{"id":1055,"date":"2012-12-26T18:54:53","date_gmt":"2012-12-26T16:54:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/?page_id=1055"},"modified":"2019-06-23T16:50:44","modified_gmt":"2019-06-23T14:50:44","slug":"albanien-2008","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.martinbike.info\/blog\/touren\/albanien-2008\/","title":{"rendered":"Albanien 2008"},"content":{"rendered":"<p>Unsere gro\u00dfe Tour f\u00fchrt uns in den s\u00fcdlichen Balkan. Wir wollen Albanien kennenlernen und dann \u00fcber den Balkan wieder nach Wien fahren. Start der Tour war der 10. Juni 2008 und sie endete am 27. Juni 2008. Ich war etwa 3300 km unterwegs.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1069\" aria-describedby=\"caption-attachment-1069\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1069\" alt=\"Teilnehmer\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/teil_bal2k8.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1069\" class=\"wp-caption-text\">Teilnehmer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Teilnehmer: Gerhard E., Gerhard H., Gerhard P.,Herbert, Helmut und Martin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 1, Dienstag, 10. Juni 2008 244 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Zug, Berge und Meer<\/em><\/p>\n<p>Wien \u2013 Villach \u2013 Kranjska Gora \u2013 Bovec \u2013 Kobarid \u2013 Cormons \u2013 Lignano<\/p>\n<figure id=\"attachment_1073\" aria-describedby=\"caption-attachment-1073\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1073\" alt=\"Vrisic\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/vrisic.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1073\" class=\"wp-caption-text\">Vrisic<\/figcaption><\/figure>\n<p>Unser Treffpunkt ist der S\u00fcdbahnhof, unsere Motorr\u00e4der werden verladen und wir bekommen noch Kipferl und Kaffee am Bahnhofplatz. Die Eisenbahnfahrt ist lange, endlich sind wir in Villach. Es geht Richtung Wurzenpass, der hat einige steile Passagen und wir erreichen Slowenien. Die Kehren des Vrsicpasses sind eng und mit Kleinsteinpflaster ausgestattet, oben haben wir einen sch\u00f6nen Ausblick auf die Berge. Wir fahren entlang der Soca nach Kobarid zweigen wir zu einer Grenzkammstrasse ab, ist schmal und wir kommen in ein Gewitter. Ab ins Regengewand und es folgt die erste Schotterpassage der Tour. An der Grenze zu Italien ziehen wir das Regengewand wieder aus, von den Bergen geht es nun Richtung Adria und die Strassen werden wieder gerade. In Lignano haben wir uns die Zimmer bereits reserviert, am Abend gibt es eine gute Pizza und einen Spaziergang durch Lignano.<\/p>\n<p><strong>Tag 2, Mittwoch, 11. Juni 2008 98 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf die F\u00e4hre<\/em><\/p>\n<p>Lignano \u2013 Eraclea \u2013 Venezia<\/p>\n<figure id=\"attachment_1072\" aria-describedby=\"caption-attachment-1072\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1072\" alt=\"Venedig\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/venzia.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1072\" class=\"wp-caption-text\">Venedig<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck starten wir Richtung Venedig, die Strasse gerade und wir hoffen, dass die Wolken dicht halten. Am Hafen in Venedig treffen wir Herbert, der doch noch die Tour mitfahren kann. Ich kaufe die Tickets, dann k\u00f6nnen die Motorradfahrer schon zur F\u00e4hre fahren und nach kurzer Wartezeit sind wir an Bord. Mit einem deutschen Bikerpaar kommen wir ins Gespr\u00e4ch, Herbert hat Geburtstag und so genie\u00dfen wir die Fahrt entlang der Sehensw\u00fcrdigkeiten Venedigs mit ein paar Bier. Der Abend kommt n\u00e4her, noch ein Essen im Restaurant und danach finden wir ein paar gute Pl\u00e4tze zum schlafen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 3, Donnertag, 12. Juni 2008 73 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Eintritt ins Land der Skipetaren<\/em><\/p>\n<p>Igoumenista \u2013 Sagiada \u2013 Konispol \u2013 Coke \u2013 Sarande<\/p>\n<figure id=\"attachment_1067\" aria-describedby=\"caption-attachment-1067\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1067\" alt=\"Sarande\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/sarande.