{"id":528,"date":"2012-10-14T17:19:35","date_gmt":"2012-10-14T15:19:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/?page_id=528"},"modified":"2019-06-23T16:49:11","modified_gmt":"2019-06-23T14:49:11","slug":"sardinien-2002","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/touren\/sardinien-2002\/","title":{"rendered":"Sardinien 2002"},"content":{"rendered":"<p>Die erste gro\u00dfe Tour des Jahres f\u00fchrte uns nach Sardinien. In einer 3 Mann Gruppe sind wir \u00fcber Livorno mit der F\u00e4hre auf die zweitgr\u00f6\u00dfte Insel des Mittelmeer gefahren. Der Start der Tour war am 1.Mai 2002 und endete am 11. Mai 2002. Insgesamt waren wir etwa 3900km unterwegs.<br \/>\nTeilnehmer: Martin, Werner und Werner 2<\/p>\n<p><strong>Tag 1, Mittwoch 1.5.2002 445 km<\/strong><br \/>\n<em>Bis an die Grenze<\/em><br \/>\nWien &#8211; Guntramsdorf &#8211; Gloggnitz &#8211; Feistritzsattel &#8211; Birkfeld- Mixnitz &#8211; Peggau &#8211; Gratwein &#8211; K\u00f6flach &#8211; Packsattel &#8211; Wolfsberg &#8211; V\u00f6lkermarkt &#8211; Ferlach &#8211; Arnoldstein<\/p>\n<figure id=\"attachment_534\" aria-describedby=\"caption-attachment-534\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-534 \" title=\"teil\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/teil.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-534\" class=\"wp-caption-text\">Guntramsdorf<\/figcaption><\/figure>\n<p>Treffpunkt ist die Tankstelle Guntramsdorf. Hermann ist auch gekommen, er f\u00e4hrt mit uns bis Mittags mit. Bis Gloggnitz fahren wir auf der Autobahn, der Feistritzsattel ist unsere erste Bergwertung. Durchs Feistritztal fahren wir bis Birkfeld, dann hin\u00fcber nach Mixnitz. Die Mittagspause ist nun f\u00e4llig, wir genie\u00dfen die Backhendl, nur Hermann ist traurig, er muss wieder nach Hause fahren. Wir umfahren Graz auf kleinen kurvigen Stra\u00dfen und erreichen K\u00f6flach. Die Pack ist sch\u00f6n ausgebaut, der Griffner Berg ist keine Herausforderung f\u00fcr uns, nach V\u00f6lkermarkt geht es Richtung Rosental und in Feistritz noch eine Jause. In Arnoldstein finden wir eine zu teure Privatpension und essen noch ein Gordon bzw. Schnitzel.<br \/>\n<br \/>\n<strong>Tag 2, Donnerstag 2.5.2002 579 km<\/strong><br \/>\n<em>In Richtung F\u00e4hre<\/em><br \/>\nArnoldstein &#8211; Tarvisio &#8211; Gemona &#8211; Osoppo &#8211; Portoguaro &#8211; Venezia &#8211; Ferrara &#8211; Bologna &#8211; Massa Marconi &#8211; Porretta Terme &#8211; Bagni di Lucca &#8211; Lucca &#8211; Livorno<\/p>\n<p>Das Fr\u00fchst\u00fcck ist wie fr\u00fcher, zwei Semmeln, Butter und Marmelade. Hierher kommen wir nicht wieder. Durchs Kanaltal fahren wir bis Gemona und bis vor Pordenone. Nun geht es auf die Autostrada Richtung Venezia. Nach Padova m\u00fcssen wir das Regengewand anziehen. Nach Bologna fahren wir auf die Bundesstra\u00dfe \u00fcber den Apennin. In Porretta Terme ziehen wir das Regengewand aus und kaufen uns Kaffee und Kipferl. Wir wollen nun auf die SS 12 wechseln und fahren Richtung Bagni di Lucca. Der Regen f\u00e4ngt wieder an, ab ins Gewand und wieder weiter. In Lucca der \u00fcbliche Stadtverkehr und danach auf der Autostrada nach Livorno. Den Hafen kennen wir ja schon gut, wir checken ein, und fahren wenig sp\u00e4ter auf die F\u00e4hre. Die Mopeds werden angebunden, wir gehen in unsere Kabine. Die ist gro\u00df, f\u00fcnf Personen h\u00e4tten hier Platz und die Dusche ist nach dem anstrengenden Tag herrlich. Abendessen noch im Selbstbedienungsrestaurant und danach fallen wir m\u00fcde in die Koje.