{"id":844,"date":"2012-12-25T18:21:39","date_gmt":"2012-12-25T16:21:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/?page_id=844"},"modified":"2019-06-23T16:46:18","modified_gmt":"2019-06-23T14:46:18","slug":"elsass-2004","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/touren\/elsass-2004\/","title":{"rendered":"Elsass 2004"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr unsere Herbsttour haben wir uns eine Tour in das Elsass ausgesucht. Im Laufe der Tour sind wir durch die Schweiz, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Deutschland und \u00d6sterreich gefahren. Die Anreise bis nach Feldkirch erfolgte mit dem Autozug aus Wien, danach waren wir nur noch einspurig unterwegs. Der Start der Tour war am 10. September 2004 abends mit der Verladung auf den Autozug und endete am 19. September 2004. Insgesamt war ich etwa 3000 km unterwegs.<\/p>\n<p>Teilnehmer: G\u00fcnter, Herbert und Martin<\/p>\n<p><strong>Tag 1, Samstag, 11.9.2004 328 km<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00c4rger beim Entladen<\/em><\/p>\n<p>Feldkirch \u2013 Altst\u00e4tten \u2013 Appenzell \u2013 Will \u2013 Frauenfeld \u2013 Schaffhausen \u2013 Schletheim \u2013 Sankt Blasien \u2013 Freiburg &#8211; Colmar<\/p>\n<figure id=\"attachment_849\" aria-describedby=\"caption-attachment-849\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-849\" alt=\"Teilnehmer\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/teil_el.jpg\" width=\"300\" height=\"242\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-849\" class=\"wp-caption-text\">Teilnehmer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Autozug hat Herbert, mich und unsere Mopeds in der Nacht von Freitag auf Samstag von Wien nach Feldkirch gebracht. Bei Entladen gibt es ein kleines Problem, der Seitenst\u00e4nder meiner BMW hat sich durch das Verzurren des Motorrades so verbogen, dass die Maschine auf der Seite liegt. Mit Hilfe des Entladetrupps wird die BMW aufgestellt, und der Schaden wird festgehalten, passiert ist nicht viel und die Versicherung der Bahn wird den Schaden bezahlen. Beim Ausf\u00fcllen des Formulars wird dann doch noch gestritten. Ohne Fahrkarte, die ich im Zuge vergessen habe, wird es nichts werden mit der Bezahlung. Formular wird trotzdem ausgef\u00fcllt, der Versicherung zahlt am Ende ohne Probleme. Wir fahren noch zu einer Werkstatt in Feldkirch, die sperrt aber erst um 9 Uhr auf, wir fahren weiter, schlie\u00dflich wartet G\u00fcnter in Apenzell auf uns. Beim Bahnhof der Apenzeller Bahn ist unser Treffpunkt, jetzt ist unsere kleine Gruppe komplett. Entlang der Apenzeller Bahn geht es nun bergauf, weiter nach Lichtensteig. In Lichtenfels richtet eine Werkstatt meinen Seitenst\u00e4nder noch aus, in Buetschwil finden wir eine kleine BMW Werkstatt, hier bekomme ich einen neuen Seitenst\u00e4nder, den wir gleich montieren. In Schaffhausen bestaunen wir den Rheinfall, hier st\u00fcrzt der Rhein in einem m\u00e4chtigen Wasserfall in die Tiefe. Nach Schletheim passieren wir die Grenze zu Deutschland, in St\u00fchlingen essen wir unseren ersten Flammkuchen. Jetzt sind wir im Schwarzwald, auf kleine Stra\u00dfen fahren wir durch die sch\u00f6ne und kurvenreiche Landschaft. Schauinsland ist unser Ziel und unser h\u00f6chster Punkt des Tages. Von der Bergstation gibt es einen herrlichen Ausblick auf den Schwarzwald und ins Rheintal. Die direkte Strecke nach Freiburg ist am Wochenende f\u00fcr Motorradfahrer gesperrt, so m\u00fcssen wir einen anderen Weg fahren. Es geht durch Freiburg, danach \u00fcberqueren wir den Rhein und sind in Frankreich. Nach Colmar ist es nicht mehr weit, und am Campingplatz stellen wir unsere Zelte auf und gehen zum Abendessen ins Stadtzentrum.