{"id":800,"date":"2012-12-25T14:49:54","date_gmt":"2012-12-25T12:49:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/?page_id=800"},"modified":"2019-06-23T16:49:50","modified_gmt":"2019-06-23T14:49:50","slug":"sudosteuropa-2004","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/touren\/sudosteuropa-2004\/","title":{"rendered":"S\u00fcdosteuropa 2004"},"content":{"rendered":"<p>Unsere gro\u00dfe Tour f\u00fchrte uns nach Griechenland, Bulgarien, Rum\u00e4nien und Ungarn. Die Anreise nach Griechenland erfolgte mit der F\u00e4hre von Venedig aus, den Rest sind wir tapfer mit unseren Bikes nach Hause gefahren. Der Start der Tour war am 30. April 2004 und endete am 24. Mai 2004. Insgesamt war ich etwa 5800 km unterwegs.<\/p>\n<p>Teilnehmer: Gerhard E., Gerhard P., G\u00fcnter, Herbert und Martin<\/p>\n<p><strong>Tag 1, Freitag, 30.4.2004 427 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die erste Panne<\/em><\/p>\n<p>D\u00f6bling \u2013 Guntramsdorf \u2013 Semmering \u2013 Leoben \u2013 Judenburg \u2013 Strassburg \u2013 Feldkirchen \u2013 Arnoldstein \u2013 Tarvisio \u2013 Moggio Udinese<\/p>\n<p>Auf der S\u00fcdosttangente endet die Fahrt f\u00fcr mich. Gerade 15 km bin ich von zu Hause entfernt, und die KTM steht. Die Erkl\u00e4rung, ohne Benzin kommst du nicht weit, jetzt hei\u00dft es schieben. Mit dem Gep\u00e4ck eine Tortur, die Ausfahrt ist lange, am Ende hilft mir wenigsten noch ein Markengef\u00e4hrte. Er f\u00fchrt mich zur n\u00e4chsten Tankstelle, zur\u00fcck mit Benzinkanister, auftanken und ab nach Guntramsdorf. Hier treffe ich Helmut, der mit mir mit in den Friaul f\u00e4hrt. Auf der Autobahn Richtung Semmering, an Bruck\/Mur, Loeben und Judenburg vorbei, danach \u00fcber den Perchauer Sattel. Wir zweigen ins Gurktal ab, eine herrliche Landschaft erwartet uns, kein Verkehr und sch\u00f6ne Kurven. In Feldkirchen g\u00f6nnen wir uns ein Eis, weiter den Ossiacher See entlang, Villach umfahren wir auf der Autobahn und im Kanaltal wieder auf der Bundesstrasse. In Moggio Udinese wohnen wir wieder in der Albergo Leon Bianco, Gerhard E. und Herbert kommen wenig sp\u00e4ter und wir genie\u00dfen die gute K\u00fcche.<\/p>\n<p><strong>Tag 2, Samstag, 1.5.2004 109 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein halber Endurotag<\/em><\/p>\n<p>Moggio Udinese \u2013 Amaro \u2013 Bordano \u2013 Majano &#8211; Forgaria nei Friuli \u2013 Bordano \u2013 Venzone &#8211; Moggio Udinese<\/p>\n<p>Die Kirchenglocken wecken uns, der Blick aus dem Fenster tr\u00fcbt die Gem\u00fcter, es regnet. Vielleicht wird es nach dem Fr\u00fchst\u00fcck besser, vergebens. Helmut packt seine Sachen zusammen und f\u00e4hrt heimw\u00e4rts, wir warten ab, zu Mittag wird es dann besser und so fahren wir eine kleine Runde. Von Moggio aus Richtung Amaro und wenig sp\u00e4ter fahren wir entlang des Tagliamento. Die erste Schotterpassage wird bew\u00e4ltigt, nach Braulins \u00fcberqueren wir auf einer Br\u00fccke den Tagliamento. Wir biegen nach der Br\u00fccke rechts ab, und fahren entlang des Flussbettes. Einmal m\u00fcssen wir eine kleine Durchquerung vornehmen, mit eingelegtem Gang ist es problemlos. In Majano tanken wir, und in Susans tanken wir Fahrer Fl\u00fcssigkeit und Kaffee. Bei Forgaria nei Friuli geht es bergauf, auf schmalen, winkligen Strassen fahren wir dahin, in Bordano wieder entlang des Tagliamento. \u00dcber Venzone heim nach Moggio Udinese auf ein k\u00fchles Getr\u00e4nk.<\/p>\n<p><strong>Tag 3, Sonntag, 2.5.2004 226 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Grenzkammstrasse<\/em><\/p>\n<p>Moggio Udinese \u2013 Resiutta \u2013 Uccea \u2013 Zaga \u2013 Kobarid \u2013 Livek &#8211; Senik &#8211; Neblo &#8211; Venco &#8211; Obenetto &#8211; Cividale del Friuli &#8211; Tarcento &#8211; Venzone &#8211; Moggio Udinese<\/p>\n<figure id=\"attachment_807\" aria-describedby=\"caption-attachment-807\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-807\" alt=\"Carniziza\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/carnziza.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-807\" class=\"wp-caption-text\">Carniziza<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir fahren durchs Val Resia. Die Strasse ist wieder schmal und kurvig, durch einen Wald erreichen wir das Sella Carnizza, 1092m hoch und um Stra\u00dfenrand noch ein halber Meter Schnee. Nach Uccea \u00fcberqueren wir die Grenze nach Slowenien, fahren nach Zaga entlang der Soca Richtung Kobarid. Bei Livek fahren wir auf eine Grenzkammstra\u00dfe, hier Slowenien dr\u00fcben Italien. Durch kleine Ortschaften f\u00fchrt die Strasse, es geht wieder hinunter und entlang eines kleinen Flusses nach Golo Brdno. Hier wollen wir wieder nach Italien, doch der slowenische Grenzpolizist verweigert uns die Ausreise nach Italien. Kein internationaler Grenz\u00fcbergang, ist seine Aussage, die neue EU Mitglieder scheinen ihre Grenze gut gegen die alten EU L\u00e4nder zu sch\u00fctzen. Nach einem kleinen Umweg erreichen wir doch noch Italien, wieder fahren wir den Fluss entlang, nur diesmal in Italien. Die Strasse wird steiler, bei einigen Passagen sind wir froh, dass wir alle Stollenreifen haben. Vor Obenetto ist die Strasse wieder durchgehend asphaltiert. In Cividale del Friuli die \u00fcbliche Stadtrundfahrt, anschlie\u00dfend Kaffee und Mineral. Bei Faedis kommen wir in einem Regenschauer, an Tarcento und Venzone vorbei nach Moggio. Hier steht schon die gelbe BMW von G\u00fcnter in der Garage, wenig sp\u00e4ter trifft auch Gerhard P. und beim Abendessen ist unsere Gruppe nun komplett.<\/p>\n<p><strong>Tag 4, Montag, 3.5.2004 164 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf die F\u00e4hre<\/em><\/p>\n<p>Moggio Udinese \u2013 Osoppo \u2013 San Daniele del Friuli \u2013 Ponte Tagliamento \u2013 Portoguaro \u2013 San Dona di Piave \u2013 Venezia<\/p>\n<p>Die Koffer und Gep\u00e4ckrollen werden heute wieder auf unsere Mopeds befestigt, wir starten Richtung Osoppo. Die Strassen im Friaul werden immer gerader, bei Ponte Tagliamento sehen wir auf den breiten Fluss zur\u00fcck. In Portoguaro beheben wir Gerhards P. Problem mit dem Kupplungshebel, danach verschanzen wir uns in einer Bar vor dem Regenschauer. Es wird leicht besser, trotzdem ins Regengewand und ab nach Venezia. Die Beschilderung zwingt uns auf die Autobahn, dann wieder retour Richtung Hafen. Wir kaufen unsere F\u00e4hrtickets, bis zur Verladung m\u00fcssen wir aber noch einige Zeit warten. Die Harleys nach Korfu sind zuerst dran, danach viele Lkws. Zum Schluss sind wir endlich dran, die Bikes werden verzurrt, wir finden einen Schlafplatz und erkunden die F\u00e4hre.