{"id":671,"date":"2012-12-23T18:15:10","date_gmt":"2012-12-23T16:15:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/?page_id=671"},"modified":"2019-06-23T16:49:30","modified_gmt":"2019-06-23T14:49:30","slug":"spanien-2003","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/touren\/spanien-2003\/","title":{"rendered":"Spanien 2003"},"content":{"rendered":"<p>Die gro\u00dfe Tour f\u00fchrte uns nach Spanien. Die Anreise sollte zuerst mit dem Autozug von M\u00fcnchen nach Narbonne erfolgen, der Zug f\u00e4hrt aber ab 2003 im Mai nur am Sonntag. Als Alternative w\u00e4hlten wir den Nachtzug von Wien nach Feldkirch. Die Abfahrt hat sich dann auf Grund meiner Augenoperation um einige Tage verz\u00f6gert, unserer Freund G\u00fcnter konnte leider krankheitsbedingt nicht mitfahren. Der Start der Tour war dann schlussendlich am 9. Mai 2003 und endete am 4. Juni 2003. Insgesamt war ich etwa 6500 km unterwegs.<\/p>\n<p>Teilnehmer: Franz, Gerhard P., Gerhard E., Herbert und Martin<\/p>\n<p><strong>Tag 1, Freitag, 9.5.2003 5 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Verladung auf den Zug<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_683\" aria-describedby=\"caption-attachment-683\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-683\" alt=\"Teilnehmer\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_teiln.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-683\" class=\"wp-caption-text\">Teilnehmer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine kurze Anreise zum Westbahnhof. Die Mopeds werden verladen, wir beziehen unser Abteil und die Schaukelei bis Feldkirch kann beginnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 2, Samstag, 10.5.2003 384 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Entlang der Schweizer Seen<\/em><\/p>\n<p>Feldkirch \u2013 Wattwill \u2013 Z\u00fcrich \u2013 Olten \u2013 Biel \u2013 Neuchatel \u2013 Pontalier &#8211; Champagnole \u2013 Marigny<\/p>\n<p>Im Zug erhalten wir noch ein Fr\u00fchst\u00fcck, das Abladen der Bikes ist schnell vorbei. Nach Feldkirch durchqueren wir einen Teil von Lichtenstein, die Stra\u00dfe nach Wattwill ist kurvig, wir k\u00f6nnen von oben schon den Z\u00fcricher See sehen. Durch Z\u00fcrich mit leichten Navigationsproblemen mit dem GPS, dann ein paar Kehren hinauf Richtung Wohlen. Jetzt wird es doch immer flacher, die Strasse ist gut ausgebaut und Verkehr ist nur in den St\u00e4dten. Vor Biel machen wir unsere Mittagspause, in Neuchatel geht es dann steil bergauf, der Berge der Jura beginnen. Die Grenze zu Frankreich wird schnell passiert und nun ist es nicht mehr weit zum Etappenziel Marigny. Der Campingplatz liegt am Lac de Chalain, und unsere Reisekassa wird zum erstmal strapaziert.<\/p>\n<p><strong>Tag 3, Sonntag, 11.5.2003 392 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Vom Jura ins Massif Central<\/em><\/p>\n<p>Marigny \u2013 Pont de Poitte \u2013 Bourg-en-Bresse \u2013 Lyon \u2013 St-Etienne \u2013 Yssingeaux \u2013 Saugues \u2013 Ruynes-en-Margeride<\/p>\n<p>Im Jura gibt es wenige Tankstellen, und am Sonntag ist nicht jede offen. Ein franz\u00f6sischer Mopedfahrer hilft uns aus, seine Plastikkarte akzeptiert der Tankautomat. Die Strecke nach Bourg-en-Bresse ist kurvig, Lyon und St-Etienne umfahren wir auf der Stadtautobahn. Jetzt sind wir im Zentralmassiv und das Mopedfahren macht wieder Spa\u00df. Der Campingplatz in Ruynes-en-Margeride liegt sch\u00f6n, in einer Bar gibt es Bier zum Aparativ, im Hotel bekommen wir ein wunderbares Men\u00fc serviert.<\/p>\n<p><strong>Tag 4, Montag, 12.5.2003 422 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Start im Nebel<\/em><\/p>\n<p>Ruynes-en-Margeride \u2013 St-Flour \u2013 Aurillac \u2013 Figeac \u2013 Montauban \u2013 Gimont \u2013 St-Gaudens \u2013 Aspet<\/p>\n<figure id=\"attachment_679\" aria-describedby=\"caption-attachment-679\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-679\" alt=\"Jura\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_jura.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-679\" class=\"wp-caption-text\">Jura<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Sichtweite ist heute eingeschr\u00e4nkt, bis St-Flour sehen wir nichts von der Gegend. Nun k\u00f6nnen wir die sch\u00f6ne Aussicht auf die D\u00f6rfer des Massif Central genie\u00dfen. Nach Montauban wird die Stra\u00dfe dann immer gerader, bis St-Gaudens gibt es nur wenige Kurven. Hier noch ein Kaffeepause mit Ausblick auf die Pyren\u00e4en. Nach Aspet doch wieder ein paar Kurven. Am Campingplatz sind wir die einzigen G\u00e4ste, mit dem Retourgeld gibt es Probleme, denn die Kassa ist noch leer. Wir geben der freundlichen Mademoiselle 14 Euro, die \u00fcbrigen 40 Cent darf sie behalten. Wir gehen hinauf in den Ort, der Wirt hat heute zu, der Supermarkt noch offen und wir speisen diesmal am Campingplatz.