<\/p>\n<p><strong>Tag 2, Sonntag, 12.9.2004 283 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durch die Vogesen und Weinberge<\/em><\/p>\n<p>Colmar \u2013 Lapoutroire \u2013 Fraize \u2013 Bertrimountier \u2013 Colroy La Grande \u2013 Natzwiller \u2013 Dinsheim \u2013 Strassburg \u2013 Andlau \u2013 Ribeauville \u2013 Colmar<\/p>\n<figure id=\"attachment_846\" aria-describedby=\"caption-attachment-846\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-846\" alt=\"Kayers\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/kayers.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-846\" class=\"wp-caption-text\">Kayers<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die erste Nacht im Zelt haben wir gut \u00fcberstanden, nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir gest\u00e4rkt Richtung Kayersberg. Im Geburtsort von Albert Schweitzer bewundern wir zum ersten Mal die Fachwerkbauten im Elsass. Der Col du Bonhomme ist unser erster Col in den Vogesen. Oben ist es kalt und leicht nebelig, hier ist auch eine beliebte Kreuzung f\u00fcr Motorradtouren in diesem Gebiet. Wir w\u00e4hlen die Stra\u00dfe nach Fraize, dort zweigen wir auf eine kleine aber feine Stra\u00dfe ab. Bei Bertrimountier sind wieder auf einer Hauptstra\u00dfe, wir finden eine Rastplatz, im Feinkostladen haben wir gut eingekauft und es schmeckt uns. Wieder zweigen wir auf kleine Departmentstra\u00dfen ab, fahren auf den Bergr\u00fccken und durch W\u00e4lder. Nach Natzwiller enden die kurvenreichen Stra\u00dfen, es geht auf der Hauptstra\u00dfe und danach auf der Autobahn nach Stra\u00dfburg. An der Ill parken wir unsere Motorr\u00e4der, gehen durch enge Gassen an den Fachwerksh\u00e4usern vorbei, bestaunen den riesigen Dom und im Gerberviertel g\u00f6nnen wir uns einen Kaffee. Die Besichtigung ist vorbei, ein St\u00fcck auf der Autobahn, bei Andlau fahren wir durch Weinbergberge zum letzten Anstieg des Tages nach Le Hohwald. Es folgen noch kleine Cols, vor Selesat biegen wir vor der Hauptstra\u00dfe ab, und danach besichtigen wir nach Ribeauville und Riquewihr. In Colmar gibt es Abendessen, und dann ab zum Campingplatz.<\/p>\n<p><strong>Tag 3, Montag, 13.9.2004 243 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Der Tag der Cols<\/em><\/p>\n<p>Colmar \u2013 Ingersheim \u2013 Orbey \u2013 St. Marie aux Miners \u2013 Bonhomme \u2013 Soultzeren \u2013 Gerardmer \u2013 Thiefosse \u2013 La Bresse \u2013 Sondernach \u2013 Colmar<\/p>\n<figure id=\"attachment_845\" aria-describedby=\"caption-attachment-845\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-845\" alt=\"Elsass\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/elsass.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-845\" class=\"wp-caption-text\">Elsass<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach Ingersheim zweigen wir von der Hauptstra\u00dfe ab, durch den Wald geht es nach Orbey. Noch ein St\u00fcck auf der Hauptstra\u00dfe, und nun beginnt die Fahrt \u00fcber die Cols. Jeder neue Anstieg bringt uns auf einen neuen Col, zum Motorradfahren einfach traumhaft, kein Verkehr und guter Asphalt. In St. Marie aux Miners haben wir unseren n\u00f6rdlichsten Punkt erreicht, wir fahren nun zum Col du Bonhomme. Diesmal