<\/p>\n<p><strong>Tag 5, Dienstag, 4.5.2004 154 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die gro\u00dfe Schlucht<\/em><\/p>\n<p>Igoumenitsa \u2013 Vriseta \u2013 Kokinolithari \u2013 Vrosina \u2013 Rizo \u2013 Klimatia \u2013 Zitsa \u2013 Metamorfosi \u2013 Vitsa \u2013 Monodendri<\/p>\n<figure id=\"attachment_815\" aria-describedby=\"caption-attachment-815\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-815\" alt=\"Vikos Schlucht\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/vikos.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-815\" class=\"wp-caption-text\">Vikos Schlucht<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Nacht auf der F\u00e4hre war ruhig, wir ersehen die Landung herbei. In Igoumenitsa sind wir von Bord, wir kaufen eine Jause ein, und wieder erwarten f\u00e4ngt es leicht zu regnen an. Regengewand an, und weiter. In N. Selefkia irren wir den Strassen herum, finden aber wieder die Hauptstrasse und zweigen nach Vriseta ab. Wir fahren durch ein Tal, es wir wieder sch\u00f6ner und das Regengewand wird wieder verstaut. Bei Vrosina landen wir wieder auf der Hauptstrasse, zweigen bald wieder auf Nebenstrassen ab. Durch kleine Ortschaften schl\u00e4ngt sich die Strasse dahin, wieder auf die Hauptstrasse diesmal ein l\u00e4ngere Abschnitt bis zur Abzweigung nach Zitsa. Wir erreichen Zitsa danach ein unasphaltiertes St\u00fcck Richtung Metamorfosi. Die Strasse nach Zitsa schl\u00e4ngt sich den Berg hinauf, bis Monodreni eine sch\u00f6ne Strecke. Zur Vikos Schlucht f\u00fchrt eine sch\u00f6ne Schotterstrasse hinauf, ein St\u00fcck zu Fu\u00df und wir erleben dann ein sch\u00f6nes St\u00fcck Natur. Wir sehen in eine m\u00e4chtige Schlucht hinab, es gibt H\u00f6henunterschieden von fast 1000 m. Wir finden ein nettes Quartier, und in einer Taverne unser erstes griechisches Abendessen.<\/p>\n<p><strong>Tag 6, Mittwoch, 5.5.2004 188 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die erste Schlammschlacht<\/em><\/p>\n<p>Monodendri \u2013 Kipi \u2013 Frangades \u2013 Flambouari \u2013 Miliotades \u2013 Metsova \u2013 Panaghia &#8211; Kalambaka<\/p>\n<p>Wir fahren Richtung Kipi, hier sehen wir einige beeindruckende Br\u00fccken aus der R\u00f6merzeit. Die Strassen sind teilweise unbefestigt, durch den Regen weich, mit unseren Stollenreifen meistens kein Problem, mit G\u00fcnters BMW und normalen Enduroreifen fast nicht mehr fahrbar, ein Sturz ist nicht mehr zu vermeiden und G\u00fcnter verletzt sich am Fu\u00df. Mit Schmerzen kann er weiterfahren. Gerhard P. findet das Hotel wieder in dem er vor Jahren schon einmal war, die Strasse f\u00fchrt uns nach Flambouari, hier ein Regenschauer und wir fl\u00fcchten in eine Taverne. Wir trinken vorerst etwas, der Kamin wird angeheizt, G\u00fcnters Fu\u00df wird mit Eis gek\u00fchlt und mit Hilfe einer jungen Griechin k\u00f6nnen wir auch etwas zu Essen bestellen. Gest\u00e4rkt sind wir jetzt, der Regen will aber nicht aufh\u00f6ren. Fast drei Stunden harren wir aus, dann fahren wir weiter. Wir zweigen Richtung Miliotades ab, die Strasse ist wieder asphaltiert und nach Miliotades folgt der Katarapass. Hier ist es sehr st\u00fcrmisch, f\u00fcr das Foto am Pass muss aufpassen, dass mich keine Windb\u00f6e samt der Maschine umwirft. Hinunter nach Metsova, statt Wind wieder Regen, in Kalambaka halten wir im str\u00f6menden Regen am Campingplatz und nehmen uns einen Bungalow. Zum Abendessen hat der Regen aufgeh\u00f6rt, und wir sind wieder froher Dinge.<\/p>\n<p><strong>Tag 7, Donnerstag, 6.5.2004 139 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Kl\u00f6ster und die Maulesel<\/em><\/p>\n<p>Kalambaka \u2013 Koniskos \u2013 Longa \u2013 Elassona \u2013 Dolichi &#8211; Livadi<\/p>\n<figure id=\"attachment_811\" aria-describedby=\"caption-attachment-811\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-811\" alt=\"Meteora Kloster\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/meteora.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-811\" class=\"wp-caption-text\">Meteora Kloster<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Kalambaka kaufen wir einen Vereisungsspray und G\u00fcnter wird damit versorgt. Wir fahren zu den Meteora Kl\u00f6stern, bestaunen wie die Kl\u00f6ster in die Felsen gebaut wurden. Das Wetter ist nun besser, die Sonne scheint und wir fahren nun wieder auf Nebenstrassen. Nach Longa sind f\u00fchrt uns eine sch\u00f6ne Naturstrasse Richtung Elassona. G\u00fcnter kommt leider wieder zu Sturz, diesmal liegt die BMW auch noch auf den bereits l\u00e4dierten Fu\u00df. Mit Eisspray wird er wieder versorgt, wir fahren weiter. Auf dem Weg fl\u00fcchten zwei Mulis vor uns, wir glauben aber nach einiger Zeit, dass sie mit uns spielen wollen. Wenn wir stehen bleiben sie auch stehen, wenn wir fahren dann galoppieren die Maultiere vor uns her. Irgendwann ist das dann langweilig und die Beiden biegen rechts den Berg hinauf. In Elassona wird bei einem BMW H\u00e4ndler G\u00fcnters Spiegel wieder an die GS angebracht, wir suchen in der Zwischenzeit erfolglos einen Spiegelersatz f\u00fcr Gerhards P. KTM. In Dolichi gibt uns der Tankwart noch einen Tipp, wo wir \u00fcbernachten k\u00f6nnen, n\u00e4mlich in Livadi. Auch weis er eine Werkstatt, hier wird der Spiegel an die KTM profesorisch angebracht. In Livadi finden wir ein Hotel, hier gibt es auch genug Tavernen, mit der Verst\u00e4ndigung ist es etwas schwierig, gemeinsam mit dem Wirt wird in der K\u00fcche unser Abendessen zusammengestellt.<\/p>\n<p><strong>Tag 8, Freitag, 7.5.2004 290 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Der Olymp und die Untersuchung<\/em><\/p>\n<p>Livadi \u2013 Servia \u2013 Kilada \u2013 Zoodochos Pigi \u2013 Veria \u2013 Loudias \u2013 Koufalia \u2013 Kilkis \u2013 Parochthio &#8211; Lithopopos<\/p>\n<figure id=\"attachment_813\" aria-describedby=\"caption-attachment-813\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-813\" alt=\"Olymp\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/olymp.