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1067\" class=\"wp-caption-text\">Sarande<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die letzten Stunden aus dem Meer kommen uns ewig vor und endlich erreichen wir Igoumenista. Das entladen geht rasch vor sich, wir verabschieden uns von den Deutschen und starten Richtung Norden. In Sagiada sind wir wieder am Meer, eine nette Taverne, gutes Essen -Griechenland wie aus dem Bilderbuch. Die Grenzstation in Griechenland ist modern, wir zeigen unsere Reisep\u00e4sse her und es geht um die Kurve nach Albanien. Hier ist die Situation anders, der Grenzer sitzen in Container, ich erkenne dieses zu sp\u00e4t werde aber gleich zur\u00fcck gepfiffen. Nun folgt die Einreiseprozedur, es werden Formulare ausgef\u00fcllt und jeder muss einen Euro bezahlen. Nach einer halben Stunde sind wir abfahrbereit, und nach einem sehr kurzen St\u00fcck Asphalt folgt die ersten Piste. Die Landschaft ist h\u00fcgelig und nach einiger Zeit erreichen wir Sarande. Dort finden wir ein Hotel, die Zimmer sind o.K. nur der Aufzug ist nicht ganz EU konform. Wir nutzen die Gelegenheit uns noch einmal im Mittelmeer abzuk\u00fchlen und freuen uns danach auf das Abendessen. Gest\u00e4rkt vom sehr guten Essen finden wir in den zahlreichen Lokalen eine riesige Leinwand, hier wird \u00d6sterreich gegen Polen gezeigt und wir jubeln \u00fcber das Unentschieden unserer Mannschaft.<\/p>\n<p><strong>Tag 4, Freitag, 13. Juni 2008 164 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Verirrt im Nebel<\/em><\/p>\n<p>Sarande \u2013 Delvine \u2013 Muzine \u2013 Gjirokaster \u2013 Mesopotan \u2013 Sarande<\/p>\n<figure id=\"attachment_1063\" aria-describedby=\"caption-attachment-1063\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1063\" alt=\"Im Nebel\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/gipfel.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1063\" class=\"wp-caption-text\">Im Nebel<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute starten wir unsere erste Erkundungstour in die Berge. Auf der Stra\u00dfe geht es bis nach Delvine, dort kurzer Stopp f\u00fcr Getr\u00e4nke und es geht weiter auf einer Schotterstra\u00dfe. Wir erreichen eine kleine Ortschaft, in einer Senke ist ein kleiner Teich mit vielen Fr\u00f6schen. Kurze Pause zum Trinken und Benzin nachf\u00fcllen bei der Gas Gas. Die Piste schlingt sich den Hang hinauf, der Schotter wird grober und es wird schwieriger zu fahren. Wir k\u00e4mpfen uns den Berg hinauf, oben nur ein kurzer Ausblick zu Meer, es f\u00e4llt Nebel ein. Wir erreichen den Gipfel im Nebel, dort entdecken wir eine Sendestation nur den Weg nach Gjirokaster finden wir nicht. Es geht wieder hinunter, wir erreichen Delvine dort wird unser Fl\u00fcssigkeitsbedarf gedeckt und die Mercedes Ausstellung bewundert. Wir starten Richtung Muzine, erreichen dort die Hauptstrasse durch Albanien, die ist gerade und hier ist etwas mehr Verkehr. Wir erreichen Gjirokaster und besuchen die Burg. Wir lernen einen Lehrer, der gut Deutsch spricht, kennen und besuchen mit im ein Restaurant. Er erkl\u00e4rt uns hier die Probleme Albaniens und wir genie\u00dfen ein gutes Essen. Wir m\u00fcssen wieder retour, zuerst die Hauptstrasse dann kommt eine kurvenreiche Strasse nach Mesopotan. Diese ist gut asphaltiert und es macht Spa\u00df zu fahren aber leider kommen wir in einen Regenschauer und wir m\u00fcssen vorsichtiger fahren. Die letzten Kilometer nach Sarande nutzen wir noch um trocken zu werden. In Sarande gehen wir Abendessen, hier ist ziemlicher Trubel, das Wochenende hat begonnen und wir sind ja im besten Badeort Albaniens.