geht die Route Richtung Soultzeren. Nach Soultzeren folgt die Anfahrt zum Col de la Schlucht, die Ampel vor einer Baustelle bringt uns die Pole Position, und wir k\u00f6nnen die gut ausgebauten Kurven genie\u00dfen. Nun geht es hinunter Richtung Gerardmer, wir finden einen Rastplatz, die viele Kurven haben uns hungrig gemacht. Nach Gerardmer beginnen wieder die Anstiege \u00fcber mehrere Cols. Der Col du Platzerwasel ist die letzte H\u00fcrde f\u00fcr den h\u00f6chsten Punkt des Tages, dem Petit Ballon. Vor Sondernach biegen wir ab, die Stra\u00dfe ist nicht mehr asphaltiert, f\u00fcr uns kein Problem, es fahren ja nur Enduros mit. Colmar ist erreicht, schnell am Campingplatz umziehen und wir haben jetzt Zeit die sch\u00f6ne Altstadt zu besichtigen.<\/p>\n<p><strong>Tag 4, Dienstag, 14.9.2004 319 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Ballons des Elsass<\/em><\/p>\n<p>Colmar \u2013 Hattstatt \u2013 Lautenbachzell \u2013 Le Markstein \u2013 Willer sur Thur \u2013 St. Maurice sur Moselle \u2013 Faucogney et la Mer \u2013 Giromagny \u2013 Cernay \u2013 Guebwiller \u2013 Colmar<\/p>\n<p>Heute m\u00fcssen wir nicht durch Colmar fahren, wir bleiben auf der einen Seite der Ill. Die \u00dcberquerung folgt wenig sp\u00e4ter, nach Hattstatt sind wir wieder in den Vogesen. Die Strasse wieder eng und kurvig, nach Lauterbach und Le Markstein beginnt der Anstieg zum Grand Ballon, dem h\u00f6chsten Punkt in den Vogesen. Oben sind wir in den Wolken, es ist kalt und ungem\u00fctlich. Hin und wieder rei\u00dfen die Wolken auf und wir sehen in die Ebene, noch ein Foto und die Abfahrt beginnt. Der Col du Hundsr\u00fcck ist unser n\u00e4chstes Ziel, danach fahren wir zum Ballon d\u2019 Allsace. In St. Maurice sur Moselle ist unsere Mittagspause, auf der einer Hauptstra\u00dfe geht es kurz weiter, dann fahren auf einer engen Stra\u00dfe weiter, wir finden einen herrlichen Fischteich, hier essen wir eine Melone. Weiter geht es Richtung Faucogney et la Mer, hier trinken wir einen Kaffee. Die folgende Stra\u00dfe wird immer enger und steiler, solche Steigungen haben wir selten erlebt. Unser Weg f\u00fchrt uns nach Giromagny, nun beginnt wieder der Aufstieg zum Ballon d\u2019 Allsace. Jetzt geht es wieder in die Richtung Grand Ballon, wir passieren Cernay, und nehmen nun die Strasse nach Guebwiller, wo wir noch herrliche Entenleberpastete einkaufen. Danach auf der Nationalstrasse bis Rouffach, dann zweigen wir nach rechts ab, und fahren umgekehrt wie am Morgen zum Campingplatz. Heute Abend essen wir am Platz, morgen hei\u00dft es Abschied nehmen vom Elsass.<\/p>\n<p><strong>Tag 5, Mittwoch, 15.9.2004 351 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Von den Vogesen zu den Ardennen<\/em><\/p>\n<p>Colmar \u2013 Epinal \u2013 Mirecourt \u2013 Toul \u2013 Etain \u2013 Verdun \u2013 Montmedy \u2013 Villers devant Orval \u2013 Florenville \u2013 Chiny<\/p>\n<figure id=\"attachment_848\" aria-describedby=\"caption-attachment-848\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-848\" alt=\"Rast\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/rast.