der wirkliche Gl\u00fcckliche war, brauche ich wohl nicht sagen. Es geht weiter entlang verfallener Kasbhas und wir erreichen Erfoud, dort zweigen wir Richtung Merzouga ab. Die Stra\u00dfe endet in einer Piste, wir stoppen kurz und ein Einheimischer warnt uns vor der Weiterfahrt, er kennt eine andere Piste und sein Cousin kann uns f\u00fchren. Wir sind etwas verunsichert, drehen um und fahren \u00fcber Rissani nach Merzoga. Das Hotel Tombukutu ist sehr sch\u00f6n, wir st\u00fcrzen uns in den Pool und sehen von hier aus auf die Sandd\u00fcnen des Erg Chebbi. Das Buffet zum Abendessen war ausgezeichnet, wenn nicht das beste Essen der Reise.<\/p>\n<p><strong>Tag 11, Montag, 4.9.2006 95 km<\/strong><\/p>\n<p>In den D\u00fcnen<\/p>\n<p>Merzouga \u2013 Rissani \u2013 Merzouga<\/p>\n<figure id=\"attachment_968\" aria-describedby=\"caption-attachment-968\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-968\" alt=\"Erg Chebbi\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/chebbi.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-968\" class=\"wp-caption-text\">Erg Chebbi<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Merzouga treffen wir zwei Schweizer Biker, die wollen den Erg umrunden, wir kaufen uns Wasser und dann probieren wir das Fahren im Sand aus. Es ist wirklich sehr schwer und sehr anstrengend, wir kommen ortendlich ins Schwitzen. Nach kleinen Erfolgen \u00fcber die hohen D\u00fcnen, fahren nach Rissani zum Tanken und kehren wir wieder zum Hotel zur\u00fcck, die Abk\u00fchlung im Pool tut gut. Am sp\u00e4ten Nachmittag steigen wir auf ein Dromedar auf und traben in die D\u00fcnen. Die D\u00fcnen sind eindrucksvoll, das Meer der Stille macht seinen Name alle Ehre. Wir erreichen nach zwei Stunden durchgeschaukelt ein Camp. Hier werden wir in einem Berberzelt \u00fcbernachten, und am Morgen den Sonnenaufgang bewundern.<\/p>\n<p><strong>Tag 12, Dienstag, 5.9.2006 78 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Piste Paris Dakar<\/em><\/p>\n<p>Merzouga \u2013 Taouz &#8211; Ouzina<\/p>\n<figure id=\"attachment_969\" aria-describedby=\"caption-attachment-969\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-969\" alt=\"Erg Chebbi\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/chebbi1.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-969\" class=\"wp-caption-text\">Erg Chebbi<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Morgen f\u00e4ngt zeitig an, es ist zwar etwas bew\u00f6lkt, der Sonnenaufgang ist aber beeindruckend. Es geht wieder zur\u00fcck zum Hotel, dort ein gutes Fr\u00fchst\u00fcck und eine Dusche, danach sitzen wir wieder auf unseren Bikes, in Merzouga kaufen wir noch ein, die Strasse ist bis Taouz naoch asphaltiert, danach folgt eine Schotterpiste. Die Landschaft ist karg, die Sahara komm immer n\u00e4her, die Querung eines Wadis ist eine kleine Herausforderung, die eigentliche Piste wir dann auch schwieriger zu befahren, die Fahrspuren sind mit Sand gef\u00fcllt, es ist besser neben der Spur zu fahren. Gerhard P. und ich warten in der N\u00e4he einer Auberge auf unsere Gef\u00e4hrten, doch die kommen und kommen nicht. Wir fahren zur\u00fcck, und dann sehen wir die beiden. Bei Herberts Motorrad ist die Kupplung kaputt, selbst im ersten Gang und Vollgas kommt er nicht von der Stelle. Bis zur Auberge geht es dann doch, im Lokal zerlegen wir die Suzuki, doch