<\/p>\n<p><strong>Tag 5, Samstag, 14. Juni 2008 256 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Fahrt in die Nacht<\/em><\/p>\n<p>Sarande \u2013 Delvine \u2013 Gjirokaster \u2013 Dragot &#8211; Kelcyre &#8211; Berat<\/p>\n<figure id=\"attachment_1060\" aria-describedby=\"caption-attachment-1060\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1060\" alt=\"Bunker\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bunker.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1060\" class=\"wp-caption-text\">Bunker<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aufbruch aus Sarande, wieder Richtung Delvine aber diesmal zweigen vorher ab. Wir fahren in ein sch\u00f6nes Tal, die Piste ist staubig und in einer Ortschaft bleiben wir f\u00fcr Getr\u00e4nke stehen. Die Kinder freuen sich \u00fcber die Motorradfahrer aus \u00d6sterreich, wir m\u00fcssen weiter und die Strasse f\u00fchrt uns Richtung Berge. Wir entdecken die ersten Bunker, die gegen die Feinde errichtet wurden, heute aber als Unterstand f\u00fcr die Ziegen. Wir kommen in ein verlassenes Dorf die Strasse endet, wir fahren ein St\u00fcck zur\u00fcck und die Strasse f\u00fchrt uns entlang eines Flusses. Wir m\u00fcssen stoppen, unsere erste Reifenpanne nach 10 Jahren. Gerhard E. Hinterreifen ist platt, wir bauen das Hinterrad aus, Reifen herunter und wir entdecken den Verursacher &#8211; ein rostiger Nagel. Neuer Schlauch und nun beginnt die eigentliche Arbeit, das Aufpumpen des Reifens. Das dauert eine Weile, und jeder darf einmal pumpen. Es geht weiter und bald wieder bergauf, die Stra\u00dfe wird schwieriger, enger und ich bleibe mit den Koffern h\u00e4ngen und es kommt zum Sturz. Die Alukoffer sind ziemlich ramponiert, die Befestigung ist nun mit Gurten. Die Strecke ist schwierig und am Ende eine Sackgasse. Die Bauern erz\u00e4hlen uns, dass sich aber schon einige zu ihnen verfahren haben. Wieder retour, die Kinder freuen sich uns wieder zu sehen und wir laden sie auf ein Eis ein. Es geht nach Delvine und auf der Hauptstrasse an Gjirokaster vorbei, vor Tepelene zweigen wir nach Dragot ab. In Kelcyre machen wir Rast, es gibt Grillhendl, die ausgezeichnet schmecken. Die Strasse nach Berat sollte laut Plan asphaltiert sein, am Anfang stimmt es auch, danach wird der Asphalt immer weniger und wir sind wieder auf Schotter. Wir erreichen eine Passh\u00f6he und nun geht es an den Bergen entlang Richtung Berat. Es wird immer dunkler und Berat kommt nicht n\u00e4her, wir fahren eben Hang aus, viele Kilometer aber kaum n\u00e4her. Es ist bereits dunkel als wir die Lichter Berats sehen, aber noch sind wir lange nicht in der Stadt. Endlich erreichen wir Berat, finden ein Hotel mit Garage, noch eine Dusche und ein abschlie\u00dfendes Bier.<\/p>\n<p><strong>Tag 6, Sonntag, 15. Juni 2008 180 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Zum gro\u00dfen See<\/em><\/p>\n<p>Berat &#8211; Kucove &#8211; Gramsh &#8211; Maliq &#8211; Pogradec<\/p>\n<figure id=\"attachment_1058\" aria-describedby=\"caption-attachment-1058\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1058\" alt=\"Berat\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/berat.