<\/p>\n<p><strong>Tag 5, Dienstag, 13.5.2003 266 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durch den Tunnel in die Sonne<\/em><\/p>\n<p>Aspet \u2013 Bagneres-de-Luchon \u2013 Aragounet \u2013 Ainsa \u2013 Arcusa \u2013 Abiego \u2013 Huesca<\/p>\n<p>Heute wieder Nebel. Von den Pyren\u00e4en sehen wir nichts, der Col des Ares w\u00e4re sch\u00f6n, aber keine Sicht. Nach Bagneres-de-Luchon der n\u00e4chste Col im Nebel, nach Aragnouet der Col de Bielsa. Hier wird die Sicht immer schlechter, oben fahren wir in den Tunnel. Gerade geht es kilometerlang hinunter, dann ein helles Licht. Am Ausgang des Tunnels sind wir in Spanien und die Sonne scheint. Die Pyren\u00e4en strahlen in der Sonne, die Grenzstation dient als Raststelle. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt uns hinunter nach Ainsa, hier zweigen wir von der Hauptstra\u00dfe ab und fahren auf Nebenstra\u00dfen weiter. Eine Fahrt entlang einer Schlucht, teilweise ist die Stra\u00dfe in die Schlucht hineingebaut. Nach Abiego geht es wieder auf einer Hauptstra\u00dfe nach Huesca. Hier h\u00e4tte ich auf das GPS vertrauen sollen, und nicht auf die Hinweisschilder f\u00fcr den Campingplatz. Der Platz ist neben dem Fu\u00dfballstadion, wir spazieren in die Stadt und in einem Restaurant bestellen wir mit einigen Schwierigkeiten Menus.<\/p>\n<p><strong>Tag 6, Mittwoch, 14.5.2003 296 km<\/strong><\/p>\n<p>Das Dorf am Bergkamm<\/p>\n<p>Huesca \u2013 Zaragoza \u2013 Carinena &#8211; Retascon \u2013 Monreal del Campo \u2013 Rodenas \u2013 Pozondon &#8211; Albarracin<\/p>\n<figure id=\"attachment_674\" aria-describedby=\"caption-attachment-674\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-674\" alt=\"Albarracin\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_albar.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-674\" class=\"wp-caption-text\">Albarracin<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Fahrt nach Zaragoza ist nicht sehr aufregend, in Zaragoza besichtigen wir unsere erste Kathedrale. Auf einer gut ausgebauten Stra\u00dfe fahren wir weiter Richtung Carinena. Die \u00dcberquerung der Sierra de Algairen ist der H\u00f6hepunkt der Stra\u00dfe. Nach Monreal del Campo biegen wir auf Nebenstra\u00dfen ab, wir fahren durch kleine D\u00f6rfer, Gerhard P. f\u00e4hrt schon lange mit der Reserve, Tankstellen gibt es hier keine. Nach Pozondon beginnen die Kurven, die Strecke geht bergauf und Bergab, am Schluss durch eine Schlucht. Im Etappenziel Albarracin ist dann doch eine Tankstelle, auftanken und jetzt besichtigen wir die kleine Stadt, die auf einem Berghang errichtet wurde. Die Steinh\u00e4user stehen oft bis zum Abgrund, im Inneren der Stadt enge steile Gassen, und eine Burg, die \u00fcber der Stadt errichtet ist, bilden ein sch\u00f6nes Gesamtbild.<\/p>\n<p><strong>Tag 7, Donnerstag, 15.5.2003 320 km<\/strong><\/p>\n<p>Warten auf Bus Nummer 7<\/p>\n<p>Albarracin \u2013 Cuenca \u2013 Taracon \u2013 Ocana \u2013 Toledo<\/p>\n<p>Durch den Tunnel fahren wir unter Albarracin hindurch, wieder durch die Schlucht, danach auf kurvigen Strassen Richtung Cuenca. Eine kurze Stadtrundfahrt, die Jause wird eingekauft und wir fahren nun auf einer Nationalstrasse Richtung Toledo. Die Anfahrt zum Campingplatz ist etwas seltsam beschrieben, nach einiger Zeit finden wir ihn aber doch. Der Platz ist au\u00dferhalb von Toledo, und wir fahren mit Bus Nummer 7 in die Stadt. In die Kathedrale kommen wir noch kurz vor dem zusperren hinein, danach wandern wir durch die sch\u00f6ne Stadt. Wir finden ein nettes Lokal, das Essen schmeckt sehr gut, und nach der St\u00e4rkung gehen wir zur\u00fcck zur Haltestelle. Viele Busse fahren, nur keine 7 ist dabei. Irgendwann geben wir auf, und fahren mit Taxis zum Campingplatz.<\/p>\n<p><strong>Tag 8, Freitag, 16.5.2003 0 km<\/strong><\/p>\n<p>Auf in die Hauptstadt<\/p>\n<p>Toledo \u2013 Madrid \u2013 Toledo<\/p>\n<figure id=\"attachment_698\" aria-describedby=\"caption-attachment-698\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-698\" title=\"Madrid\" alt=\"Madrid\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_emadri.