mit den bestehenden Kupplungslamellen wird es nicht mehr weitergehen. Trotz der Verst\u00e4ndigungsproblemen mit den Einheimischen, wir eine \u00dcberstellung des Motorrades nach Erfoud vereinbart, Herbert ruft zu Hause an, das eine neue Kupplung geschickt wird. Dazu m\u00fcssen wir aber zu einem H\u00fcgel fahren, dort ist eine gute Empfangstelle f\u00fcrs Mobiltelefon. Das Problem wird durchgegeben, wir fahren wieder zur\u00fcck zur Auberge, dort gibt es ein gutes Abendessen, und unser Nachtlager wird im Freien aufgebaut.<\/p>\n<p><strong>Tag 13, Mittwoch, 6.09.2006 116 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Warten auf die Kupplung<\/em><\/p>\n<p>Ouzina \u2013 Taouz \u2013 Rissani \u2013 Erfoud<\/p>\n<p>Der Mercedes Bus ist noch am Abend gekommen, wir verladen die Suzuki in den Bus, und starten Richtung Taouz. In der Nacht muss es geregnet haben, die Piste ist teilweise nass, und der Lehmboden ist \u00e4u\u00dferst rutschig. Nach der Rutschpartie geht es wieder auf einer sch\u00f6nen Schotterpiste weiter, wir erreichen Taouz, dort warten wir auf Herbert und den Bus. Der Bus hat s\u00e4mtliche D\u00f6rfer abgeklappert, und ist jetzt vollbesetzt. In Erfoud treffen wir uns wieder, die Suzuki wird in eine Werkstatt gestellt, ein Bursche kann ganz gut Deutsch und so wird er als \u00dcbersetzer eingesetzt. Wir essen zu Mittag, gehen in den Hammam, doch die Kupplung macht doch Sorgen. In \u00d6sterreich ist sie nicht lagernd, in Marokko gibt es auch keine Neue, nur eine gebrauchte in Casablanca und eine in Tinehir. Der Besitzer f\u00e4hrt nach Tinehir, doch die Kupplung ist auch nicht zu gebrauchen. Er bietet dann noch eine provisorische Behebung, Herbert beschlie\u00dft diese M\u00f6glichkeit, denn die Kupplung aus \u00d6sterreich w\u00fcrde erst in einer Woche in Erfoud sein. Wir gehen in ein Hotel, dort gibt es Bier, danach Abendessen, hier gekommen wir eine Tajine mit \u00fcber 40 Gew\u00fcrzsorten, die war sehr gute leider auch etwas fett.<\/p>\n<p><strong>Tag 14, Donnerstag, 7.09.2006 214 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Es kann weitergehen<\/em><\/p>\n<p>Erfoud \u2013 Tinejdad \u2013 Tinerhir \u2013 Boumalne Dades<\/p>\n<p>Das Provisorium wird noch in der Fr\u00fch eingebaut, und hat sich las gut erwiesen, dann es hat die Wien gehalten. Es geht Richtung Tinejdad, dort einen Orangensaft, der Verk\u00e4ufer will noch unbedingt ein Foto auf einer KTM, den Wusch kommen wir ihm gerne nach. Die Stra\u00dfe ist nicht aufregend, wir erreichen Tinehir, danach ein lange Gerade nach Boumalne Dades. Dort finden wir eine Auberge und wir machen noch einen Spaziergang durch die Bew\u00e4sserungsanlagen entlang des Dades.<\/p>\n<p><strong>Tag 15, Freitag, 8.09.2006 256 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durch Schluchten und \u00fcber hohe P\u00e4sse<\/em><\/p>\n<p>Boumalne Dades \u2013 Tinehir \u2013 Agoudal \u2013 Timni &#8211; Boumalne Dades<\/p>\n<figure id=\"attachment_977\" aria-describedby=\"caption-attachment-977\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-977\" alt=\"Todra Schlucht\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/todra.