<br \/>\n<br \/>\n<strong>Tag 3, Freitag 3.5.2002 84 km<\/strong><br \/>\n<em> Zelt aufbauen oder im Container wohnen<\/em><br \/>\nOlbia &#8211; Arzachena &#8211; Palau &#8211; Santa Teresa &#8211; Torre Vignola<\/p>\n<p>Die Nacht am Schiff war bis auf einige Schnarchger\u00e4usche ruhig, wir werden von der Durchsage, dass wir bald in Sardinien eintreffen geweckt. Aufs Deck kommen wir nicht hinaus, in der Bar gibt es Kaffee und Kipferl. Die Fensterscheibe ist nass, es wird doch nicht regen? Es regnet wirklich, aber vorerst sieht es nicht so schlecht aus. Wir fahren aus Olbia heraus Richtung Arzachena. Der Regen wird nun aber doch st\u00e4rker und wieder einmal ins Regengewand. Nach Arzachena zweigen wir ab, ich erwische die falsche Abzweigung und wir landen auf einer unbefestigten Strasse. Es ist unangenehm hier zu fahren, die Strecke ist recht aufgeweicht und rutschig. Die Passage lassen wir aber problemlos hinter uns, nur unsere Motorr\u00e4der sind recht schmutzig. Dies erfreut meinen beiden Mitreisenden nicht sehr, wo werden sie die Bikes waschen k\u00f6nnen? Bei Torre Vignola ist der Campingplatz, wir stellen unsere Mopeds ab und warten. Der Regen scheint aufzuh\u00f6ren, aber wann? Nehmen wir uns einen Container? Zuerst fr\u00fchst\u00fccken, dann eine Campingplatzbesichtigung, es wird immer heller und schlussendlich entschlie\u00dfen wir uns, das Zelt aufzubauen. Wir haben uns eingerichtet, die beiden Werners organisieren einen K\u00fcbel und der kurze Schlauch der Wasserentnahme wird zum Waschen umfunktioniert. Abends genie\u00dfen wir Pizza, und sp\u00e4ter gibt es eine Flasche Vino Rosso.<br \/>\n<\/p>\n<p><strong>Tag 4, Samstag, 4.5.2002 375km<\/strong><br \/>\n<em>In die Berge und zur Westk\u00fcste<\/em><br \/>\nTorre Vignola &#8211; Aglientu &#8211; Tempio &#8211; Perfugas &#8211; Nulvi &#8211; Ploaghe &#8211; Thiesi &#8211; Romana &#8211; Monteleone &#8211; Villanova &#8211; Bosa &#8211; Alghero &#8211; Sassari &#8211; Castelsardo &#8211; Torre Vignola<\/p>\n<figure id=\"attachment_569\" aria-describedby=\"caption-attachment-569\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-569\" title=\"castels\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/castels-300x225.jpg\" alt=\"Castelsardo\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/castels-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/castels.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-569\" class=\"wp-caption-text\">Castelsardo<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Sonne scheint, der mitgenommene Falttisch ist \u00e4u\u00dferst angenehm und das selbst gemachte Fr\u00fchst\u00fcck schmeckt, was willst du mehr. Nach Aglientu geht es kurvig hinauf, die Stra\u00dfe ist sch\u00f6n, wie alle Stra\u00dfen auf Sardinien. An Tempio vorbei, ein paar dunkle Wolken ziehen vor uns her. Wir bekommen nur ein paar Tropfen ab, und die Stra\u00dfe ist leider nass. Bald ist sie aber trocken und jetzt macht das fahren wieder richtig Spa\u00df. Wir kaufen unser Mittagessen in einem Supermarkt und finden eine sch\u00f6ne Stelle zum Rasten. Es ziehen zwar immer Wolken vorbei, aber regnen wird es heute nicht mehr. Nach Monteleone geht es in sch\u00f6nen Kehren hinauf, wir haben hier einen sch\u00f6nen Ausblick auf die Berge. Wieder hinunter nach Villanova und Richtung Bosa. Der Steilk\u00fcste entlang fahren wir Richtung Alghero. Hier eine Jause, und danach durch Sassari Richtung Castelsardo. Die Stra\u00dfe entlang der K\u00fcste ist wieder herrlich zum Motorradfahren, und bringt uns am Campingplatz zur\u00fcck.