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_emadri.jpg 400w, https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_emadri-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-698\" class=\"wp-caption-text\">Madrid<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Bus f\u00e4hrt heute wieder, zum Bahnhof m\u00fcssen wir dann noch ein St\u00fcck gehen. Der Zug bringt uns ins Zentrum Madrids. Unser Streifzug f\u00fchrt uns durch den Park del Retiro, zum Puerta del Sol, der Kathedrale, den K\u00f6nigspalast, den Plaza Mayor und wieder zur\u00fcck zum Bahnhof. Im alten Bahnhof ist ein Palmenhaus angelegt, unser Zug kommt p\u00fcnktlich und eine Stunde sp\u00e4ter sind wir wieder in Toledo. Diesmal klappt auch die Busverbindung zum Campingplatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 9, Samstag, 17.5.2003 320 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die umfunktionierte Moschee<\/em><\/p>\n<p>Toledo &#8211; Ciudad Real \u2013 Montoro &#8211; Cordoba<\/p>\n<figure id=\"attachment_676\" aria-describedby=\"caption-attachment-676\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-676\" alt=\"Cordoba\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_cordo.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-676\" class=\"wp-caption-text\">Cordoba<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute k\u00f6nnen wir uns wieder auf unsere Fahrzeuge verlassen, die Nationalstrasse nach Ciudad Real bietet wenig H\u00f6hepunkte, \u00fcber die Sierra del Rey sind doch ein paar Kurven. In Montoro halten wir auf einen Kaffee, und weiter nach Cordoba. Wieder mit dem Bus in die Innenstadt, diesmal steigen wir zu sp\u00e4t aus, die Strecke ist nun etwas weiter. Durch das Judenviertel gelangen wir zur Mezquita. Die Moschee wurde nach dem Sieg \u00fcber die Mauren als Kirche umfunktioniert. Die \u00fcber tausend S\u00e4ulen und die Basilika sind schon sehr beeindruckend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 10, Sonntag, 18.5.2003 136 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die hei\u00dfe Stadt<\/em><\/p>\n<p>Cordoba \u2013 Posadas \u2013 Lora del Rio \u2013 Sevilla<\/p>\n<figure id=\"attachment_700\" aria-describedby=\"caption-attachment-700\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-700\" alt=\"Sevilla\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_esevil.jpg\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_esevil.jpg 300w, https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_esevil-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-700\" class=\"wp-caption-text\">Sevilla<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Strecke ist nicht sehr aufregend, wir \u00fcberbr\u00fccken sie sehr rasch. Wir gewinnen dadurch einen Tag, den wir sp\u00e4ter als Ruhetag nutzen. Der Campingplatz ist angrenzend am Flughafen, die Einfahrt von der Autobahn schlecht beschildert, und so m\u00fcssen wir eine Ehrenrunde drehen. Mittags f\u00e4hrt ein Bus nach Sevilla, in Rekordzeit stellen wir die Zelte auf, und schon sind wir Richtung Innenstadt unterwegs. Unser Rundgang beginnt am Plaza de Espania, durch den Parque Maria Luisa, vorbei am Nobelhotel Alfonso XIII, an den Flu\u00df, zur Stierkampfarena und schlussendlich zur Kathedrale. Hier ersparen wir uns unbewusst den Eintritt, vom Turm haben wir einen herrlichen Ausblick auf die Stadt. Es geht nun wieder zur\u00fcck zur Bushaltestelle, die Thermometer zeigen 38 Grad an, und im Schatten schmeckt das Cerveza heute besonders gut. Am Campingplatz unterst\u00fctzen wir noch einen deutschen Motorradfahrer, sein Kupplungseil ist gerissen, wir haben ein Seil mit und schenken ihm es.<\/p>\n<p><strong>Tag 11, Montag, 19.5.2003 182 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Besuch bei Onkel Pepe<\/em><\/p>\n<p>Sevilla \u2013 Jerez de la Fontera \u2013 El Puerto de Santa Maria \u2013 Cadiz &#8211; El Puerto de Santa Maria<\/p>\n<p>Sevilla wird auf der Autobahn umfahren, nach Jerez ist es auch nicht sehr weit. Wir besuchen hier eine Sherry Bodega. Bei Tio (= Onkel) Pepe bekommen wir alles Rund um den Sherry erkl\u00e4rt. Zum Abschluss werden die verschiedenen Sorten noch verkostet, im Gesch\u00e4ft werden dann noch einige Flaschen mitgenommen. Der Campingplatz liegt in El Puerto de Santa Maria, wir gehen zum Strand, und k\u00f6nnen uns im Atlantik ein wenig abk\u00fchlen. Wir fahren dann noch \u00fcber eine riesige und beeindruckende Br\u00fccke nach Cadiz, das Abendessen ist dann in El Puerto de Santa Maria. Im Restaurant hat sich eine Wienerkolonie gegr\u00fcndet, gleich drei Tische sind im \u00f6sterreichischen Besitz.