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-813\" class=\"wp-caption-text\">Olymp<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vom Hotelzimmer sehen wir auf den Olymp, keine Wolke ist zu sehen. Von Livadi geht es noch weiter hinauf, die Naturstra\u00dfe f\u00fchrt uns \u00fcber Almen, hinter uns ist der Olymp. Trotz GPS ist die Orientierung nicht leicht, wir m\u00fcssen hin und wieder umdrehen. Heute st\u00fcrzt Gerhard P. und f\u00e4llt dabei auf sein Knie. Mittels Eisspray wird auch er versorgt, einen Kniestrumpf hat er auch mit und es geht weiter. Bei Servia fahren wir auf asphaltierten Strassen Richtung Kilada und Veria. In Veria fahren wir ins Spital, Gerhard P. Knie schmerzt ihn zu sehr. G\u00fcnter und Gerhard P. werden untersucht, nach einiger Zeit sind die beiden wieder da, ein R\u00f6ntgen vom Knie und abtasten des Fu\u00dfes muss scheinbar reichen und laut Chefarzt ist alles in Ordnung. Erw\u00e4hnen m\u00f6chte ich noch das WC im Wartesaal, auf der ganzen Tour habe ich nie wieder so ein mieses WC gesehen. Wir beschlie\u00dfen weiter zu fahren, die Stra\u00dfe ist nun ziemlich gerade und in Koufalia trinken wir einen Kaffee und besorgen Kleber und eine Schlauchklemme. Nach Kilkis wird es wieder h\u00fcgeliger, die Verbindung nach Lithopopos ist wieder eine Naturstra\u00dfe und in Lithopopos finden wir ein Hotel. Der Spiegel von Gerhards P. KTM wird mittels Zweikomponentenkleber und Schlauchschelle wieder befestigt, es ist bereits finster aber unsere Stirnlampen geben uns genug Licht. Beim Abendessen beschlie\u00dfen wir, hier einen Rasttag zu halten.<\/p>\n<p><strong>Tag 9, Samstag, 8.5.2004 190 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Pelikane am Kerkini See und die erste Palatschinke<\/em><\/p>\n<p>Lithopopos \u2013 Livadia \u2013 Sandarski \u2013 Blageovgrad \u2013 Rilski Manastir<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gehe ich in die Rezeption um unseren Aufenthalt zu verl\u00e4ngern. Alle Zimmer sind aber belegt, ein Bus kommt heute und so m\u00fcssen wir weiterfahren. Die Strecke f\u00fchrt am Kerkini See vorbei, wir sehen Pelikane, St\u00f6rche und im Hintergrund sind die schneebedeckten Berge, ein herrlicher Platz zum Motorradfahren. Bei Livadia ist der See vorbei, die Stra\u00dfe f\u00fchrt uns an die Grenze zu Bulgarien. Hier ist einiges los, doch mit dem Motorrad k\u00f6nnen wir an der Kolonne vorbeifahren. Der Grenz\u00fcbertritt ist problemlos, in der Wechselstube tauschen wir Euro gegen Lewa. Die Stra\u00dfe nach Sandarski und Blageovgrad f\u00fchrt durch ein Tal und ist sch\u00f6n ausgebaut, der erste Eindruck von Bulgarien ist ein positiver. In Blageovgrad kaufe ich an einer Tankstelle eine Stra\u00dfenkarte, in meiner sind nicht alle Ort in zyrillischer Schrift angeben, somit ist die Navigation leichter. Wir biegen danach von der Hauptstra\u00dfe Richtung Rilski Manastir ab, und besuchen die Klosteranlage. Rilski ist ein Wallfahrtsort und es ist einiges los. Wir fahren noch ein St\u00fcck weiter und finden einen Gasthof, der auch H\u00fctten vermietet. F\u00fcr die EU-B\u00fcrger werden die besten H\u00fctten hergegeben, beim Duschen ist aber Vorsicht geboten, ein lauter Krach ist zu h\u00f6ren und Herbert liegt am R\u00fccken, passiert ist zum Gl\u00fcck nichts. Im Gasthof freunden wir uns mit dem Koch an, der spricht Deutsch und sein erster Kommentar zu Rum\u00e4nien ist Zapzarap. Das freut wiederum G\u00fcnter, aber noch mehr ist er \u00fcber die erste Palatschinke erfreut.<\/p>\n<p><strong>Tag 10 Sonntag, 9.5.2004 135 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Wandertag f\u00fcr G\u00fcnter<\/em><\/p>\n<p>Rilski Manastir \u2013 Bobosevo \u2013 Dupnica \u2013 Sapareva Banja \u2013 Borovec<\/p>\n<figure id=\"attachment_812\" aria-describedby=\"caption-attachment-812\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-812\" alt=\"Im bulgarischen Wald\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/ntrasse.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-812\" class=\"wp-caption-text\">Im bulgarischen Wald<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir st\u00e4rken uns mit einem guten Fr\u00fchst\u00fcck, verabschieden uns vom Koch und weiter geht die Fahrt. Am Kloster fahren wir vorbei, in Bobsevo wieder auf die Hauptstra\u00dfe, bei Dupnoca zweigen wir ab und bald danach geht es bergauf nach Sapareva Banja. Leider ist es nebelig und wir k\u00f6nnen nicht viel von der Landschaft sehen. Hin und wieder rei\u00dft der Nebel auf, und wir sehen kurz eine sch\u00f6ne Berglandschaft. In Sapareva Banja wird mir der Weg nach Govedari erkl\u00e4rt, irgendwann ist wieder eine Entscheidung an einer Weggabelung zu treffen. Ist da schon die vierte Abzweigung oder nicht? Zum Gl\u00fcck treffen wir vier Frauen beim spazieren, erst sind sie etwas skeptisch \u00fcber uns Biker, dann wird das Handy gez\u00fcckt und Auskunft geholt. Ja, diese Stra\u00dfe f\u00fchrt nach Govedari. Es beginnt wieder einmal zu regnen, die Naturstra\u00dfe wird immer schwieriger zu befahren, G\u00fcnter wird es zu schwierig, Herbert und ich fahren die BMW immer st\u00fcckweise voran, G\u00fcnter geht der Zwischenzeit. 30 km sind wir in 4 Stunden gekommen, der Regen will nicht aufh\u00f6ren. Endlich kommen wir auf eine asphaltierte Strasse, wir sind dar\u00fcber sehr froh. Als neuen Begleiter haben wir nun ein Pferd dabei, es hat sich von seinen Fesseln losgerissen und galoppiert neben uns her. In der n\u00e4chsten Ortschaft ist Schluss mit der Freundschaft und wir fahren Richtung Borovec. In Borovec eine Pause, wir kaufen uns Tee und beschlie\u00dfen wegen des Regens hier auch zu \u00fcbernachten. Das Hotel Rila gef\u00e4llt uns am besten und wir beziehen unsere Zimmer.<\/p>\n<p><strong>Tag 11 Montag, 10.5.2004 262 km<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00c4rger am Morgen, Wodka am Abend<\/em><\/p>\n<p>Borovec \u2013 Kostenec \u2013 Pazardzik \u2013 Plovdiv \u2013 Rakovski \u2013 Sipka &#8211; Gabrovo<\/p>\n<p>Zuerst gibt es f\u00fcr G\u00fcnter nur das halbe Fr\u00fchst\u00fcck, dann wird noch gro\u00dfz\u00fcgig der Wechselkurs von Lewa auf Dollar ausgenutzt, und zu guter letzt wird uns noch die Ausfahrt aus dem Hotelparkplatz verwehrt. Nach langer Streiterei ob die Bezahlung einer Parkgeb\u00fchr gerechtfertigt ist oder nicht zahlen wir noch zus\u00e4tzlich 20 Euro f\u00fcr die Parkgeb\u00fchr. F\u00fcr alle anderen Unterk\u00fcnfte und Campingpl\u00e4tze meiner Motorradreisen w\u00fcrde ich eine Empfehlung abgeben, nur das Hotel Rila in Borovec wird mich nie wieder sehen. Bei Kostenec biegen wir wieder auf einen Hauptstrasse, die Fahrt nach Plodiv ist einfach nur geradeaus und bietet als einziges nur den Stra\u00dfenstrich in Bulgarien. In Plovdiv f\u00e4llt die Orientierung nicht leicht, ein Motorradfahrer hilft uns bei unserer Suche nach dem Weg nach Rakovski, noch einmal vielen Dank. Es folgt nun eine Stra\u00dfe \u00fcber H\u00fcgel und bei Sipka wird es wieder steiler. An und f\u00fcr sich, w\u00fcrde jetzt eine sch\u00f6ne Passtrecke folgen, aber es regnet wieder einmal, es ist nebelig und es fahren viele LKWs. Der Regen wird immer st\u00e4rker, in Gabrovo suchen wir ein Hotel und zum Abendessen finden wir ein nettes Lokal. Das Essen ist ausgezeichnet, zum Abschluss noch Wodka. Das der Wodka hier Grammweise ausgeschenkt und 100 Gramm pro Glas nicht so wenig ist, wird uns erst nach dem zweiten Glas bewusst. G\u00fcnter trinkt zum Gl\u00fcck keinen Wodka, und er muss uns heim ins Hotel lotsen. Warum wir noch in der Hotelbar waren und wie wir unsere Jacken ordentlich aufgeh\u00e4ngt haben, wissen wir bis heute nicht.