<br \/>\n<br \/>\nT<strong>ag 5, Sonntag, 5.5.2002 230 km<\/strong><br \/>\n<em>Costa Smeralda<\/em><br \/>\nTorre Vignola &#8211; Santa Teresa &#8211; Palau &#8211; Capo d&#8216; Orso &#8211; Porto Cervo &#8211; Olbia &#8211; Telti &#8211; Calangianus &#8211; Tempio &#8211; Aggius &#8211; Trinita &#8211; Torre Vignola<\/p>\n<dl id=\"attachment_532\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 310px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-532\" title=\"orso\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/orso.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/dt>\n<\/dl>\n<p>Vorerst fahren wir der K\u00fcste entlang bis Santa Teresa. Nach Palau geht es Richtung Capo d&#8216; Orso. Das B\u00e4ren-Kap ist aus Granit geformt, bei einem der Felsen ist mit Fantasie ein B\u00e4renkopf zu erkennen. Wir steigen den steilen Weg hinauf, als Belohnung erhalten wir einen herrlichen Ausblick auf das Madalena Archipel und ins Landesinnere. Wieder hinunter und weiter Richtung Porto Cervo. Bei Baia Sardinia ein sch\u00f6ner Hafen, hier ist unsere Mittagspause. Porto Cervo selbst ist fast menschenleer, der Ort wurde erst in den 60er Jahren errichtet. In der Hauptsaison ist hier der teuerste Abschnitt der Insel. An der Costa Smeralda entlang fahren wir Richtung Olbia. Nun wieder in H\u00fcgel und dadurch vielen Kurven der Insel. Wir fahren an einer Motocross Piste vorbei, durch eine Hochebene mit vielen gro\u00dfen zerstreuten Granitsteinen, an Tempio und Agguis vorbei, und nach Trinita wieder an die K\u00fcste. In Isola Rossa eine Jause, und noch einmal die K\u00fcste entlang Richtung Campingplatz.<br \/>\n<br \/>\n<strong>Tag 6, Montag, 6.5.2002 357 km<\/strong><br \/>\n<em>Vom Norden in den S\u00fcden<\/em><br \/>\nTorre Vignola &#8211; Aglientu &#8211; Tempio &#8211; Oschiri &#8211; Ozieri &#8211; Nughedu &#8211; Bultei &#8211; Bono &#8211; Oniferi &#8211; Orani &#8211; Gavoi &#8211; Tonara &#8211; Gadoni &#8211; Sadali &#8211; Esterzili &#8211; Escalaplano &#8211; Ballao &#8211; San Vito &#8211; Torre delle Saline<\/p>\n<p>Heute bauen wir unser Zelt ab, wir fahren in den S\u00fcden der Insel. Ab Tempio ist die Strecke f\u00fcr uns neu. Es folgt nun Kurve um Kurve, an einem Stausee vorbei, Oschiri ist erreicht, jetzt wieder weniger Kurven. In Ozieri kaufen wir unser Mittagessen ein, ein einen kleinen Ortschaft finden wir einen geeigneten Platz zu Essen. Weiter fahren wir Richtung S\u00fcden, es folgt eine Kurvenorgie. Auf sch\u00f6nen Stra\u00dfen fahren wir Kurve um Kurve, wie viele m\u00f6gen es wohl gewesen sein? Nach Esterzilli fahren wir wieder einmal l\u00e4ngere Geraden, ist auch nicht immer unangenehm. Bis Escalaplano ist kaum ein Haus, geschweige eine Ortschaft zu sehen. In Ballao ist zu unserer Freude eine Tankstelle, die Kurve knapp vor San Vito wird pl\u00f6tzlich immer enger, st\u00e4rker bremsen, umlegen und wir sind durch. Bis zum Campingplatz in Torre delle Saline sind es nur noch wenige Kilometer. Wir bauen unser Zelt auf, im kleine Restaurant ist f\u00fcr auch noch Platz, und wir plaudern mit den anderen G\u00e4sten \u00fcber unsere Touren.