<\/p>\n<p><strong>Tag 12, Dienstag, 20.5.2003 268 km<\/strong><\/p>\n<p>Von Spanien nach Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p>El Puerto de Santa Maria \u2013 Conil de la Fontera \u2013 Barbate \u2013 Zahara \u2013 Los Barrios \u2013 Gibraltar \u2013 Estepona \u2013 Marbella<\/p>\n<figure id=\"attachment_678\" aria-describedby=\"caption-attachment-678\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-678\" alt=\"Gibraltar\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_gibra.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-678\" class=\"wp-caption-text\">Gibraltar<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf anraten des deutschen Motorradfahrers bestellen wir die Eintrittskarten f\u00fcr die Alhambra. Ich rufe meine Arbeitskollegen Karl an, der bucht die Karten im Internet und schickt mir dann die Bestellnummer per SMS auf Handy. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir bis Conil auf der Nationalstra\u00dfe, dann biegen wir ab. Die kurvenreiche Nebenstra\u00dfe f\u00fchrt durch einen Nationalpark, in Barbate halten wir zum einkaufen. Weiter durch die Sierra de Retin wieder zur\u00fcck auf die Hauptstra\u00dfe. Bis Facinas ist es nur ein kurzes St\u00fcck, weiter auf einer Nebenstra\u00dfe. Die ist Anfangs noch asphaltiert, auf einem Schotterweg fahren wir weiter Richtung Los Barrios. Wir sehen dann den Felsen von Gibraltar, wir machen einen Abstecher nach Gro\u00dfbritannien. An der Grenze ist wenig los, wir \u00fcberqueren das Flugfeld, der Verkehr ist hier ganz sch\u00f6n dicht, zum Gl\u00fcck m\u00fcssen wir nicht auf der linke Seite fahren. Am Punta de Europa sehen wir im Dunst Afrika, Marokko ist zum greifen nahe. Den Affenfelsen lassen wir wegen \u00fcberh\u00f6hten Eintrittspreisen aus. Nun geht es an der Nationalstra\u00dfe entlang der Costa del Sol, hier ist viel Verkehr und eine Ferienhausanlage nach der anderen. Bei Marbella ist unser Campingplatz.<\/p>\n<p><strong>Tag 13, Mittwoch, 21.5.2003 287 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Zum Fu\u00df der Sierra Nevada<\/em><\/p>\n<p>Marbella \u2013 Ronda \u2013 Alora &#8211; Antequera \u2013 Archidona \u2013 Alhama \u2013 Ventas \u2013 Granada<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen ein St\u00fcck Richtung Westen fahren, die Stra\u00dfe nach Ronda ist nach unserem Geschmack, endlich wieder viele Kurven. Ronda ist durch eine Schlucht geteilt, \u00fcber die Puente Nueva gelangen wir in den anderen Teil. Wir besuchen die Stierkampfarena, sie ist die \u00e4lteste von Spanien. Die Route ist heute wieder optimal zum Motorradfahren, h\u00fcgelig und kurvenreich. In Antequera halten wir zum einkaufen, wir finden danach wieder einen Platz zum Rasten, und weiter Richtung Alhama. Unserer Etappenziel r\u00fcckt immer n\u00e4her, und die Berge der Sierra Nevada immer gr\u00f6\u00dfer. In Granada stellen wir unserer Zelt nun f\u00fcr zwei N\u00e4chte auf, und besuchen am Abend noch die Stadt.<\/p>\n<p><strong>Tag 14, Donnerstag, 22.5.2003 96 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Sierra Nevada und Alhambra<\/em><\/p>\n<p>Granda \u2013 Sierra Nevada &#8211; Granada<\/p>\n<figure id=\"attachment_696\" aria-describedby=\"caption-attachment-696\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-696\" alt=\"Alhambra\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_egrana.jpg\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_egrana.jpg 300w, https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_egrana-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-696\" class=\"wp-caption-text\">Alhambra<\/figcaption><\/figure>\n<p>Morgens kommt noch ein Fax mit der Buchungsbest\u00e4tigung, von 17.30 bis 18.00 Uhr ist unser Eintritt in den Nasridenpalast. Wir nutzen den Vormittag um auf die Sierra Nevada zu fahren. Eine gut ausgebaute Strasse, heute fahren wir ohne Gep\u00e4ck, bergauf und viele Kurven, das Bergrennen kann beginnen. Die rasante Fahrt endet bei 2500 m, fr\u00fcher war die Weiterfahrt bis \u00fcber 3000 m m\u00f6glich, jetzt versperrt ein Schranken die Einfahrt in den