<\/p>\n<p><strong>Tag 12 Dienstag, 11.5.2004 300 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein etwas flauer Tag<\/em><\/p>\n<p>Grabovo \u2013 Velika Tarnova \u2013 Targoviste \u2013 Sumen \u2013 Novi Pazar \u2013 Devnja \u2013 Varna \u2013 Zlatni Pjasaci<\/p>\n<p>Das Aufstehen f\u00e4llt uns heute schwer, das Fr\u00fchst\u00fcck schmeckt uns bis auf G\u00fcnter nicht so gut und das Motorradfahren ist hart. Der Regen ist wieder da, zum Gl\u00fcck ist die Strecke halbwegs gerade. In Veliko Tarnovo zweigen wir auf eine Hauptstra\u00dfe ab, sie ist nicht stark befahren, der Regen hat aufgeh\u00f6rt und wir spulen Kilometer um Kilometer ab. Bei einer l\u00e4ngeren Rast ist uns schon wieder besser, wir umfahren Sumen, es wir immer flacher und in Varna sind wir am Schwarzen Meer. Eine kurze Stadtrundfahrt und nun entlang des Meeres. Wir suchen eine Unterkunft, es ist aber noch Vorsaison und es wird noch emsig repariert. Es beginnt zu regnen, die Suche dauert noch ein wenig und wir finden schlie\u00dflich noch ein nettes Hotel. Nur ein Bier g\u00f6nnen wir uns heute zum Abendessen, noch ein Spaziergang am Stand und heute freuen wir uns besonders auf das Bett.<\/p>\n<p><strong>Tag 13 Mittwoch, 12.5.2004 184 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Entlang des schwarzen Meeres<\/em><\/p>\n<p>Zlatni Pjasaci \u2013 Balcik \u2013 Kavarna \u2013 Kalikra \u2013 Sabla \u2013 Mangalija \u2013 Constanta \u2013 Mamaia-Sat<\/p>\n<figure id=\"attachment_809\" aria-describedby=\"caption-attachment-809\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-809\" alt=\"Kaliakra\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/kaliakra.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-809\" class=\"wp-caption-text\">Kaliakra<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute endlich ein sch\u00f6ner Tag, wir fahren entlang der K\u00fcste, vor Balcik sehen wir auf die Bettenburgen von Albena. In Kavarna zweigen wir Richtung Kalikra ab, die stra\u00dfe f\u00fchrt uns ein sch\u00f6nes Kap mit herrlicher Aussicht. Unsere letzten Lewa werden f\u00fcr die Maut verbracht, 20 Lewa w\u00e4re der normale Preis, schlussendlich sind unsere 18 Lewa auch genug. Die Fu\u00dfballmeister und Absteiger aus \u00d6sterreich und Deutschland gibt es gratis dazu. Es geht wieder ein St\u00fcck landeinw\u00e4rts und wir erreichen die Grenze zu Rum\u00e4nien. Unsere Papiere werden kontrolliert und der Z\u00f6llner verabschiedet uns mit Handschlag Richtung Rum\u00e4nien. Hier noch durch den Seuchenteppich, wieder Kontrolle der Papiere und f\u00fcr den Zoll m\u00fcssen wir uns noch anstellen. Die Z\u00f6llnerin winkt uns aber durch, ihre Kollegen waren f\u00fcr sie scheinbar zu eifrig. In Mangalija wird unser Finanzminister zum ersten Mal Million\u00e4r, 100 Euro sind etwa 4.000.000 Lei und selbst G\u00fcnter hat einen guten ersten Eindruck von Rum\u00e4nien. Wir kaufen uns Lebensmittel ein und weiter geht die Fahrt nach Constanta. Kurz durch die Stadt, der Weg f\u00fchrt uns nach Mamaia, einen Hauptbadeort in der rum\u00e4nischen k\u00fcste des schwarzen Meeres. Da es heute nicht geregnet hat, schlagen wir das erste aber auch das letzte Mal unserer Zelte auf. Das Abendessen ist ausgezeichnet, und ab in den Schlafsack.<\/p>\n<p><strong>Tag 14 und 15 Donnerstag, 13.5.2004 und Freitag, 14.5.2004 174 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Mit dem Boot im Donaudelta<\/em><\/p>\n<p>Mamaia-Sat \u2013 Sacele \u2013 Babadag \u2013 Tulcea \u2013 Murighiol &#8211; Uzlina<\/p>\n<figure id=\"attachment_808\" aria-describedby=\"caption-attachment-808\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-808\" alt=\"Im Donaudelta\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/dondelta.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-808\" class=\"wp-caption-text\">Im Donaudelta<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Zelte sind rasch eingepackt, ein Fr\u00fchst\u00fcck zur St\u00e4rkung und wir fahren los Richtung Tulcea. Hier treffen wir unseren Kontaktmann f\u00fcr die Erkundung des Donaudeltas. Wir fahren nach Murighiol, auf einer Wiese ist ein bewachter Parkplatz eingerichtet. Wir nehmen unser Gep\u00e4ck mit, wir werden mit zwei kleinen Booten erwartet, und schon sind wir im Donaudelta. Die Fahrt endet im Uzlina, hier ist ein Hausboot f\u00fcr uns reserviert. Wir beziehen unsere Kaj\u00fcten und werden mit dem ersten guten Essen bewirtet. Danach die erste Erkundungstour in das Donaudelta, die n\u00e4chsten eineinhalb Tage sind wir mit den Booten unterwegs und k\u00f6nnen die Flora und Fauna des riesigen Deltas bewundern. Auf der Landkarte sehen wir erst die richtige Ausdehnung des Deltas, wir haben nur einen ganz kleinen Teil gesehen. In den Pausen mit herrlichen Fischgerichten verw\u00f6hnt und nach 13 teilweise anstrengenden Motorradtagen ist eine Pause angenehm.<\/p>\n<p><strong>Tag 16 Samstag, 15.5.2004 289 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf in die Karpaten<\/em><\/p>\n<p>Uzlina \u2013 Murighiol \u2013 Tulcea \u2013 Isaccea \u2013 Galati \u2013 Fundeni \u2013 Focsani \u2013 Vidra \u2013 Lepsa<\/p>\n<p>Den ersten Abschnitt des Tages bew\u00e4ltigen wir mit dem Boot von Uzlina nach Murighiol. Hier werden unsere Bikes wieder mit dem Gep\u00e4ck beladen und wir fahren nach Tulcea. Die Strecke f\u00fchrt uns danach entlang der Donau auf der anderen Seite ist schon die Ukraine. Vor Galati verlassen wir die Hauptstrasse und \u00fcberqueren die Donau mittels F\u00e4hre nach Galati. Bis Foscani ist die Gegend nach flach, nach Focsani sehen wir die Karparten. Die Strasse nach Lepsa wird schon kurvenreicher und in Lepsa finden wir ein Hotel. Zwar sind nur 2 Doppelzimmer frei und somit nur 4 Betten f\u00fcr uns F\u00fcnf, aber im improvisieren sind die Rum\u00e4nien sehr gut, schnell kommt eine Matratze und somit haben Alle ein Bett.