<br \/>\n<\/p>\n<p><strong>Tag 7, Dienstag, 7.5.2002 306 km<\/strong><br \/>\n<em>Die St\u00fcrmische K\u00fcste<\/em><br \/>\nTorre delle Saline &#8211; Selargius &#8211; Cagliari &#8211; Pula &#8211; Teulada &#8211; Chia &#8211; Pula &#8211; Cagliari &#8211; Villasimius &#8211; Torre delle Saline<\/p>\n<figure id=\"attachment_531\" aria-describedby=\"caption-attachment-531\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-531\" title=\"ferrato\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/ferrato.jpg\" alt=\"Capo Ferrato\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-531\" class=\"wp-caption-text\">Capo Ferrato<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Stra\u00dfe nach Selargius ist einmal mehr befahren. Hier m\u00fcssen wir doch ein paar Autos, Busse und LKWs \u00fcberholen. Die Stra\u00dfe ist in einer Schlucht und sch\u00f6n zu fahren. Nach Selargius n\u00e4hern wir uns Gagliari, der Hauptstadt der Insel. Gagliari ist eine Gro\u00dfstadt, wir fahren die Umfahrungsstra\u00dfe und an Erd\u00f6lraffinerien vorbei Richtung Pula. Die Strecke ist wenig anspruchvoll, die Stra\u00dfe nach Teulada ist dann wieder kurvig. In Teulada kaufen wir unsere Essen und fahren an der Costa del Sud wieder Richtung Pula. Hier bl\u00e4st uns ein starker Wind entgegen, wir m\u00fcssen manche Kurve dreimal fahren, so b\u00f6ig ist der Wind. Wir sehen viele sch\u00f6ne Buchten mit t\u00fcrkisfarbenen Wasser und herrlichen Sandstr\u00e4nden. Hier h\u00e4tten wir gerne unsere Mittagspause gehalten, aber bei diesem Wind unm\u00f6glich. Wir fahren wieder um Cagliari herum und dann der K\u00fcste entlang nach Villasimius. Wir sehen herrliche Str\u00e4nde entlang der Costa Rei, am Capo Ferrato trennen wir uns. Ich fahre auf Schotterwegen Richtung Campingplatz, die beiden Werners auf Asphalt. Unser Mittagessen wurde zum Abendessen umfunktioniert. Die Flasche Wein trinken wir im Zelt, drau\u00dfen ist es etwas k\u00fchl und wir fl\u00fcchten auch vor den Gelsen. Es f\u00e4ngt zu regnen an, es wird immer st\u00e4rker und es gie\u00dft dann wie aus K\u00fcbeln. Pl\u00f6tzlich ein lauter Bums, was war das. Ein Motorrad, sage ich. Wir st\u00fcrzen hinaus, meine BMW ist umgefallen. Der Boden ist immer weicher geworden, und der Hauptst\u00e4nder ist eingesunken. Wir heben die Maschine auf, und legen einen Stein unter den Seitenst\u00e4nder. Ab nun hoffen wir, dass das Zelt dicht bleibt.<br \/>\n<\/p>\n<p><strong>Tag 8, Mittwoch, 8.5.2002 270 km<\/strong><br \/>\n<em>In den Bergen und heimische Worte<\/em><br \/>\nTorre delle Saline &#8211; San Vito &#8211; Villasalto &#8211; San Nicolo &#8211; Sant Andrea &#8211; Senorbi &#8211; Mandas &#8211; Sadali &#8211; Ulassai &#8211; Perdasdefogu &#8211; Escalaplano &#8211; Ballao &#8211; San Vito &#8211; Torre delle Saline<\/p>\n<figure id=\"attachment_572\" aria-describedby=\"caption-attachment-572\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-572\" title=\"torresa\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/torresa-300x225.jpg\" alt=\"Torre Salinas\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/torresa-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/torresa.