Nationalpark. Wieder hinunter nach Granda, Mittagessen und kurz Siesta. Mit dem Bus zur Alhambra, wir erhalten nach Vorlage der Best\u00e4tigung unsere Tickets, und wandern durch die Anlagen der Alhambra. Kurz nach 17.30 Uhr gehen wir in den Nasridenpalast. Von au\u00dfen wirkt die Anlage recht n\u00fcchtern, innen ist sie wohl einer der sch\u00f6nsten Kulturst\u00e4tten der Welt. Beeindruckend was die Araber hier vor \u00fcber 750 Jahre gebaut haben. Wir besuchen noch die Alcazaba, den \u00e4ltesten Teil der Festung, f\u00fcr die G\u00e4rten des Generalife bleibt uns leider keine Zeit mehr. Wir wandern hinunter nach Granada, und fahren mit dem Bus zum Campingplatz, und genie\u00dfen noch ein gutes Abendessen.<\/p>\n<p><strong>Tag 15, Freitag, 23.5.2003 285 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Querung der Sierra Nevada<\/em><\/p>\n<p>Granada \u2013 Guadix \u2013 Lacalahorra \u2013 Gador \u2013 Sorbas \u2013 Vera &#8211; Aguilas<\/p>\n<figure id=\"attachment_682\" aria-describedby=\"caption-attachment-682\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-682\" alt=\"Sierra Nevada\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_sierra.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-682\" class=\"wp-caption-text\">Sierra Nevada<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir fahren durch ein sch\u00f6nes Tal Richtung Guadix. An den H\u00f6hlenwohnungen bei Guadix vorbei, bei Lacalahorra beginnt der Anstieg auf den einzigen Pass \u00fcber die Sierra Nevada. Oben finden wir einen sch\u00f6nen Rastplatz f\u00fcr unsere Mittagspause. Nach Gador beginnt die El Desierto, hier entstand ein Mini Hollywood. Etliche Western wurden hier gedreht, wir glauben, dass Clint Eastwood uns jeden Moment entgegen reitet. In Sorbas trinken wir einen Kaffee und viel Wasser, auch die Hitze ist wie in den Filmen. Es geht immer mehr bergab, bei Vera fahren wir die K\u00fcste entlang bis Agulias. Heute schlafen wir in der ersten Reihe, der Strand ist gleich angrenzend. Das Wasser ist etwas k\u00e4lter als der Atlantik, eine Abk\u00fchlung tut aber gut. In der Nacht wird es st\u00fcrmisch, das Zelt von Franz und mir neigt sich bedrohlich, und dann bricht noch eine Stange und schlitzt das Au\u00dfenzelt auf einer L\u00e4nge von 50cm auf. Provisorisch wird repariert und das Zelt abgespannt.<\/p>\n<p><strong>Tag 16, Samstag, 24.5.2003 285 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Durch Murcia<\/em><\/p>\n<p>Aguilas \u2013 Morata \u2013 Canovas \u2013 Los Martinenz \u2013 San Miguel \u2013 Guardamar \u2013 Alicante \u2013 Villajoyosa<\/p>\n<p>Es geht wieder in die H\u00fcgel, durch die Sierra Almenara. Bei El Pareton zweigen wir auf Nebenstra\u00dfen ab, und fahren durch die durch Plastikplanen abgedeckten Obst und Gem\u00fcseplantagen. Die Stra\u00dfen sind teilweise holprig, dann wieder sch\u00f6n ausgebaut. Bei Guardarmar fahren wir entlang der Costa Blanca, durch Alicante und an den Betonburgen vorbei zu unserem Campingplatz. Das Restaurant hat noch nicht offen, wir wollen uns heute eine Suppe kochen, doch unsere Eink\u00e4ufer kommen mit einer Bratenso\u00dfe daher. Wir experimentieren mit Brot und Wurst als Beilage, die \u201eSuppe\u201c schmeckt einigerma\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Tag 17, Sonntag, 25.5.2003 355 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Eine kalte Nacht<\/em><\/p>\n<p>Villajoyosa &#8211; Benidorm \u2013 Alcoy \u2013 Xativa \u2013 Carlat \u2013 Chiva \u2013 Segorbe \u2013 Rubielos de Mora \u2013 La Virgen de la Vega<\/p>\n<figure id=\"attachment_675\" aria-describedby=\"caption-attachment-675\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-675\" alt=\"Benidorm\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_beni.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-675\" class=\"wp-caption-text\">Benidorm<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir lassen die Skyline von Benidorm hinter uns, die Strecke f\u00fchrt uns wieder in die Berge. In Alcoy gibt es eine Burg, wir fahren hinauf und trinken einen Kaffee. Die Strecke nach Xativa und bis nach Chiva ist fast nur gerade, aber damit umfahren wir Valencia. Jetzt wird es wieder anspruchvoller, in einer kleinen Ortschaft halten wir auf einen Kaffee. Weiter auf der Nationalstra\u00dfe, dann zweigen wir Richtung Rubielos de Mora ab. Jetzt sind wir in der Sierra de Gudar, und in La Virgen de la Vega ist unser Campingplatz. Der Ort liegt auf etwa 1400 m H\u00f6he, es ist leicht bew\u00f6lkt und in der Nacht sinkt die Temperatur doch betr\u00e4chtlich ab.