<\/p>\n<p><strong>Tag 17 Sonntag, 16.5.2004 241 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Kein Weiterkommen in den Karpaten<\/em><\/p>\n<p>Lepsa \u2013 Tulnici \u2013 Vrancioaia \u2013 Naruja \u2013 Lepsa \u2013 Targu Secuiesc &#8211; Brasov<\/p>\n<p>In Tulnici zweigen wir von der Hauptstra\u00dfe ab \u00fcber eine Naturstra\u00dfe geht es weiter. In einer Ortschaft wird die Stra\u00dfe immer schlechter und wir kommen nicht mehr weiter. Die Anwohner helfen uns, versuchen uns den Weg zu erkl\u00e4ren. Warum wir nicht auf der Hauptstra\u00dfe fahren, die ist asphaltiert und viel besser als unsere Route. Ein Bursche wird uns als Vorausl\u00e4ufer mitgeschickt, er zeigt uns die Abzweigung nach Vranicioaia. In Vranicioaia ver\u00e4rgern wir dann einen Bauern, weil wir wegen Orientierungsproblemen viermal an ihm und seinen K\u00fchen vorbeifahren und diese immer wieder erschrecken. In Naruja zweigen wir wieder auf eine Naturstra\u00dfe ab, der Weg f\u00fchrt uns in eine fast unber\u00fchrte Waldlandschaft. Die Lacken werden immer tiefer und schlammiger, an einer Kreuzung machen wir Rast, Herbert und ich erkunden den weiteren Weg. Ein Weiterfahren scheint durch unsere bisherigen Erfahrungen nicht mehr sinnvoll, Waldarbeiter, die mit einem LKW vorbeikommen, best\u00e4tigen die Unbefahrbarkeit der weiteren Strecke. Wir fahren retour und erreichen unseren Ausgangspunkt Lepsa. Bis zum Pass in etwa 1100 m H\u00f6he ist die Strasse asphaltiert, danach eine halbwegs gute Schotterstra\u00dfe Richtung Targu Secuiesc. An der Hauptstra\u00dfe verkaufen die Bauern ihre Produkte, die sehen interessant aus und wir kaufen ein. Der Weg nach Brasov ist nicht mehr weit, und der Regen ist wieder einmal da. In Brasov dauert die Suche nach einem Hotel etwas l\u00e4nger, aber wir finden noch eine nette Pension. Am Abend nach ein Spaziergang durch Brasov, wir sind nun in Siebenb\u00fcrgen und es ist der deutsche Einfluss bemerkbar.<\/p>\n<p><strong>Tag 18 Montag, 17.Mai 2004 359 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Abschied und kein Dracula am Montag<\/em><\/p>\n<p>Brasov \u2013 Rasnov \u2013 Bran \u2013 Curtea de Arges \u2013Budesti- Targu Jiu \u2013 Motru \u2013 Drobeta Turnu Severin<\/p>\n<figure id=\"attachment_805\" aria-describedby=\"caption-attachment-805\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-805\" alt=\"Bran\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bran.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-805\" class=\"wp-caption-text\">Bran<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck, wo G\u00fcnter doch noch einen Kaffee bekommen hat, nachdem ihm ein lustiger Schweizer seinen weggenommen hat, verabschieden wir Gerhard P. Er f\u00e4hrt nach Hause, sein Stiefsohn ist erkrankt. Das Regengewand haben wir wieder an und die Fahrt f\u00fchrt nach Bran. Hier ist die Burg des Grafen Dracula, leider sind am Montag die staatlichen Museen geschlossen, und wir k\u00f6nnen die Burg nicht besichtigen. Von der Hauptstra\u00dfe zweigen wir Richtung Curtea de Arges ab, wir fahren auf einer sch\u00f6nen Stra\u00dfe entlang der Karpaten. Die Orte haben sch\u00f6ne Holzh\u00e4user und wir kaufen einen guten K\u00e4se und Ringerl aus M\u00fcrbteig. Das Regengewand ist verstaut, es wird immer w\u00e4rmer. In Targu Jiu werden wir beim nachschauen auf der Karte von Kindern umringt, nicht das Interesse an den Motorr\u00e4dern ist gro\u00df, sondern das nach Euro. Targu Jiu verlassen wir rasch, \u00fcber Motru erreichen wir Drobeta Turnu Severin. Hier ist viel Milit\u00e4r unterwegs, die Rum\u00e4nen und Serben haben eine gemeinsame Milit\u00e4r\u00fcbung. Die Bikes stellen wir unter dem Vordach des Hotels ab, damit sie der Mann an der Rezeption beobachten kann. Ein kurzer Spaziergang, wir finden dabei aber kein Lokal aber im Hotel speisen wir dann auch ausgezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Tag 19 Dienstag, 18. Mai 2004 284 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Das geschlossene Eiserne Tor<\/em><\/p>\n<p>Drobeta Turnu Severin \u2013 Orsova \u2013 Dubova \u2013 Baila Herculane \u2013 Baia de Arama \u2013 Targu Jiu \u2013 Petrosani<\/p>\n<p>Heute starten wir bei Sonnenschein, doch die Fahrt dauert nicht lange, die Stra\u00dfe nach Orsova ist bei Kraftwerk Port de Fier 1 gesperrt. Mitten in der Milit\u00e4r\u00fcbung sind wir, eine Umfahrung w\u00fcrde einen ziemlichen Umweg bringen, und so warten wir vorerst bei einem Imbisstand. Hier gibt es aber nichts zu Essen und wir fahren ein St\u00fcck Richtung Drobeta. Hier helfen wir dann einen rum\u00e4nischen Biker bei einer Panne, seine Honda will nicht anspringen. Nach einigen Suchen und nach R\u00fcckfahrt mit mir nach Drobeta um eine Z\u00fcndspule zu holen, wird der Fehler doch noch gefunden. Wie immer die einfache Dinge, der Not Aus Schalter ist defekt, darum springt die Honda nicht an. In der Zwischenzeit essen wir eine ausgezeichnete Fischsuppe auf einem Schiff, das als Restaurant genutzt wird. Die Strasse ist wieder offen, und wir starten Richtung Orsova. Bei Dubova verengt sich die Donau zwischen hohen Felsw\u00e4nden zweimal, 30 m sind es von einem zu anderen Ufer. Wir fahren wieder zur\u00fcck nach Orsova, die Haupstra\u00dfe f\u00fchrt uns nach Baile Herculane, einem alten Kurort. Leider sind wir nicht durch den Ort gefahren, und konnten die alten H\u00e4user nur von der Hauptstra\u00dfe sehen. Die Strasse wird wieder kurvig, wir sind wieder in den Karpaten. Der Weg f\u00fchrt uns durch Baia de Arma, Targu Jiu und danach queren entlang dem Jiu nach Petrosani. Hier finden wir ein nettes Hotel mit gutem Restaurant und d\u00fcmmlicher Kellnerin.<\/p>\n<p><strong>Tag 20 Mittwoch, 19. Mai 2004 352 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Querung der Karpaten in zwei Versuchen<\/em><\/p>\n<p>Petrosani \u2013 Voineasa \u2013 Brezoi \u2013 Calimanesti \u2013 Suici \u2013Capatanenii \u2013 Curtea de Arges \u2013 Ramnicu Valcea \u2013 Calimanesti \u2013 Sibiu<\/p>\n<figure id=\"attachment_810\" aria-describedby=\"caption-attachment-810\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-810\" alt=\"Karparten\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/karpaten.