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-848\" class=\"wp-caption-text\">Rast<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Zelt ist rasch abgebaut, noch einmal durch Colmar. Es folgt der Col de la Schlucht, es geht nun hinunter Richtung Epinal. Wir \u00fcberqueren die Mosel, die Vogesen sind hier nur mehr eine H\u00fcgellandschaft. Wir gleiten dahin, versorgen uns mit Mittagessen, finden einen sch\u00f6nen Rastplatz. Der Tisch wird aufgebaut, das Essen schmeckt, nur die Wolken wollen nicht mitspielen, ein Regenschauer geht nieder, das h\u00e4lt uns aber nicht vom Speisen ab. Nun Richtung Toul, wir sehen die Kathedrale, ein kurzer Stopp f\u00fcr ein Foto und es geht weiter. Der folgende Streckenabschnitt sieht zwar auf der Karte kerzengerade aus, es geht aber wie auf einer Hochschaubahn bergauf und hinab. Wir erreichen Verdun, fahren an den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges vorbei, sehen bald die Stadtmauern von Montmedy. Wieder geht es bergauf, die Grenze zu Belgien ist nun erreicht, nur zwei Schilder weisen auf den beiden Staaten aber hin. Wir besuchen das Kloster Orval, ich komme drauf, dass mein Reisepass noch in Colmar am Campingplatz liegt, zum Gl\u00fcck kann der Besitzer Deutsch, per Post kommt mein Reisepass wieder nach Wien. In Florenville auch endlich eine Tankstelle, der Campingplatz ist bei Chiny, die Vermieter sind etwas erstaunt, als wir eintreffen, wir sind die Einzigen mit Zelt. Zum Abendessen m\u00fcssen wir wieder nach Florenville, im Lokal sind wir die einzigen G\u00e4ste, geschmeckt hat es aber.<\/p>\n<p><strong>Tag 6, Donnerstag, 16.9.2004 329 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durch die Ardennen, Luxemburg und die Eifel<\/em><\/p>\n<p>Chiny \u2013 Bouillon \u2013 Bievre \u2013 Wellin \u2013 Saint Hubert \u2013 Bastogne \u2013 Heinerscheid \u2013 Bitburg \u2013 Trier \u2013 Saarburg<\/p>\n<figure id=\"attachment_847\" aria-describedby=\"caption-attachment-847\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-847\" alt=\"Trier\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/porta_nigra.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-847\" class=\"wp-caption-text\">Trier<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Nacht war kalt, die warme Dusche ist \u00e4u\u00dferst angenehm. Der Nebel h\u00e4ngt im Wald, wir packen zusammen und ab nach Florenville. Es ist nicht einfach ein Fr\u00fchst\u00fcck zu bekommen, ein Kaffeehaus finden wir aber doch noch. Der Nebel verzieht sich langsam, die Fahrt wird interessanter, die Strasse schl\u00e4ngelt sich durch den Wald und wir finden einen Aussichtspunkt. In Bouillon ein kurzer Fotostopp, die kleine Stadt ist farbenfroh, sonst ist eher grau in den D\u00f6rfern. Wieder zur\u00fcck in die W\u00e4lder der Ardennen, hier macht das Motorradfahren wieder Spa\u00df. Wir erreichen Welin und Saint Hubert, hier bringt uns eine Umleitung fast vom Weg ab. Die W\u00e4lder lichten sich, es geht Richtung Bastogne, danach Richtung Nortost. Jetzt ist Zeit f\u00fcrs Mittagessen, diesmal gesellt sich ein Hund zu uns, heute sind wir knapp bemessen, der M\u00fcnsterk\u00e4se mit dem guten Aroma muss endg\u00fcltig aus G\u00fcnters Topcase und so f\u00e4llt nicht viel f\u00fcr den Hund ab. Ehe wir es uns versehen sind wir in Luxemburg, hier ist der Sprit billig und wir tanken auf. Deutschland und die Eifel sind nicht mehr weit, wir fahren \u00fcber eine h\u00fcgelige und sch\u00f6ne Landschaft. Nach Trier geht es steil bergab, wir queren die Mosel und stoppen f\u00fcr eine Stadtbesichtigung. Wir besuchen das Porta Nigra, ein riesiges Stadttor, recht imposant sonst hat uns die Stadt eigentlich nicht beeindruckt. Unser Ziel ist Saarburg, am Campingplatz mahnt uns der Chef zum schnellen Aufbau des Zeltes, dann es wird schnell finster.