<\/p>\n<p><strong>Tag 18, Montag, 26.5.2003 311 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Wieder zur\u00fcck ans Meer<\/em><\/p>\n<p>La Virgen de la Vega \u2013 Gudar \u2013 Cantavieja \u2013 Forcall \u2013 Monroyo \u2013 Calaceite \u2013 Mora d\u2019\u00c9bre \u2013 Cambrills<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck in einer Bar weiter nach Gudar. Die Strecke ist sch\u00f6n, das Motorradfahren macht Spa\u00df, leider werden diese Strecken aber oft begradigt. Irgendwo geht dann Gerhard E. der Sprit aus, wir f\u00fcllen aus Herberts Tank eine Flasche auf und so hat Gerhard wieder Sprit. Die Pause nutzen wir gleich zum Mittagessen. Zur n\u00e4chsten Tankstelle waren es dann doch noch \u00fcber 10 km, hier tanken wir alle wieder auf. Die Strecke ist weiterhin sch\u00f6n, nach Mora d\u2019Ebre biegen wir auf eine schmale Nebenstra\u00dfe ab, teilweise holprig, und sie endet an der K\u00fcste.<\/p>\n<p><strong>Tag 19, Dienstag, 27.5.2003 0 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Ruhetag<\/em><\/p>\n<p>Gambrills<\/p>\n<p>Nach etwa 4600 km machen wir eine Tag Pause. L\u00e4nger schlafen, Siesta, Strandspaziergang, Cerveza und eine Paella am Abend.<\/p>\n<p><strong>Tag 20, Mittwoch, 28.5.2003 199 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Der zers\u00e4gte Berg<\/em><\/p>\n<p>Gambrills \u2013 Reus \u2013 Montblanc \u2013 Igualada \u2013 Monistrol de Montserrat \u2013 Martorell &#8211; Castelldefels<\/p>\n<figure id=\"attachment_681\" aria-describedby=\"caption-attachment-681\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-681\" alt=\"Mont Serrat\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_serrat.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-681\" class=\"wp-caption-text\">Mont Serrat<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Stra\u00dfe nach Reus und Montblanc ist wenig aufregend, dann fahren wir durch das h\u00fcgelige Katalonien. An kleinen Ortschaften vorbei nach Igualada, wir sehen nun schon das bizarre Bergland. Der Gebirgszug Montserrat tr\u00e4gt seinen Name nicht umsonst, er ist der zers\u00e4gte Berg. Im Berg eingebettet ist ein Kloster, wo die Schutzheilige Kataloniens verehrt wird. Franz und Gerhard P. fahren mit der Standseilbahn den Berg hinauf, der Rest schaut sich das Kloster an. Im Restaurant treffen wir uns wieder, danach entdecken wir noch eine sch\u00f6ne Stra\u00dfe. Nach Martorell fahren wir Richtung Barcelona, der Verkehr wird dichter, der Campingplatz in Castelldefels wird nach einigen Suchen doch noch gefunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 22, Donnerstag, 29.5.2003 0 km<\/strong><\/p>\n<p>Die Metropole am Mittelmeer<\/p>\n<p>Castelldefels \u2013 Barcelona &#8211; Castellfels<\/p>\n<figure id=\"attachment_693\" aria-describedby=\"caption-attachment-693\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-693\" alt=\"Barcelona\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_ebarcb.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_ebarcb.jpg 400w, https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/f_ebarcb-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-693\" class=\"wp-caption-text\">Barcelona<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute besuchen wir Barcelona, mit dem Bus fahren wir bis zum Placa d\u2019\u00c8spanya. Mit der klimatisierten U-Bahn bis zum Anfang der Rambles. Durch die Flaniermeile gehen wir Richtung Hafen. Wir besuchen eine herrliche Markthalle, die Kathedrale und wieder auf die Rambles. Jetzt ein k\u00fchles Cerveza, unser Finanzministar staunt aber dann \u00fcber den Preis, 30 Euro f\u00fcr f\u00fcnf Bier. Am Hafen benutzen wir eine Seilbahn, und erhalten einen herrlichen Ausblick auf Barcelona. Auf der einen Seite das Meer, die Stadt eingebettet in den Bergen. Die eine Endstelle ist am Mont Juic, wir wandern hinunter zur n\u00e4chsten U-Bahn Station und fahren zur La Sagrada Familia. Die von Gaudi entworfene Kirche hat einen eigenen Stil. Franz und ich fahren ins Stadium Nou Camp, die \u00dcbriegn wieder zur Rambles. Wir machen eine F\u00fchrung im Stadium, sehen ein paar Spieler des FC Barcelona, und wir treffen uns bei den Rambles wieder. Bei der Heimfahrt steigt eine Gruppe Italiener ein, sie waren auf einer Messe. Trotz Sprachschwierigkeiten haben wir unseren Spa\u00df, bis der Bus eingeht. Nichts geht mehr, der n\u00e4chste Bus kommt nach 40 Minuten, der ist aber voll, der Fahrer bleibt kurz stehen, gibt aber gleich wieder Gas. 20 Minuten sp\u00e4ter endlich unser Bus. Den Tio Pepe, den wir vorsorglich im Supermarkt eingek\u00fchlt haben, k\u00f6nnen wir nicht mehr trinken, da schon zugesperrt ist.