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-572\" class=\"wp-caption-text\">Torre Salinas<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Zelt hat die Nacht ohne Wassereintritt \u00fcberstanden, es gab nur wenig feuchte Stellen. Kein Regen mehr, wir brechen auf Richtung San Vito. Die Berge und Kurven haben uns wieder, das Wetter ist halbwegs gut und so fahren wir durch W\u00e4lder, Granitberge und Macchia. Unsere Tour wird an einer Kreuzung dann unterbrochen. Zwei Polizisten halten uns auf, der eine schaut sich mein Kennzeichen an, und sagt zum Kollegen Tedeschi. Wir sind von Austria sagen wir ihm, aus Wien. F\u00fcr ein Gespr\u00e4ch reicht es aber nicht, die Sprachbarrieren sind zu gro\u00df. Die Beiden waren aber sehr freundlich und haben uns eine gute Weiterfahrt gew\u00fcnscht. Hin und wieder tr\u00f6pfelt es und bei Saddali tanken wir und sehen drei Motorr\u00e4der mit Wiener Kennzeichen. In der Bar bei der Tankstelle werden wir von heimischen Worten empfangen, die drei sind mit dem Wetter nicht ganz einverstanden und geben uns die Schuld. Ist nat\u00fcrlich nur Spa\u00df, es war auch ganz lustig die heimischen Worte mitten in Sardinien zu h\u00f6ren. Die Drei geben auf der nassen Stra\u00dfe ganz sch\u00f6n Gas, wir fahren lieber gem\u00fctlich Richtung Seui. Hier finden wir wieder einen Rastplatz, die Wolken sind zwar dunkel, wir bekommen nur ein Tropfen ab. Weiter geht es durch die menschenleeren Berge nach Perdasdefogu und Escalaplano. Die Kurve vor San Vito kennen wir jetzt schon, am Campingplatz angelangt, d\u00fcrfen die beiden Werners ausnahmsweise wieder ihre Motorr\u00e4der waschen. Die Sonne ist hervorgekommen, wir gehen an den Strand und k\u00f6nnen zum ersten Mal unsere Leiberl ausziehen. Abends essen wir im Restaurant, und trinken eine Flasche Wein.<br \/>\n<\/p>\n<p><strong>Tag 9, Donnerstag, 9.5.2002 280 km<\/strong><br \/>\n<em>Ein sonniger Abschied<\/em><br \/>\nTorre delle Saline &#8211; Muravera &#8211; Genna Cresia &#8211; Tortoli &#8211; Dorgali &#8211; Orosei &#8211; Posada &#8211; Budoni -San Teodoro &#8211; Olbia<\/p>\n<figure id=\"attachment_533\" aria-describedby=\"caption-attachment-533\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-533\" title=\"Genna Silana\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sopram.jpg\" alt=\"Genna Silana\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-533\" class=\"wp-caption-text\">Genna Silana<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute ist es wolkenlos. Wir packen unsere Sachen ein, unsere \u00fcbrigen Lebensmittel verteilen wir an unsere Nachbarn und wir starten unsere Mopeds. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt uns geschwungen in einer Hochebene Richtung Tortoli, an einer Tankstelle eine kleine Pause. Danach geht es wieder hinauf, auf einer wundersch\u00f6nen Stra\u00dfe erreichen wir unseren h\u00f6chsten Punkt auf Sardinien, dem Genna Silana (1017m). Zwei Motorradfahrer sagen, dass die Strasse Richtung Dorgali durch einen Felssturz gesperrt ist, aber es gibt eine Umfahrung auf einer kleinen Schotterstra\u00dfe. Meine Mitfahrer sind nicht begeistert, aber da m\u00fcssen sie jetzt durch. 