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-810\" class=\"wp-caption-text\">Karpaten<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Petrosani tanken wir auf, wir verlassen die Hauptstra\u00dfe und fahren auf einer asphaltierten Nebenstra\u00dfe weiter. Sie f\u00fchrt uns wieder in eine fast unber\u00fchrte wundersch\u00f6ne Landschaft. Entlang von B\u00e4chen mit Wasserf\u00e4llern, ein Mischwald aus Laub- und Nadelb\u00e4umen und die Berge sind schneebedeckt. Wir queren zwei P\u00e4sse mit \u00fcber 1500 m H\u00f6he und landen dann bei Brezoi auf der Hauptstrasse 7. Diese Strasse ist stark befahren, aber wir m\u00fcssen nur bis Calimanesti. Wir zweigen wieder ab, auf der Strasse Richtung Curtea de Arges machen wir Pause. Ein Pick-Up f\u00e4hrt vorbei, h\u00e4lt an und schiebt zur\u00fcck. Was macht den ihr da fragt uns ein Arbeiter aus Ober\u00f6sterreich. Mit seinen Kollegen ist er auf Montage in Rum\u00e4nien und sie w\u00fcnschen uns noch eine gute Weiterfahrt. Auf der 7c wollen wir die Karpaten queren, die Strasse ist spektakul\u00e4r in die Felsen hineingebaut, doch kurz vor dem Stausee ist die Fahrt dann aus. Die weitere Strecke ist nicht mehr befahrbar, eine Br\u00fccke ist eingest\u00fcrzt wir uns erkl\u00e4rt. So m\u00fcssen wir wieder umdrehen, wir wollen nun eine Abk\u00fcrzung nach Brezoi fahren. Dieser Weg ist aber auch nicht befahrbar, die Schlammlacken sind uns wieder zu gro\u00df. Zur\u00fcck nach Curtea de Arges und via Ramnicu Valcea nach Calimanesti. Leider m\u00fcssen wir die Hauptstrasse 7 wieder fahren, sie ist eine Hauptroute in Rum\u00e4nien und der LKW Verkehr ist sehr dicht, diese Stra\u00dfe sollte daher gemieden werden, leider ist uns nicht anders \u00fcbergeblieben. In Sibiu steigen wir in einem guten Hotel mit abgesperrtem Parkplatz ab. Die Damen in der Hotelbar pr\u00e4sentieren sich nur kurz, auf dem Spaziergang in die Altstadt findet G\u00fcnter dann zwei aufdringliche Frauen.<\/p>\n<p><strong>Tag 21 Donnerstag, 20. Mai 2004 266 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durch Siebenb\u00fcrgen<\/em><\/p>\n<p>Sibiu \u2013 Medias \u2013 Dumbraveni \u2013 Balauseri \u2013 Miercurea \u2013 Targu Mures \u2013 Reghin Toplita<\/p>\n<p>Den sonnigen Vormittag nutzen wir aus um Sibiu zu besichtigen. Die Stadt hei\u00dft auf Deutsch Hermannstadt, es wird hier flei\u00dfig renoviert und wir sehen auch einige Touristengruppen. Die Fahrt geht aber weiter, wir steuern Medias an. Die Industriestadt wirkt um einiges freundlicher als vor Jahren, erz\u00e4hlt uns G\u00fcnter, der Medias aus schlechteren Zeiten kennt. Bei Drumbraveni biegen wir Richtung Targu Mures ab, wollen Targu Mures via Miercurea umfahren, finden aber die Abzweig nicht und landen nun doch in Targu Mures. Hier werden wir mit denm sch\u00f6n renovierten Rathaus belohnt, die Stra\u00dfe f\u00fchrt uns nach Reghin wieder in Richtung der Karpaten. In Toplita entdecken wir ein Privatquartier und essen gemeinsam mit den Besitzern zu Abend.<\/p>\n<p><strong>Tag 22 Freitag, 21. Mai 2004 269 km<\/strong><\/p>\n<p>Die Moldau Kl\u00f6ster und die Casa Angela<\/p>\n<p>Toplita \u2013 Borsec \u2013 Targu Nemat \u2013 Borca \u2013 Ostra \u2013 Gura Humorului \u2013 Solca \u2013 Sucevita- Vatra Moldovitei &#8211; Campulung Moldovese \u2013 Pojorata<\/p>\n<figure id=\"attachment_814\" aria-describedby=\"caption-attachment-814\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-814\" alt=\"Sucevita\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/sucevita.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-814\" class=\"wp-caption-text\">Sucevita<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Fahrt beginnt mit einem Pass \u00fcber 1100 m H\u00f6he und f\u00fchrt uns nach Borsec, einen Kurort. Bei einem See biegen wir Richtung Borca ab, viele Ortschaften sind aneinander gereiht, die Kirchen sind teilweise aus Holz gebaut, die H\u00e4user sind bunt bemalt und die Landschaft ist herrlich. Hier wird vom Holzabbau gelebt, S\u00e4gem\u00fchlen sind keine Seltenheit. Die Stra\u00dfe nach Ostra zweigt ab, jetzt noch \u00fcber 1160 m in H\u00f6he danach bergab nach Ostra. Hier wird eingekauft, die Besitzerin verabschiedet sich brav mit auf Wiedersehen, die Tour geht weiter. Es folgt die Hauptstra\u00dfe nach Gura Humorului und danach via Solca zum ersten Kloster des Tages in Sucevita. Die Moldaukl\u00f6ster haben auch die Au\u00dfenfassade der Kirche bemalt, damit auch die Gl\u00e4ubigen, die im Freien stehen, etwas zu sehen haben. Nach \u00fcber einen Pass und wir sind beim n\u00e4chsten Kloster, nach der Besichtung fahren wir nach Campulung Moldovese. Hier suchen wir nach einer Unterkunft, diesmal scheint nichts zu finden sein. Wir fahren aus der Stadt und ich sehe doch noch ein Quartier. \u00dcber eine Holzbr\u00fccke ist die Zufahrt, im Innenhof sind die Kinder aufgeregt \u00fcber uns Biker, ein Junge kommt mit Handy, will er die Polizei rufen? Nein, die Mama ist in die Stadt gefahren, kurz darauf ist Angela, die Besitzerin da, und wir k\u00f6nnen hier \u00fcbernachten. Jon, der Hausherr, zeigt uns stolz seinen Besitz, die neuen Zimmer die im Juli fertig sein sollen. Es wird f\u00fcr uns gegrillt, mit der Familie wird gegessen, es gibt noch ein Fu\u00dfballspiel mit den Kindern und der selbst angebaute Wein schmeckt auch.<\/p>\n<p><strong>Tag 23 Samstag, 22. Mai 2004 318 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Stadt an der Grenze<\/em><\/p>\n<p>Pojorata \u2013 Carlibaba &#8211; Borsa \u2013 Sighetu Marmatiei \u2013 Baia Mare \u2013 Seini \u2013 Satu Mare<\/p>\n<figure id=\"attachment_806\" aria-describedby=\"caption-attachment-806\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-806\" alt=\"Bucovina\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bucovina.