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-977\" class=\"wp-caption-text\">Todra Schlucht<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Stra\u00dfe nach Tinehir ist einfach nur gerade, aber nach Tinehir wird es endlich interessant. Wir fahren in Richtung der Todra Schlucht, erreichen die Engstellen, hier ist die Schlucht nur 20 m breit, es folgt ein stetiger Anstieg, und nach Ait Hani fahren wir auf einer sch\u00f6nen Schotterpiste. Die Landschaft ist faszinierend, es geht immer h\u00f6her hinauf, und wir bleiben oft zum Fotografieren stehen. In den Ortschaften winken uns viele Kinder zu, dort ist die Stra\u00dfe ein wenig schlechter, es hat in der Nacht geregnet und die Pf\u00fctzen sind teilweise lang und tief. So wird auch endlich die Suzuki unseres Finanzministers schmutzig, ein Ausweichen ist oft nicht m\u00f6glich. In Agoudal ist der Wendepunkt, dort essen wir ein k\u00f6stliches Berberomelett. Am Tizi-n-Ouanao ist 2900 m der h\u00f6chste Punkt der Tour erreicht, von nun geht es wieder hinunter, wir sehen wieder eine herrliche Landschaft, einmal versperren Dromedare den Weg, der Hirte scheucht sie weg und es geht weiter. In mehren Stufen \u00fcberwinden wir etliche H\u00f6henmeter, und schlussendlich fahren wir durch die zweite Engstelle des Tages, die Dades Schlucht. In unserem Quartier gibt es heute Couscous und lassen die Eindr\u00fccke eines tollen Tages noch einmal vorbeiziehen.<\/p>\n<p><strong>Tag 16, Samstag, 9.09.2006 449 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Der lange Ritt in die Oase<\/em><\/p>\n<p>Boumalne Dades \u2013 Nekob \u2013 Tanskhit \u2013 Zagora \u2013 Mhamid<\/p>\n<p>Heute wieder ein St\u00fcck auf der Strasse nach Tinehir, doch wir zweigen bald ab. Die Strasse wird neu gebaut, teilweise asphaltiert, dann wieder Schotterpiste. Es wird wieder h\u00fcgeliger, die Landschaft ist beeindruckend. Es folgt eine Hochebene, dann folgt eine Serpentinenstrasse hinauf zum Tizi-n-Tazarat, der Ausblick auf der Passh\u00f6he ist wunderbar, und im Cafe trinken wir einen Tee. Jetzt geht es lange bergab, irgendwann erreichen wir wieder eine asphaltierte Strasse. In Nekob halten wir, machen Pause und wir fahren Richtung Mellal, zweigen dort ab, die Strasse ist neu, und der Verlauf ist etwas ge\u00e4ndert, wir finden die Piste nach Zagora nicht, schlussendlich drehen wir um, wieder nach Nekob und weiter nach Tanskhit. Wir biegen ins Draa Tal ab, fahren entlang der Palmenhainen und Kasbahs, erreichen Zagora und nun noch 90 km bis Mhamid. Die Strasse ist meist gerade, nur zweimal geht es in Serpentinen \u00fcber kleine Tizis. Wir erreichen in der D\u00e4mmerung unseren s\u00fcdlichsten Punkt der Reise, die Oase Mhamid. Das Hotel ist ziemlich abgewohnt und wir schlafen am Dach.<\/p>\n<p><strong>Tag 17, Sonntag, 10.09.2006 248 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Richtung Atlas<\/em><\/p>\n<p>Mhamid \u2013 Zagora \u2013 Agdz \u2013 Ouarzazate<\/p>\n<figure id=\"attachment_973\" aria-describedby=\"caption-attachment-973\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-973\" alt=\"Mhamid\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/mhamid.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-973\" class=\"wp-caption-text\">Mhamid<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es ist windig und der Sand fegt \u00fcber die Stra\u00dfe, die Sahara ist nicht weit weg. Wir m\u00fcssen aber wieder Richtung Norden, in der n\u00e4chsten Ortschaft Fr\u00fchst\u00fccken wir, in Zagora ein Zwischenstopp. Wir fahren wieder durchs Vallee du Draa, fahren auf der gut ausgebauten N9 \u00fcber den Tizi-n-Tiffinizt, und erreichen unser Tagesziel Ouarzazate. Das Hotel hat einen Pool, auch f\u00fcr Bier wird gesorgt, nur Gerhard P. geht es nicht so gut, Montezumas Rache hat zugeschlagen. Er bleibt im Hotel, zu dritt besuchen wir die alte Kasbah in Ouarzazate.