<\/p>\n<p><strong>Tag 7 Freitag, 17.9.2004 410 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Der Tag der Umleitungen<\/em><\/p>\n<p>Saarburg \u2013 Sankt Wendel \u2013 Bruchm\u00fchlbach \u2013 Waldfischbach Burgalben \u2013 Karlsruhe \u2013 Calw \u2013 T\u00fcbingen \u2013 R\u00f6merstein \u2013 Machtolsheim<\/p>\n<p>Es ist wieder nebelig, im Gasthaus am Campingplatz erwartet uns ein gutes Fr\u00fchst\u00fcck. Nur Fr\u00fchst\u00fcckseier gibt es nicht, denn die k\u00f6nnen ja auf so viele Arten zubereitet werden, dass ist dem Besitzer zu schwierig, erkl\u00e4rt er uns. Der Hunsr\u00fcck ist vor uns, oben ist es sonnig, unten noch der Nebel. Wir kommen zu einer Umleitung, fast 20 km m\u00fcssen wir dadurch mehr fahren, es wird nicht die letzte Umleitung des Tages sein. Das Saarland lassen wir hinter uns, fahren in die Pfalz, fahren Richtung Pf\u00e4lzer Wald. Diesmal werden wir der Umleitung nicht folgen, aber was in Belgien noch m\u00f6glich war, gelingt uns hier nicht mehr, n\u00e4mlich die Baustelle zu umfahren. Wieder zur\u00fcck und in Waldfischbach Burgalben finden wir einen sch\u00f6nen Rastplatz. Die Richtung geht nach Karlsruhe, die Strecke ist sch\u00f6n, und nur eine Umleitung bis zur Autobahn Richtung Karlsruhe. Die Stadt wird auf Schnellstrasse und Autobahn durchquert, wir streifen danach noch einmal den Schwarzwald. Jetzt geht es endlich ohne Umleitungen weiter dahin, wir erreichen Calw, T\u00fcbingen und Reutlingen und nun liegt nur noch die schw\u00e4bische Alb vor uns. Nach R\u00f6merstein noch die letzte Umleitung das Tags, in der D\u00e4mmerung kommen wir am Campingplatz an, in der Rezeption ist keiner mehr da, wir stellen unser Zelt auf und bezahlt wird morgen. Die Pizzeria ist anschlie\u00dfend an den Campingplatz, die Pizza ist sehr gut und heute sind auch einmal die Sterne gut am Himmel zu sehen.<\/p>\n<p><strong>Tag 8 Samstag, 18.9.2004 329 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durch den Freistaat<\/em><\/p>\n<p>Machtolsheim \u2013 Ulm \u2013 Babenhausen \u2013 Ottobeuren \u2013 Marktoberdorf \u2013 F\u00fcssen \u2013 Garmisch Partenkirchen \u2013 Bad T\u00f6lz \u2013 Tegernsee<\/p>\n<figure id=\"attachment_850\" aria-describedby=\"caption-attachment-850\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-850\" alt=\"Ulm\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/ulm.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-850\" class=\"wp-caption-text\">Ulm<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute hat sich der Nebel schnell vorzogen, nun geht es Richtung Bayern. Den Ulmer Dom sehen wir schon von der Weite, in der Stadt eingelangt machen wir Pause. Herbert und ich wollen auf dem 161,5 m hohen Turm, 768 Stufen haben wir vor uns, schwei\u00dfgebadet stehen wir auf der engen Aussichtstelle \u00fcber dem Grund. Hinunter geht es flotter, noch kurz in den Dom, und zur\u00fcck zu unseren Mopeds. Die Fahrt geht durchs Allg\u00e4u, die H\u00fcgellandschaft ist sch\u00f6n, wir gleiten dahin. In Ottobeuren ist ein Zwischenstopp, wir betrachten die riesige Kirche, das Gasthaus hat einen sch\u00f6nen Schanigarten in der Sonne, doch im Gasthaus sind zwei Autobusse eingetroffen, die Wartezeit ist uns zu lang, weiter geht die Fahrt. Irgendwie finden wir heute kein Wirtshaus, aber in G\u00fcnzbach erbarmt sich ein Wirt mit uns, und es gibt doch noch K\u00e4sesp\u00e4tzle f\u00fcr uns. Jetzt geht es Richtung S\u00fcden, wir k\u00f6nnen die Alpen schon erkennen, F\u00fcssen wird erreicht und