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1058\" class=\"wp-caption-text\">Berat<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zur Altstadt Berats fahren wir mit zwei Taxis, von oben haben wir eine sch\u00f6nen Ausblick auf die Stadt. Die Altstadt ist sehr gepflegt, wir merken, dass hier schon der Tourismus Einzug h\u00e4lt. Wir gehen hinunter, hier ist alles sehr besch\u00e4ftigt und es sind viele Leute unterwegs. Wir beenden die Besichtigung und starten unsere Mopeds. An einer Tankstelle werden meine Koffer so gut es geht ausgebeult, aufgetankt und weiter geht es Richtung Kucove. Wir erreichen Kucove, in der Ortschaft selbst eine kurze Rast, f\u00fcr die Jugendlichen sind wir die Sensation des Tages und weiter auf teilweise Asphalt und Schotter. Die Strasse f\u00fchrt uns entlang eines Flusses, hier ist noch ein nat\u00fcrliches Flussbett wie am Tagliamento. Es geht bergauf, das Tal wird enger und wir fahren in eine Schlucht. Die Strasse schl\u00e4nget sich am Berg entlang, unten der Fluss oben steile H\u00e4nge. Verkehr ist hier wenig, einmal ein LKW und das war es schon. Bei einer H\u00e4ngebr\u00fccke machen wir halt, ein paar Fotos und herrliche Aussicht in nahezu unber\u00fchrte Natur. Die Strasse wird staubiger wir erreichen Gramsh, in Tresove finden wir ein kleines Gasthaus und nach Maliq geht es nach Pogradec. Die Strasse ist nun mehr befahren und wird neu hergestellt, die Autos m\u00fchen sich \u00fcber die breite Schotterpiste, f\u00fcr unsere Enduros kein Thema und schon bald sind wir in Pogradec. Das Hotel liegt am direkt am Ohrid See und wir geniessen bei einem Glas Bier den Sonnenuntergang.<\/p>\n<p><strong>Tag 7, Montag, 16. Juni 2008 170 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Entlang der Grenze<\/em><\/p>\n<p>Pogradec &#8211; Librazhd &#8211; Burim-Majtare &#8211; Pehskopi<\/p>\n<figure id=\"attachment_1057\" aria-describedby=\"caption-attachment-1057\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1057\" alt=\"In einer Bar\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bar.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1057\" class=\"wp-caption-text\">In einer Bar<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir fahren entlang des Ohrid Sees, ein herrlicher Anfang des Tages. Kurz vor der Makedonischen Grenze zweigen wir ab, die Strasse f\u00fchrt bergauf und wir fahren auf einer guten Strasse bis Librazhd. Die Piste f\u00fchrt uns am einem Bergkamm entlang, die Berge sind sind teilweise \u00fcber 2000 m hoch, es folgen Abschnitte auf einer Hochebene. Dort finden wir ein kleines Gesch\u00e4ft, hier gibt es Wasser und der Besitzer l\u00e4dt uns auf einen Kaffee und Schnaps ein. Die Strasse geht auf und ab, nach einer Kuppe sehen wir ein Polizeiauto. Der Polizist winkt noch h\u00f6flich, wir wollen weiterfahren, doch der Mann in Zivil h\u00e4lt uns auf. Der Vorgesetzte ist nicht so freundlich, streng werden unsere P\u00e4sse kontrolliert und dann d\u00fcrfen wir weiterfahren. F\u00fcnf Motorr\u00e4der an einem Tag, damit ist der Posten wieder gesichert. Es geht weiter und wir sehen einen Staudamm, auf der anderen Seite ist Makedonien darum die strenge Kontrolle. Wir treffen noch drei tschechische Motorradfahrer, sie fahren in die Richtung aus der wir kommen, noch einmal Arbeit f\u00fcr die Polizei. Wir erreichen Burim-Majtare eine etwas hektische Stadt, sie liegt nahe der Grenze. Nach einiger Suche wird uns ein gutes Lokal gezeigt, der Wirt ist sehr bem\u00fcht uns seine besten Speisen anzubieten, der Tisch biegt sich schon, und wir m\u00fcssen ihn stoppen, denn es kommt immer mehr auf den Tisch. Mehr als gest\u00e4rkt fahren wir ach Peshkopi, quartieren uns ein und gehen in der Ortschaft spazieren. Wir finden eine Trafostation, die nicht unseren technischen Standard entspricht, Strom gibt es aber trotzdem. In der Stadt gehen auch einige K\u00fche spazieren, ein etwas ungew\u00f6hnlicher Anblick. F\u00fcr Helmut versuchen wir eine Salbe f\u00fcr seine Knieschmerzen zu bekommen, was wir etwa sieben Apotheken aufgeben. Abends sehen wir noch \u00d6sterreich gegen Deutschland, doch trotz Unterst\u00fctzung des gesamten Lokales werden wir besiegt.