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 18, Montag, 11.09.2006 213 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf nach Marrakech<\/em><\/p>\n<p>Ouarzazate &#8211; Ait Benhaddou \u2013 Taddert \u2013 Marrakech<\/p>\n<figure id=\"attachment_967\" aria-describedby=\"caption-attachment-967\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-967\" alt=\"Ait Benhaddou\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/aitben.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-967\" class=\"wp-caption-text\">Ait Benhaddou<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Ouarzazate wird noch eingekauft und umgewechselt, dann fahren wir nach Ait Benhaddou. Hier ist beeindruckendes Kasbah, wir besuchen die wirkliche riesige und gut erhaltene Burganlage. Wir gr\u00fc\u00dfen noch eine irische Motorradgruppe, fahren zur\u00fcck auf die Hauptstra\u00dfe. Es kommt nun die \u00dcberquerung des Hohen Atlas, es folgen die Kurven und Serpentinen des Tizi-n-Tichka. Am Pass gibt es etliche Souvenirgesch\u00e4fte und Lokale, Gerhard P. ist in die H\u00e4nde eines H\u00e4ndlers gefallen, und kehrt mit Schmuck zur\u00fcck. Kurvenreich geht es hinunter, wir fahren durch eine sch\u00f6ne Landschaft, aber es wird im flacher. Wir halten zur Mittagspause, es gibt wieder ein gutes Omelett. In Marrakech ist der Verkehr hektisch, wir sind die vielen Anderen Verkehrsteilnehmer nicht mehr gewohnt. Nachdem wir schon in sehr kleinen Gassen sind, und es immer enger wird, wird doch wieder der Weg zur Hauptstra\u00dfe gesucht, wir erreichen schlussendlich den Djamaa el-Fna Platz. Das angestrebte Hotel ist in den Seitengassen der Medina, ein Fr\u00fcher bringt uns hin, wir fahren dazu einfach mit unseren Motorr\u00e4dern \u00fcber den ansonst autofreien Platz, gest\u00f6rt hat das eh niemand. Im Hotel sind keine Zimmer frei, und so steigen wir im Hotel Tazi ab, das liegt auch g\u00fcnstig und hat eine Garage f\u00fcr unsere Bikes. Nach der Dusche gehen wir zum Platz der Gek\u00f6pften, den Djamaa el-Fna. Es ist ein ziemlicher Trubel, Schlangenb\u00e4ndiger, Wasserverk\u00e4ufer, Akrobaten und Orangensaftverk\u00e4ufer feilschen hier um ihre Kunden. Wir gehen auf ein Terrassenkaffee um das Spektakel von oben zu beobachten, danach wandern wir noch in den Suq, kaufen uns zu unseren Jallabahs noch Babouches und zum Abschluss gibt es ein sehr gutes Abendessen bei einer Gark\u00fcche.<\/p>\n<p><strong>Tag 19, Dienstag, 12.09.2006<\/strong><\/p>\n<p><em>Marrakech<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_972\" aria-describedby=\"caption-attachment-972\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-972\" alt=\"Marrakech\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/marrakech.