<\/p>\n<p><strong>Tag 23, Freitag 30.5.2003 361 km<\/strong><\/p>\n<p>Adios Espana<\/p>\n<p>Castelldefels \u2013 Martorell \u2013 Sallent \u2013 Berga \u2013Puigcerda \u2013 Mont-Louis \u2013 Quilian \u2013 Carcassonne &#8211; Villemoustaussou<\/p>\n<figure id=\"attachment_680\" aria-describedby=\"caption-attachment-680\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-680\" alt=\"Pyren\u00e4en\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_pyren.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-680\" class=\"wp-caption-text\">Pyren\u00e4en<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Tio Pepe wird in die Thermoskanne abgef\u00fcllt, wir fahren Richtung Martorell. Die Beschriftung aus Barcelona ist mangelhaft, so werden wir in einem gro\u00dfen Bogen herumgelost. An Montserrat vorbei fahren wir Richtung Pyren\u00e4en. In Berga der letzte Versorgungsstopp in Spanien. Die Stra\u00dfe auf den Coll de Pal ist asphaltiert, auf der anderen Seite eine Schotterstra\u00dfe. Herbert und ich fahren ein St\u00fcck voraus, die Stra\u00dfe hat doch ihre T\u00fccken, unsere drei Begleiter m\u00fcssen umdrehen und wir treffen uns in Puigcerda wieder. Nach wenigen Kilometern sind wir in Frankreich, guter Asphalt und sch\u00f6ne Stra\u00dfen f\u00fchren uns aus den Pyren\u00e4en. Nach Carcassonne unser Campingplatz, in Villemoustaussou sind die Schilder zum Restaurant nur zur Zierde, wir finden aber doch noch ein Bistro. Der Tio Pepe ist noch k\u00fchl, und wir genie\u00dfen den Sherry und die Ruhe auf dem Campingplatz.<\/p>\n<p><strong>Tag 24, Samstag, 31.5.2003 315 km<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00dcber H\u00fcgel und durch Schluchten<\/em><\/p>\n<p>Villemoustaussou \u2013 Caunes-Minervois \u2013 St Pons de Thomieres \u2013 Requista \u2013 Millau \u2013 Ste Enimie \u2013 Meyrueis<\/p>\n<p>Bis Caunes-Minervois ist die Stra\u00dfe kein Highlight, dann kommen wir ins Zentralmassiv. Hier macht das Motorradfahren wieder Spa\u00df. \u00dcber viele kleine Cols schl\u00e4ngt sich die Stra\u00dfe durch den Parc Naturel du Haut Languedoc. Von Requista nach Millau ist die Stra\u00dfe wieder gerade, nach Millau fahren durch den Gorges du Tarn, einer herrlichen Schlucht. Jetzt sind wir in den Chevennen, wir machen noch eine Schleife nach Ste Enime und erreichen dann unser Etappenziel Meyruis.<\/p>\n<p><strong>Tag 25, Sonntag, 1.6.2003 344 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein kleiner Ausrutscher<\/em><\/p>\n<p>Meyruis \u2013 Florac \u2013 St Ambroix \u2013 Aubenas \u2013 Privas \u2013 Crest \u2013 Chabeuil \u2013 Choranche \u2013 Autrans<\/p>\n<p>Die Chevennen erweisen sich als Motorradgegend. Heute sind die einspurigen Fahrzeuge meist in der \u00dcberzahl, kein Wunder bei diesen Stra\u00dfen. Die Busfahrer sollten aber daheim bleiben oder die Kurven ausfahren. Schmale, kurvige und teilweise holprige Stra\u00dfen f\u00fchren uns aus den Chevennen. Eine der letzten Kurven ist Franz dann doch zu eng, er w\u00e4hlt den Weg in den Stra\u00dfengraben und st\u00fcrzt. Passiert ist zum Gl\u00fcck nichts, der Lenker steht nur ein wenig schief. Wir lockern die Schrauben, verzweifeln an einer Schraube, die bringen wir nicht auf. mittels einfedern wird der Lenker wieder fast gerade, wir st\u00e4rken uns und fahren weiter. Die Br\u00fccke \u00fcber die Rhone ist gesperrt, wir m\u00fcssen zur N\u00e4chsten fahren, die Auffahrt ist versteckt, wir finden aber den Weg. Nach Chabeuil fahre ich ein wenig orientierungslos \u00fcber die ersten Cols der Alpen. Es folgt noch eine Fahrt durch eine beeindruckende Schlucht, und schlussendlich erreichen wir den Campingplatz in Autrans.<\/p>\n<p><strong>Tag 26, Montag, 2.6.2003 445 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Die K\u00f6nigsetappe<\/em><\/p>\n<p>Autrans \u2013 Grenoble \u2013 Albertville \u2013 Chamonix \u2013 Martigny \u2013 Sion \u2013 Brig \u2013 Andermatt &#8211; Disentis<\/p>\n<figure id=\"attachment_677\" aria-describedby=\"caption-attachment-677\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-677\" alt=\"Furkapass\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/e_furka.