<\/p>\n<p><strong>Tag 8, Dienstag, 17. Juni 2008 121 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Kein Weg durch den Nationalpark<\/em><\/p>\n<p>Pehskopi &#8211; Lukan &#8211; Burrel<\/p>\n<figure id=\"attachment_1066\" aria-describedby=\"caption-attachment-1066\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1066\" alt=\"Nationalpark\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/park.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1066\" class=\"wp-caption-text\">Nationalpark<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir starten zur Rushhour in Pehskopi, doch schon nach wenigen Kilometer sind wir wieder fast allein unterwegs. Wir \u00fcberqueren eine abenteuerliche Br\u00fccke, die Strasse f\u00fchrt wieder entlang des Berges, wir fahren an grossen Marmorquadern vorbei, Esel sind manchmal unsere Weggef\u00e4hrten und an einer Tankstelle tanken wir selbst noch auf. F\u00fcr die Kinder sind wird wir eine Sensation, f\u00fcr uns geht es weiter. Vor der Abzweigung zum Nationalpark, schauen wir uns noch einen Bunker an und dann geht es hinauf. Die Strasse schl\u00e4ngelt sich in Serpentinen hinauf, der Schotter wird grober und es flie\u00dft auch teilweise Wasser \u00fcber die Strasse. Die Strasse wir gatschiger und die Lacken tiefer, es wird immer schwieriger und der Gatsch immer tiefer. Die Wege sind durch die LKW ausgefahren, hier wird intensiv Holz bef\u00f6rdert. In den Hohlwegen sind die Alukoffer ein Hindernis und so geht es manchmal ab in den Gatsch. Die Lacken sind so tief, das unsere Mopeds manchmal bis zur Sitzbank verschwinden. Die Landschaft ist sch\u00f6n, wir k\u00e4mpfen aber mit der Orientierung. Bei einem Haus wollen uns Einheimischen helfen, als wir ihnen die Karte zeigen, sind wir uns aber nicht sicher ob sie lesen k\u00f6nnen. Auch verwirrt uns das Kopfnicken, was wir als ja verstehen bedeutet aber nein. Wir m\u00fcssen oft den Bach queren oder im Bachbett fahren, dementsprechend nass sind unsere F\u00fcsse. Nach einigen Versuchen und St\u00fcrzen geben wir auf, den speziellen Hohlweg lassen wir aus, fahren \u00fcber die Spur auf der Wiese. Wieder auf der Hauptstrasse finden wir einen Laden, endlich k\u00f6nnen wir unseren Durst l\u00f6schen. Helmuts Jacke und Hosen sind vom Tag gekennzeichnet, unsere Mopeds sieht man auch die Gatschschlacht an. In Burrel finden wir ein Hotel, und am Abend wird uns noch ein Lokal empfohlen und als \u00dcbersetzer wird der Bruder gerufen. Wir unterhalten uns lange mit dem Mann, er ist beim Milit\u00e4r und spricht sehr gut Deutsch.<\/p>\n<p><strong>Tag 9, Mittwoch, 18. Juni 2008 209 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Fast nur auf Asphalt<\/em><\/p>\n<p>Burrel &#8211; Rubnik &#8211; Puke &#8211; Shkoder<\/p>\n<figure id=\"attachment_1062\" aria-describedby=\"caption-attachment-1062\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1062\" alt=\"Fussballfieber\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/euro.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1062\" class=\"wp-caption-text\">Fussballfieber<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem Tanken werden unsere Mopeds gereinigt. Der Mann ist aber froh als alle unsere Bikes sauber sind, waren doch etwas schmutzig. Die Strasse ist diesmal mehr befahren, wir zweigen Richtung Rubik ab, finden ein gutes Lokal am Strassenrand. Die Forellen schmecken ausgezeichnet, gest\u00e4rkt nehmen wir den Rest der Strecken in Angriff. Diesmal fahren wir fast nur auf Asphalt, die Strecke ist kurvig und entlang eines Flusses. In Puke leichter Regen, wir machen Pause mit Kaffee und Keks. Wir kommen Shkoder immer n\u00e4her, Herbert gibt dem herankommenden Schwein einen Fusstritt, es gibt nun f\u00fcr die Nachkommenden den Weg frei. In Shkoder ist die Suche nach einem Hotel diesmal nicht einfach, im Ersten sind keine Zimmer frei, beim n\u00e4chsten gibt es zwar Zimmer aber keinen Platz f\u00fcr unsere Motorr\u00e4der. Wir finden aber doch ein nettes Hotel. Nachdem wir unsere Stiefel ausgezogen haben, beschliessen wir dieses morgen nicht mehr im Zimmer zu machen. Abends finden wir ein gutes Restaurant, die Speisen sind sehr gut und die Stimmung zum heutigen Match der Euro ist auch super.