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-972\" class=\"wp-caption-text\">Marrakech<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck starten wir wieder Richtung Djamaa el-Fna, und besuchen die Suqs. In den M\u00e4rkten bieten die H\u00e4ndler ihre Ware an, teilweise wird sie auch gleich hier produziert. Wir kaufen uns Gew\u00fcrze, schlendern durch die M\u00e4rkte mit den verschiedensten Produkten und fahren dann mit dem Taxis zum Jardin Majorelle, einer sch\u00f6nen Gartenanlage. Am Nachmittag ziehen wir uns ins Hotel zur\u00fcck, Ansichtskasten schreiben und ein wenig ausruhen. Sp\u00e4ter treffen wir noch die Schweizer Motorradfahrer, die wir schon in Merzouga kennen gelernt haben. Abends sind wir wieder in den Suqs und am Djamaa el-Fna. Heute wagen wir auch eine Portion Hammelkopf, war nicht schlecht, nur die Schneckensuppe haben dann doch nicht gekostet.<\/p>\n<p><strong>Tag 20, Mittwoch, 13.09.2006 266 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Wasserf\u00e4lle<\/em><\/p>\n<p>Marrakech \u2013 Demnate \u2013 Afrouer \u2013 Beni-Mellal<\/p>\n<figure id=\"attachment_974\" aria-describedby=\"caption-attachment-974\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-974\" alt=\"Ouzoud\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/ouzoud.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-974\" class=\"wp-caption-text\">Ouzoud<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dank GPS finden wir erstaunlich schnell aus Marrakech heraus, jetzt noch Tanken und die Strasse f\u00fchrt uns Richtung Demnate. Es f\u00e4ngt zu Regnen an, es wird doch etwas k\u00fchler, bein einem Zwischenstopp ziehe ich wir den Pullover an. Wir fahren durch eine h\u00fcgelige Landschat, zweigen zu den Cascades D\u00b4Oouzod ab. Die W\u00e4sserf\u00e4lle sind recht beeindruckend, es st\u00fcrzt erstaunlich viel Wasser f\u00fcr diese Jahreszeit hinunter. Wir Fahren weiter, es geht wieder hinauf und hinunter, wir sehen auf den riesigen Stausee Bin-El-Quidane, fahren \u00fcber die schwer bewacht Staumauer, dann geht es bergab, und nach Afrouer sind wir in der Ebene. Hier sind gro\u00dfe landwirtschaftlich genutzte Fl\u00e4chen mit dem Wasser aus dem Stausee wird Elektrizit\u00e4t gewonnen und die Felder bew\u00e4ssert. Wir fahren bis Beni-Mellal, hier d\u00fcrften die Stra\u00dfen \u00fcberschwemmt worden sein, es sind gerade Aufr\u00e4umarbeiten im Gang. Wir finden ein Hotel, besuchen abends den Suq und die kleine alte Medina, die hier angeboten Speisen lassen wir vorsichtshalber aber aus. Wir finden noch ein kleines Lokal, hier essen wir gut, danach sehen wir uns noch ein Fu\u00dfballmatch an.<\/p>\n<p><strong>Tag 21, Donnerstag, 14.09.2006 294 km<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00c4rger am Morgen<\/em><\/p>\n<p>Beni-Mellal \u2013 Khenifra \u2013 Azrou \u2013 Ifrane \u2013 Fes<\/p>\n<p>Der Aufpasser f\u00fcr unsere Motorr\u00e4der d\u00fcrfte weggeschaut haben, denn am Morgen sind die Packtaschen durchw\u00fchlt, und aus meiner Hecktasche wurde das Werkzeug gestohlen, leider hatten wir das Zimmer schon im Voraus bezahlt und die Kr\u00f6nung war dann, dass der Aufseher noch Geld wollte. Ziemlich ver\u00e4rgert fahren wir ab, die Strecke ist Anfangs gerade doch wir erreichen dann den Mittleren Atlas, dort wird es wieder h\u00fcgeliger. Es bew\u00f6lkt sich wieder, geregnet hat es nicht viel, aber der Pullover muss wieder heraus. Wir erreichen Azrou, die Strecke nach Ifrane kennen wir schon, in Ifrane gibt es in einer B\u00e4ckerei eine gute Jause. Es geht Richtung Fes, in der Stadt finden wir das angepeilte Hotel recht schnell und ohne fremde Hilfe, dort ist wieder kein Zimmer frei, doch der Portier gibt uns einen tipp f\u00fcr eine kleine Pension. Die ist nicht weit entfernt, und das Zimmer ist in Ordnung. Wir besuchen die Suqs, die sind verwinkelter als in Marrakech, doch es gibt gut beschilderte Pfade. Abendessen gibt es in einem kleinen Lokal, danach im Hotel noch ein Bier.