5km sind wir dann im Schotter gefahren, fast nur bergab, die zwei sind aber souver\u00e4n hinunter gekommen. In Orosei finden wir nach langer Suche ein offenes Restaurant, mehr als Pannini gibt es aber auch nicht. Wir fahren der K\u00fcste entlang Richtung Olbia. Nach Possetta gehen wir noch an einen sch\u00f6nen Sandstrand, in San Teodoro nach die letzte Jause auf der Insel. Jetzt ist es nicht mehr weit nach Olbia, am Hafen sehen wir wieder unsere F\u00e4hre und checken ein. Mit anderen Motorradfahrern plaudern wir noch \u00fcber unsere Erlebnisse auf der Insel und p\u00fcnktlich um 22.00 Uhr legt die F\u00e4hre ab.<br \/>\n<\/p>\n<p><strong>Tag 10, Freitag, 10.5.2002 549 km<\/strong><br \/>\n<em>Die Stallluft wird gewittert<\/em><br \/>\nLivorno &#8211; Lucca &#8211; Pistoia &#8211; Porretta Terme &#8211; Bologna &#8211; Padova &#8211; Venezia &#8211; San Daniele &#8211; Gemona &#8211; Tarvisio &#8211; Arnoldstein<\/p>\n<p>Wieder in Livorno, schwarzen Wolken am Himmel, auf der Autostrada leichte Tropfen, diesmal ziehen wir uns gleich das Regengewand an. Die Zeit des Anziehens hat ausgereicht, dass wir dann nicht im Regen gefahren sind, einzig die Stra\u00dfe war nass. \u00dcber den Apennin fahren wir auf der Bundestrasse und vor Bologna wieder auf die Autobahn. Das Regengewand wird verstaut, wir st\u00e4rken uns mit Panini und weiter Richtung Venezia. Werner 2 packt nach Venedig der Stalltrieb, er f\u00e4hrt auf der Autobahn weiter nach Wien. Werner und ich fahren durch Friaul, und durchs Kanaltal Richtung \u00d6sterreich. Der Sprit reicht noch bis nach der Grenze und in Arnoldstein quartieren wir uns beim Schnitzelwirt ein.<br \/>\n<\/p>\n<p><strong> Tag 11, Samstag, 11.5.2002 422 km<\/strong><br \/>\n<em>Im Duett nach Hause<\/em><br \/>\nArnoldstein &#8211; Villach &#8211; Sankt Veit &#8211; Br\u00fcckl &#8211; Klippitzt\u00f6rl &#8211; Deutschlandsberg &#8211; Gleisdorf &#8211; Hartberg &#8211; M\u00f6nichkirchen &#8211; Aspang &#8211; Wien<\/p>\n<p>Wir finden eine sch\u00f6ne Route f\u00fcr die Heimfahrt. Vorerst durch Villach und \u00fcber Feldkirchen nach St. Veit. Nach Br\u00fcckl fahren wir dann \u00fcber das Klippitzt\u00f6rl und weiter \u00fcber die Weinebene nach Deutschlandsberg. Graz umfahren wir auf der S\u00fcdautobahn, in Gleisdorf fahren wir ab. Nach Hartberg essen wir zu Mittag, \u00fcber den Wechsel ist so wenig Verkehr wie in Sardinien. Nach Aspang fahren wir wieder auf die Autobahn Richtung Wien.<br \/>\n<\/p>\n<p>Insgesamt war ich 3896km unterwegs. Auf Sardinien findest du mit jedem Motorrad deine Traumtour. Die Strassen sind in einen sehr guten Zustand, viele Kurven und wenig Verkehr. Die Landschaften sind sch\u00f6n, die Ortschaften sind teilweise \u00e4rmlich und es noch sehr ruhig. Der Tourismus ist noch nicht sehr verbreitet, konzentriert sich an der K\u00fcste und dann auch nur im Juli und August. Die Preise sind aber dann auch doppelt so hoch wie au\u00dfer der Saison. Die Tourenplanung erfolgte mit Autoroute 2002. Infos \u00fcber Sardinien haben wir aus Reisenf\u00fchrern entnommen, vieles habe ich auch im Internet gefunden. Als Karten habe ich f\u00fcr \u00d6sterreich einen Stra\u00dfenatlas 1:200.000 vom \u00d6AMTC, f\u00fcr Sardinien eine Karte 1:200.000 von Shell und f\u00fcr Italien eine Karte 1:500.000 K\u00fcmmerly&amp;Frey verwendet.<br \/>\n<\/p>\n<p>\u00a9 Martin &#8211; Erstellt von Martin im Mai 2002 &#8211; Aktualisiert am 14.10.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste gro\u00dfe Tour des Jahres f\u00fchrte uns nach Sardinien. 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