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-806\" class=\"wp-caption-text\">Bucovina<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach ausgezeichneten Fr\u00fchst\u00fcck, d\u00fcrfen die Kinder noch auf G\u00fcnters BMW sitzen, wir abschieden uns und setzen die Fahrt Richtung Carlibaba fort. Am Pasul Prislop erreichen wir mit 1416 m H\u00f6he den h\u00f6chsten Punkt des Tages, die Provinz Maramures ist erreicht und in Borsa hat auch eine Suzuki einmal eine Panne. Die Befestigungslasche des Spritzschutzes bei Gerhards Freewind ist abgebrochen, wir schneiden den Teil zurecht, ein Kettenschutz ist somit noch vorhanden. Die Stra\u00dfen sind halbwegs gut, wir behalten den letzten Tag in den Karpaten in guter Erinnerung. Bei Sighetu Marmatiei sind wir fast schon in der Ukraine, nur die Theis trennt die beiden L\u00e4nder. Nach ein Kaffee zur St\u00e4rkung, dann weiter nach Baia Mare und ab Seini hei\u00dft es endg\u00fcltig Abschied von den Karpaten nehmen. In Stau Mare ist einiges los, viele Hochzeiten werden hier gehalten, hupend fahren Konvois durch die Stadt. Wir finden ein Hotel, G\u00fcnter fragt nach freien Zimmern und kommt mit einem L\u00e4cheln aus dem Hotel. Zimmer gibt es auch ein Parkplatz ist da, wir sollen uns einfach in die Hotelhalle stellen. Zuerst glauben wir an einem Scherz, aber als dann die Fl\u00fcgelt\u00fcren zu \u00f6ffnen versucht werden, schieben wir unsere Bikes zur T\u00fcr. Die T\u00fcren gehen nicht auf, Herbert probiert durchzukommen, es wird eng. Hektisch kommt ein Mann herbeigest\u00fcrzt, blast die Aktion ab und wir k\u00f6nnen bei der Anlieferung zur K\u00fcche parken. Hier ist ein versperrtes Tor, und die Mopeds stehen hier auch sicher. In Satu Mare sind doch einige bettelnde Kinder und viele Prostituierte, die Stadt nahe Grenze zu Ungarn hat auch ihre schlechten Seiten. Das empfohlene Lokal hat heute geschlossen, beim Spaziergang zur\u00fcck zum Hotel finden wir ein gutes Lokal und wir feiern unseren letzten Abend in Rum\u00e4nien. Ans Hallo, wie geht es beim hinausgehen werden wir uns sicher noch lange erinnern.<\/p>\n<p><strong>Tag 24 Sonntag, 23. Mai 2004 258 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durchquerung der Puszta<\/em><\/p>\n<p>Satu Mare \u2013 Mateszalka \u2013 Nyireggyhaza \u2013 Tokai \u2013 Szernecs \u2013 Miskolc \u2013 Eger<\/p>\n<p>Bis zur Grenze ist es nicht mehr weit, die letzten Lei werden vertankt und die Grenze wird problemlos \u00fcberquert. Die Wechselstube in Ungarn ist ein Mann mit Plastiksackerl, der Kurs passt. Jetzt geht es fast nur geradeaus Richtung Westen, bei Tokai die ersten H\u00fcgel. Beim Anbremsen zu einer Kreuzung trete ich pl\u00f6tzlich mit dem linken Fu\u00df ins Leere, der Schalthebel hat sich gel\u00f6st, zum Gl\u00fcck finden wir ihn wieder. Nach Mikolc finden wir eine sch\u00f6ne und kurvige Stra\u00dfe \u00fcbers B\u00fck Gebirge. In Eger fahren wir in ein Hotel, wo wir f\u00fcnf Jahre zu vor waren, wir g\u00f6nnen uns den Luxus der Sauna, G\u00fcnter wird noch massiert. Bei letzen gemeinsamen Abendessen lassen wir noch einmal die Reise Revue passieren.<\/p>\n<p><strong>Tag 25 Montag, 24. Mai 2004 384 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Noch einmal an der Donau<\/em><\/p>\n<p>Eger \u2013 Gy\u00f6ngy\u00f6s \u2013 Hatvan \u2013 Vac \u2013 Visegrad \u2013 Esztergom \u2013 Komaron \u2013 Gyor \u2013 Nickelsdorf \u2013 Wien<\/p>\n<p>Wir besichtigen noch Eger, die Stadt ist noch sch\u00f6ner als vor f\u00fcnf Jahren. Die Strecke nach G\u00f6ngy\u00f6s ist noch einmal h\u00fcgelig, dann wird es wieder flach. Auf der Hauptstra\u00dfe geht es weiter Richtung Budapest, doch in die Hauptstadt wollen wir nicht und zweigen nach Vac ab. Hier queren wir mittels F\u00e4hre die Donau, auf der anderen Seite genie\u00dfen wir noch eine gute Fischsuppe. Der Dom von Esztergom taucht pl\u00f6tzlich auf, die letzten Forint werden f\u00fcr die Schatzkammer und f\u00fcr die anstrengende Tour auf die Kuppel ausgegeben. Entlang der Donau fahren wir bis Komarom, danach f\u00fchrt uns die Strecke nach Gy\u00f6r und an die Grenze nach Nickelsdorf. Bei der Raststation verabschieden wir uns, G\u00fcnter f\u00e4hrt bei Neusiedl von der Autobahn ab, er besucht seine Verwandten in Wiener Neustadt. Zu Dritt kommen wir auf der Autobahn Wien schnell n\u00e4her und wir sind wieder zu Hause.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt war ich mit dem Motorrad 5842 km unterwegs. Wenn wir auf diejenigen geh\u00f6rt h\u00e4tten, denen wir von unserer geplanten Tour durch S\u00fcdosteuropa erz\u00e4hlt haben, w\u00e4ren wir nicht gefahren. Vorurteile gibt es einmal, wer auch immer sie verbreitet, wir h\u00f6ren nicht mehr darauf. Die Tour hat allen Teilnehmer gefallen, jeder k\u00f6nnte sich noch einmal so eine Tour zu fahren. Ich selbst war im Juli und August noch einmal in Rum\u00e4nien, einen Kurzbericht gibt es im Tourenbereich zum nachzulesen. In allen L\u00e4ndern waren die Menschen freundlich und hilfsbereit, das Essen war sehr gut und die Unterk\u00fcnfte bis auf das Hotel Rila in Borovec in Ordnung. Die Stra\u00dfen sind teilweise in einem schlechten Zustand, viele Nebenstra\u00dfen sind Naturstra\u00dfen. Durch die viele Regenf\u00e4lle waren diese Stra\u00dfen f\u00fcr uns dann teilweise nicht mehr zu befahren, hier haben wir uns etwas \u00fcbersch\u00e4tzt bzw. fehlt noch die Erfahrung. In Bulgarien und Rum\u00e4nien sind noch viele Fuhrwerke unterwegs, die Pferde erschrecken leicht und in den Ortschaften spielt sich das Leben auf der Stra\u00dfe ab, H\u00fchner, G\u00e4nse, K\u00fche, Schafe und Hunde sind neben den Menschen unterwegs. Die Landschaft in Bulgarien und Rum\u00e4nien ist noch ziemlich unber\u00fchrt, der Fremdenverkehr findet haupts\u00e4chlich am Schwarzen Meer, Donau Delta und in Siebenb\u00fcrgen statt. Die Route habe ich zuerst mit Autoroute geplant, Karten eingescannt und mit Fugawi Wegpunkte und Routen erstellt. Das GPS war als Orientierungshilfe sehr n\u00fctzlich, einzig mehr Wegpunkte w\u00e4ren noch optimaler gewesen und die Grundkarte meines Garmin GPS 76 Map war auch eine Hilfe. Als Karten habe ich von Reise Know-How Bulgarien 1:400.000 bzw. Rum\u00e4nien 1:600.000, in Griechenland 3 Karten von Road Editions 1:250.000, Ungarn eine Karte von Freytag &amp; Berndt 1:500.000 und f\u00fcr Friaul 1:150.000 Tabacco verwendet. Der Ma\u00dfstab der Bulgarien- und Rum\u00e4nienkarte war zu grob, besser w\u00e4re ein Ma\u00dfstab 1:250.000 gewesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da Rum\u00e4nien mir sehr gut gefallen hat, war ich 2004 noch 2 mal dort. Hier ein kurzer Bericht:<\/p>\n<p><strong>Adventuromania 2004<\/strong><\/p>\n<p>01. Juli bis 09.Juli 2004<\/p>\n<p>Diesmal bin ich mit meinen Nissan Terrano 2 unterwegs. Als Beifahrer ist Christoph mit dabei, wir werden bei der Adventrumania teilnehmen. Sie wird von einem Anbieter f\u00fcr Offroad Touren f\u00fcr 4&#215;4 Fahrzeuge angeboten. Hier sollen in einem Gebiet verschiedene Kontrollpunkte angefahren werden, es gibt verschiedene Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Anfahrt der Punkte. Wir haben dazu eine Beschreibung und Koordinaten f\u00fcr die Wegpunkte erhalten, Vorort gibt es noch genaue Karten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_834\" aria-describedby=\"caption-attachment-834\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-834\" alt=\"Terrano\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/terrano.