<\/p>\n<p><strong>Tag 22, Freitag, 15.09.2006<\/strong><\/p>\n<p>Fes<\/p>\n<figure id=\"attachment_970\" aria-describedby=\"caption-attachment-970\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-970\" title=\"Fes\" alt=\"Fes\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/fes.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-970\" class=\"wp-caption-text\">Fes<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir starten nach dem Fr\u00fchst\u00fcck wieder in die Suqs. Das Gerberviertel liegt fast am anderen Ende, einer Terrasse eines H\u00e4ndlers sehen wir hinunter auf die Gerbereien. Hier wird seit Jahrhunderten das Leder gef\u00e4rbt, eine Knochenarbeit die hier die Arbeiter ausf\u00fchren m\u00fcssen. Dem H\u00e4ndler kaufen wir nichts ab, er erh\u00e4lt einen kleinen Obolus. Es geht wieder in die Suqs, wir besichtigen noch das j\u00fcdische Viertel und sehen den K\u00f6nigspalast, hinein d\u00fcrfen wir aber nicht. Abendessen gibt es auf einer Dachterrasse, danach noch ein Spaziergang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 23, Samstag, 16.09.2006 320 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Wieder nach Tanger<\/em><\/p>\n<p>Fes \u2013 Ouazzane \u2013 Chefchaouen \u2013 Tanger<\/p>\n<p>Wir lassen den Verkehr in Fes zur\u00fcck, \u00dcberland ist doch wenig los. Die N13 ist ziemlich gerade, erst als das Rifgebirge kommt gibt es wieder Kurven. Es wird wieder w\u00e4rmer, bald ist es so warm wie bei unserer Ankunft. Wir rasten um zu trinken und bekommen eine neue Kreation eines Omelettes serviert. Wir fahren an Chefchaouen vorbei, es folgt der Abzweig zur N2, die ist wieder stark befahren und die Polizeikontrollen wieder h\u00e4ufiger. Der letzte Anstieg vor Tanger wird \u00fcberwunden, in Tanger kennen wir schon unser Hotel, nach der Dusche gehen wir in die Medina. Zum Abendessen gibt es eine riesige Fischplatte, danach geben wir unsere letzten Dirhams f\u00fcr einen Kaffee aus.<\/p>\n<p><strong>Tag 24 bis 26, Sonntag, 17.09.2006 bis Dienstag, 19.09.2006 244 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Zur\u00fcck nach Europa<\/em><\/p>\n<p>Tanger \u2013 Genova \u2013 Piacenza \u2013 Brescia \u2013 Desenzano del Garda<\/p>\n<p>Der Sonntagmorgen beginnt zeitig, m\u00fcssen wir doch zur F\u00e4hre. Fr\u00fchst\u00fcck gibt es aber noch im Cafe Mozart, die allerletzten Dirhams werden ausgegeben. Nun zum Hafen, die Ausreiseformalit\u00e4ten sind fast so m\u00fchsam wie das Einreisen, und wieder hei\u00dft es warten, die F\u00e4hre ist aber schon da. Das Verladen dauert lange, wir treffen einen italienischen Motorradfahrer und wir k\u00f6nnen uns die Zeit mit unseren Urlauvserinnerungen verk\u00fcrzen. Wir sind wieder ganz am Schluss an der Reihe, die F\u00e4hre ist gerammelt voll. Nun hei\u00dft es Abschied nehmen von Afrika, die \u00dcberfahrt beginnt, vorbei an Gibraltar auf der Backbordseite Europa, auf der Steuerbordseite Afrika. Es beginnt wieder der Trott auf der F\u00e4hre, essen, schlafen, Karten spielen, essen \u2026 Am Dienstag erreichen wir mit nur vier Stunden Versp\u00e4tung Genova, aus der F\u00e4hre sind wir schnell herau\u00dfen und der Zoll dauert nur wenige Sekunden. Nun ab auf die Autostrada, \u00fcber den Apennin ist sie recht kurvenreich, doch es wird schon d\u00e4mmrig, aber wir fahren noch bis zum Gardasee, finden ein nettes Hotel und zum Abendessen gibt es Pizza.