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-677\" class=\"wp-caption-text\">Furkapass<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es geht steil bergab nach Grenoble. Durch die Stadt, dann ist die Stra\u00dfe nach Albertville \u00e4u\u00dferst m\u00fchsam, die Ortschaft nach der Anderen, Ampeln und viele Kreisverkehre. Nach Albertville wird die Strecke wieder interessanter, wir finden auch noch einen sch\u00f6nen Rastplatz. Vor Chamoix kommen wir in ein Gewitter, der erste Regenschauer seit Beginn der Reise. Der Mont Blanc h\u00fcllt sich diesmal in Wolken, es regnet immer wieder. Die Stra\u00dfe auf den Col de la Forclaz ist nass, hinunter trocken, wir sehen im Tal Martigny. Am Hauptplatz fahren wir am Lokal vorbei, wo es keinen Lundi zum Essen gab, trinken einen Kaffee und weiter nach Sion und Brig. Jetzt geht es wieder bergauf, die Stra\u00dfe ist trocken, am Rand noch meterhohe Schneewechten und der Furkapa\u00df ist unsere h\u00f6chste \u00dcberquerung dieser Tour. Hinunter ist die Stra\u00dfe wieder nass, nach Andermatt auf trockener Stra\u00dfe der Oberalppa\u00df. Auch hier ist beim Bergabfahren die Stra\u00dfe nass, und wir erreichen Disentis. Der Campingplatz wird umgebaut, es ist alles ein wenig provisorisch, die Grillw\u00fcrsteln schmecken trotzdem gut. Beim Zelt bricht wieder einmal eine Stange, diese eine Nacht h\u00e4lt es aber noch aus.<\/p>\n<p><strong>Tag 27, Dienstag, 3.6.2003 227 km<\/strong><\/p>\n<p>Der Generalstreik<\/p>\n<p>Disentis \u2013 Ilanz \u2013 Flims \u2013 Chur \u2013 Landquart \u2013 Vaduz \u2013 Feldkirch \u2013 Lindau \u2013 Feldkirch<\/p>\n<p>Das Zelt wird entsorgt, wir starten Richtung Ilanz. Bei Films geht es noch einmal bergauf, in Landquart verabschieden wir uns von Gerhard E. und Herbert. Die Beiden fahren nach Zell am See und am Mittwoch weiter nach Wien. Zu Dritt fahren weiter Richtung Liechtenstein. Mittags sind wir in Feldkirch, wollen uns die Karten f\u00fcr den Autoreisezug kaufen, heute nicht, sagt uns die nette Dame am Fahrkartenstand. Es ist ein Generalstreik in \u00d6sterreich, die Bahn f\u00e4hrt heute nicht, der Autoreisezug in der Nacht wird aber fahren. Diesen Zug wollte ich sowieso nehmen, es bleibt mir noch genug Zeit um meine Verwandten in Lindau zu besuchen. Franz und Gerhard wollen nicht warten und fahren heim. Ich fahre auf der Autobahn nach Bregenz und besuche Tante und Onkel in Lindau. Am Abend wieder retour nach Feldkirch und kurz vor Mitternacht wird dann mein Moped auf den Autoreisezug verladen, ich bekomme mein eigenes Abteil im Liegewagen.<\/p>\n<p><strong>Tag 28, Mittwoch, 4.6.2003 7 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Wieder daheim<\/em><\/p>\n<p>Mit zwei Stunden Versp\u00e4tung bin ich wieder in Wien, nur mehr die kurze Strecke vom Westbahnhof nach D\u00f6bling.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt war ich 6508 km unterwegs. Die iberische Halbinsel hat uns allen gut gefallen, die Stra\u00dfen sind wenig befahren und meist in einem guten Zustand. Das Landesinnere ist zum Motorradfahren weniger interessant, daf\u00fcr sind die Kulturst\u00e4tten sehr beeindruckend. Ab der Costa del Sol war die Route durch die Berge entlang der K\u00fcste auch zum Motorradfahren sch\u00f6n. In die Pyren\u00e4en werden wir sicher noch einmal fahren, in Frankreich haben wir auch sch\u00f6ne Gebiete entdeckt, und die Alpen sind sicher das Mekka f\u00fcr uns Motorradfahrer. Die Route habe ich zuerst mit Autoroute geplant, dann f\u00fcr den Streetpilot 3 mit Mapsource. Das GPS war als Orientierungshilfe in den St\u00e4dten sehr n\u00fctzlich, \u00dcberland ist es eigentlich \u00fcberfl\u00fcssig. Die Campingpl\u00e4tze habe ich aus dem ADAC Campingf\u00fchrer ausgesucht. Als Karten habe ich f\u00fcr die Schweiz eine Karte von Freytag &amp; Berndt 1:450.000, f\u00fcr Frankreich K\u00fcmmerly + Frey 1:800.000 und f\u00fcr Spanien Freytag &amp; Berndt 1:700.000 verwendet. Der Ma\u00dfstab der Spanien- und Frankreichkarte war zu grob, besser w\u00e4re ein Ma\u00dfstab 1:500.000 oder darunter gewesen.<\/p>\n<p>\u00a9 Martin &#8211; Erstellt von Martin im Juni 2003 &#8211; Aktualisiert am 23.12.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gro\u00dfe Tour f\u00fchrte uns nach Spanien. 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