hier m\u00fcssen wir anhalten. Neuschwanstein und Hohenschwangau sind einfach mehrere Fotos wert, auf die Besichtigung verzichten wir auf Grund des Andrangs und Zeitmangels. Die Alpen haben uns wieder, Garmisch wird erreicht, der Verkehr ist auch leider recht stark, heute ist ja auch Kaiserwetter. Durch ein Missverst\u00e4ndnis fahren wir nicht die Mautstrecke Richtung Tegernsee, sondern die Hauptstra\u00dfe nach Bad T\u00f6lz. Weit ist es nicht mehr zum Tegernsee, das Zelt ist schnell aufgebaut, wir fahren in die Braustube, hier gibt es Wei\u00dfw\u00fcrste und ein gutes Bier. In der Gaststube am Campingplatz lassen wir den Abend ausklingen, plaudern \u00fcber die Erlebnisse dieser Tour und planen die schon die n\u00e4chsten Abenteuer.<\/p>\n<p><strong>Tag 9 Sonntag, 19.9.2005 436 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Schnurstracks nach Hause<\/em><\/p>\n<p>Tegernsee \u2013 Miesbach \u2013 Rosenheim \u2013 Oberndorf \u2013 Strasswalchen \u2013 V\u00f6cklabruck \u2013 Steyr \u2013 Amstetten \u2013 Wien<\/p>\n<p>In der Nacht der erste Diebstahl auf unseren Touren, das Handtuch, welches G\u00fcnter in der Nacht zum Trocknen in Duschraum h\u00e4ngen lassen hat, ist weg. Wo waren wir schon \u00fcberall unterwegs, wie viele haben uns vor unseren Touren gewarnt und nun die G\u00fcnters Heimat der verschwundene Gegenstand, wo bleiben nun die Vorurteile? In einer B\u00e4ckerei das letzte gemeinsame Fr\u00fchst\u00fcck, G\u00fcnter f\u00e4hrt danach nach M\u00fcnchen, Herbert und ich Richtung Osten. Wir fahren entlang der bayrischen Alpen, nach Rosenheim kommt ein St\u00fcck entlang des Chiemsees, der Tachinger See wird \u00fcberquert, und danach \u00fcber die Salzach nach Oberndorf. Der Obertrumer See ist unser n\u00e4chstes Ziel, den Waller See sehen wir nur in der Ferne, und geht es Richtung Strasswalchen und V\u00f6cklabruck. Dort ist es Zeit f\u00fcr die Mittagspause, gest\u00e4rkt fahren wir die Bundesstra\u00dfe 1 nach Lambach, zweigen dann Richtung Steyr ab. Wir durchqueren das Mostviertel auf der Bundesstra\u00dfe, ab Amstetten fahren wir auf der Autobahn nach Wien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt war ich mit dem Motorrad 3027 km unterwegs. Diesmal waren wir nur zu Dritt, Spa\u00df haben wir genug gehabt und die Tour hat uns gut gefallen. Im Elsass gibt es herrliche Motorradstrecken, hier wird jeder etwas finden. Der Rest der Tour war zum Motorradfahren nicht allzu spektakul\u00e4r, die Landschaft und die Sehensw\u00fcrdigkeiten waren die Reise allemal wert. Die Route habe ich zuerst mit Autoroute geplant, und mit Fugawi Wegpunkte und Routen erstellt. Das GPS war als Orientierungshilfe sehr n\u00fctzlich, vor allem mit den Detailkarten ist das Ger\u00e4t eine sehr gute Unterst\u00fctzung. Als Karten habe ich in Frankreich von Michelin Karte 514 und 515 1:200.000 bzw. Karte 716 Belgien \/ Luxemburg 1:350.000 und Frankreich 1:800.0000 von K\u00fcmmerly &amp; Frey, in Deutschland die Regionalkarte 10 1:250.000 und Regionalkarte 12, beiden von K\u00fcmmerly &amp; Frey und in \u00d6sterreich habe ich die Motorradreisekarte Alpen vom RV Verlag 1:300.000 verwendet. Mein Dank geht an Herbert f\u00fcr einen Teil der Fotos.<\/p>\n<p>\u00a9 Martin &#8211; Erstellt von Martin im Dezember 2004 &#8211; Aktualisiert am 25.12.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr unsere Herbsttour haben wir uns eine Tour in das Elsass ausgesucht. 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