<\/p>\n<p><strong>Tag 27, Mittwoch, 20.9.2006 340 km<\/strong><\/p>\n<p>Nach Innsbruck zum Autozug<\/p>\n<p>Desenzano del Garda \u2013 Riva del Garda \u2013 Molveno \u2013 Bozen \u2013 Sterzing \u2013 Innsbruck &#8211; D\u00f6bling<\/p>\n<p>Die beiden Suzukifahrer treten die Heimreise nach Wien an, Gerhard P. und ich fahren nach Innsbruck, den Rest der Strecke werden wir mit dem Autozug fahren. Zuerst geht es ein St\u00fcck auf der Autobahn, doch es ist recht windig und so zweigen wir ab, nach Riva geht es bergauf, wir fahren eine uns unbekannte Strecke, kurvenreich und kein Verkehr. Es geht dann entlang der Etsch nach Bozen, die vielen D\u00f6rfer bremsen uns ein, die Durchfahrt durch Bozen ist z\u00fcgig, dann endlich wieder freie Fahrt. Wir halten f\u00fcr ein Mittagessen, vor uns liegt noch der Brennerpass, kaum in \u00d6sterreich die erste Baustelle, wir m\u00fcssen eine weile warten. Die Abfahrtszeit r\u00fcckt immer n\u00e4her, doch es geht sich aus, mein Arbeitskollege Karl hat den Zug f\u00fcr mich reserviert. Beim Zug treffen wir einen Biker, der fragt erstaunt wo unsere Motorr\u00e4der so schmutzig wurden, nach der Antwort Marokko war er noch erstaunter. Wir decken uns mit Zeitungen ein, haben wir doch drei Wochen nichts mitbekommen, ist aber eh nichts Interessantes passiert. Im Abteil plaudern wir mit unserm Bikerkollegen \u00fcber unsere Tour. Wien wird erreicht, unsere Bikes abgeladen und um 22.30 Uhr bin ich wieder daheim in D\u00f6bling.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt war ich bei dieser Tour etwa 6100 km unterwegs. Afrika und die W\u00fcste war immer eines meiner Traumziele. Wir haben uns Marokko ausgesucht, da es f\u00fcr viele als optimales Einstiegsland f\u00fcr Afrika gilt, und das k\u00f6nnen wir best\u00e4tigen. Es war eine Tour in eine andere Welt, die eigentlich schon auf der F\u00e4hre begonnen hat. Wir sind durch faszinierende Landschaften gefahren, der wenige Verkehr au\u00dferhalb der St\u00e4dte war angenehm, die asphaltierten Strassen waren weit besser als erwartet und die Schotterstra\u00dfen waren gut zu befahren. Die Menschen waren immer freundlich, die St\u00e4dte waren interessant und das Essen war sehr gut. Marokko hat bei uns einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, wir k\u00f6nnen das Land nur weiter empfehlen.\u00a0Zur Planung habe ich die Michelin Karte 742 Marokko 1:1000000, Karten von Touratech und eine sehr gute topografische Karte f\u00fcr das GPS aus dem Internet genommen. Dieser ist sehr gut, es sind viele Pisten eingezeichnet und die Genauigkeit ist sehr gut. Das Buch der Familie D\u00e4rr Marokko vom Rif zum Antiatlas kann ich auch nur empfehlen, es sind sehr gute Hinweise und Beschreibungen enthalten.<\/p>\n<p>\u00a9 Martin &#8211; Erstellt von Martin im Oktober 2006- Aktualisiert am 26.12.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere gro\u00dfe Tour f\u00fchrte uns erstmalig auf einen anderen Kontinent. Marokko war f\u00fcr uns der Einstieg nach Afrika. 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