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-834\" class=\"wp-caption-text\">Terrano<\/figcaption><\/figure>\n<p>Start ist am 1. Juli f\u00fcr uns, wir fahren am Nachmittag weg, die erste Etappe f\u00fchrt nur bis Budapest. Am 2. Juli besuchen wir die ungarische Hauptstadt, eine wirklich sehenswerte Stadt. Am 3. Juli sind wir in Rum\u00e4nien, fahren zuerst zum falschen Treffpunkt, m\u00fcssen danach nur die wohl schlechteste Strasse von Rum\u00e4nien \u00fcberwinden und sind dann in Brebu Nou. Hier werden hier herzlich empfangen, Gel\u00e4ndewagen sind nur wenige hier, die meisten sind als Zugmaschinen eingesetzt. F\u00fcr die Adventuromania sind wir die einzigen Teilnehmer, es findet zur gleichen Zeit die Enduromania, eine Enduroveranstaltung. Die beiden Veranstalter haben sich zusammengeschlossen, haben wir leider nicht gewusst, die Enduromania w\u00e4re n\u00e4mlich billiger gewesen. Der Treffpunkt ist in einer alten Schule, hier gibt es auch Fr\u00fchst\u00fcck und ein gutes Abendessen. Unser Zimmer ist beim Nachbarn schr\u00e4g gegen\u00fcber, ich will den Wagen starten, doch die Batterie ist leer, die K\u00fchlbox haben wir nicht ausgeschalten und nichts geht mehr. Die Batterie wird ausgebaut, und aufgeladen, geholfen hat es aber nicht. Am n\u00e4chsten Tag ist Sonntag, heute haben keine Gesch\u00e4fte offen, aber wir k\u00f6nnen Trotzdem fahren. Es wird uns die zweite Batterie vom Krankenwagen geborgt, und wir k\u00f6nnen unsere erste Runde auf den Forststra\u00dfen fahren. Am Montag startet die Adventuromania offiziell und wir kaufen eine neue Batterie und holen unsere ersten Punkte. Bei den Kontrollpunkten sind Markierungen, diese sind mittels Bleistift am Papier durchzureiben oder es gibt besetzte Punkte, wo wir uns einen Stempel abholen. Am Dienstag fahren wir dann eine lange Tour, Baile Herculane, Eisernes Tor und entlang der Donau wieder zur\u00fcck nach Brebu Nou. Hier sind wir fast nur auf Asphalt gefahren, eigentlich waren die 450 km zu viel. Am Mittwoch sind wir dann in einem riesigen Schlammloch stecken geblieben, wir mussten uns Hilfe holen und Waldarbeiter haben uns mit einem gro\u00dfen Traktor herausgezogen. Am Donnerstag waren wir mit einem zweiten Gel\u00e4ndewagen unterwegs, er f\u00fchrt uns Richtung Tarcu mit 2190 m einem der h\u00f6chsten Berge in diesem Gebiet. Bis ganz hinauf haben wir es nicht geschafft, bei der Wetterstation Cuntu war dann Schluss, wegen Zeitmangel und wahrscheinlich zu schwieriger Strecke haben wir umgedreht. Am Freitag haben wir noch eine Runde \u00fcber die Almen bei Bredu Nou gedreht, unsere Punkteliste abgeben und am Nachmittag sind wir noch heimw\u00e4rts gefahren.<\/p>\n<p>Die Adventuromania hat uns gut gefallen, auch als 4&#215;4 Anf\u00e4nger sind wir \u00fcberall. bis auf einmal stecken bleiben (\u00dcbemut), gut durchgekommen. Schade war nur, dass wir die einzige Teilnehmer waren, nur einmal in einer 2 er Gruppe fahren konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Endurofahren im Banat<\/strong><\/p>\n<p>14. August bis 21. August 2004<\/p>\n<p>Meine Erz\u00e4hlungen \u00fcber meine Motorrad- und die Gel\u00e4ndewagentour durch Rum\u00e4nien haben meinen Arbeitskollegen Gerhard begeistert, dass er nun auch nach Rum\u00e4nien fahren wollte. Gemeinsam mit seiner Frau Johanna sind wir dann am 14. August mit Gel\u00e4ndewagen und unseren Mopeds am Anh\u00e4nger Richtung Osten aufgebrochen. In Crivaia war unser St\u00fctzpunkt, den ich von meiner Tour im Juni bereits kannte. Hier ist ein gutes Restaurant und es gibt die M\u00f6glichkeit am Bauernhof zu \u00fcbernachten. Gerhard und ich sind von hieraus zu unseren Touren aufgebrochen, \u00fcber bereits bekannte und unbekannte Forststra\u00dfen haben wir sch\u00f6ne Touren unternommen. Manchmal haben wir uns auch verfahren und die Strecke war dann nicht mehr zu passieren. Hier sind wir richtig ins Schwitzen gekommen, und wir haben die Erkenntnis erlangt, dass speziell meine LC4 f\u00fcr diesen Zweck zu schwer ist. Es gibt aber genug sch\u00f6ne Strecken auf Forststra\u00dfen und Almen die ein Endurowandern erm\u00f6glichen. Die Strecke nach Lindenfeld hat uns am besten gefallen, zweimal sind wir sie gefahren. Hier haben wir auch eine deutschsprachige Auswandergruppe aus Rum\u00e4nien auf einer Alm getroffen. Wir sind gleich bewirtet geworden, Grillw\u00fcrste, K\u00e4se, Bier und Wien sind angeboten worden. Die Leute haben fr\u00fcher in Bredu Nou, Weidenthal, gewohnt und sind nach dem politischen Umsturz nach Bayern ausgewandert. Ihre Grundst\u00fccke haben sich jetzt wieder bekommen und verbringen die Ferien in der alten Heimat. Leider habe ich mich erk\u00e4ltet und konnte die letzte zwei Tage nicht mehr fahren, und am 21.8. sind wir wieder nach Wien gefahren.<\/p>\n<p>Meine zwei Mitreisenden waren \u00fcber die Sch\u00f6nheit Rum\u00e4niens begeistert, und auch sie werden wieder einmal kommen. Das Gebiet des Banats eignet sich optimal f\u00fcr Freunde des Offroadsfahren, egal ob mit Auto oder Motorrad, jeder wird hier seinen Weg finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table class=\" aligncenter\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<p><figure id=\"attachment_832\" aria-describedby=\"caption-attachment-832\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-832\" alt=\"Am Dreikreuzberg\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/dreikre.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-832\" class=\"wp-caption-text\">Am Dreikreuzberg<\/figcaption><\/figure><\/td>\n<td>\n<p><figure id=\"attachment_833\" aria-describedby=\"caption-attachment-833\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-833\" alt=\"Am Dreikreuzberg\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/dreikre1.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-833\" class=\"wp-caption-text\">Am Dreikreuzberg<\/figcaption><\/figure><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u00a9 Martin &#8211; Erstellt von Martin im August und September 2004 &#8211; Aktualisiert am 25.12.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere gro\u00dfe Tour f\u00fchrte uns nach Griechenland, Bulgarien, Rum\u00e4nien und Ungarn. 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