<\/p>\n<p><strong>Tag 10 Donnerstag, 19. Juni 2008 213 km<\/strong><\/p>\n<p>In die Dolomiten Albaniens<\/p>\n<p>Shkoder &#8211; Prekal &#8211; Teth &#8211; Koplik &#8211; Shkoder<\/p>\n<figure id=\"attachment_1070\" aria-describedby=\"caption-attachment-1070\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1070\" alt=\"Teth\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/teth.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1070\" class=\"wp-caption-text\">Teth<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Verkehr ist anders als bisher in Albanien, in Shkoder sind sehr viele Fahrzeuge unterwegs, etwas chaotisch aber wir setzen uns durch. Ausserhalb der Stadt wieder der normale Verkehr, wenige Autos, Strasse asphaltiert und dann Schotter. Wir sehen eine sch\u00f6ne alte Br\u00fccke, die an die R\u00f6mer erinnert, die Strecke f\u00fchrt entlang eines k\u00fcnstlichen Kanals und wir kommen immer weiter ins Gebirge. Aber schon bald eine Panne, an Gerhard E. KTM hat der Vorderreifen keine Luft mehr. Leider haben wir keine Schl\u00e4uche mit, so fahren Herbert und ich wieder zur\u00fcck ins Hotel. Eineinhalb Stunden sind wir wieder da, der reifen wird demontiert und der Schlauch gewechselt. Es geht weiter, die Piste geht in viele Serpentinen und Kurven hinauf und wieder bergab. In einer Kurve wieder halt f\u00fcr ein paar Getr\u00e4nke, und es geht an kleinen Eseln vorbei wieder weiter. An einer H\u00e4ngebr\u00fccke machen wir Pause, diesmal brauchen wir \u00d6l f\u00fcr die Gas Gas. In der n\u00e4chsten Siedlung gibt es etwas \u00d6l, wir f\u00fcllen nach und es geht weiter. Wir erreichen eine Siedlung, in einem Haus gibt es Getr\u00e4nke. Die Aussicht ist herrlich, die Berge erinnern uns an die Dolomiten. Nun geht es bergab, wir treffen wieder tschechische Biker, ein Paar ist zu zweit auf einer Varadero unterwegs der andere mit einer BMW R 1000 aber mit Stollenreifen. Sie wollen nach Shkoder, nicht beneidenswert auf Grund der Strecke und mit den schweren Motorr\u00e4dern. Wir erreichen Teth, und schon die n\u00e4chste Panne. Diesmal ist der Hinterreifen von Gerhard E. KTM platt. Wieder Reifen demontieren und neuer Schlauch hinein. Wir haben jetzt schon \u00dcbung und es dauert nicht mehr so lange. Die Kinder zeigen uns noch einen Campingplatz, in der H\u00fctte gibt es Getr\u00e4nke f\u00fcr uns. Wir starten die letzte Etappe Richtung Shkoder, die Strasse schl\u00e4ngelt sich durch den Wald hinauf, oben lassen uns die Gel\u00e4ndewagen vorbei und dann geht es hinunter zum Shkoder See. Auf dem letztem St\u00fcck fahren wir auf Asphalt, nur der Benzinkanister von Gerhard H. will nicht mehr und fliegt vom Moped. Zum Gl\u00fcck findet Herbert den Kanister und es geht weiter. Die Sonne geht schon unter als wir den See erreichen, aber es ist nicht mehr weit zum Hotel. Heute ist unser letzter gemeinsamer Abend und wir gehen wieder in unser Stammlokal.<\/p>\n<p><strong>Tag 11, Freitag, 20. Juni 2008 312 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Abschied und Fahrt nach Dubrovnik<\/em><\/p>\n<p>Shkoder &#8211; Vladimir &#8211; Cetinje &#8211; Kotor &#8211; Dubrovnik &#8211; Srebreno<\/p>\n<figure id=\"attachment_1064\" aria-describedby=\"caption-attachment-1064\" style=\"width: 199px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1064\" alt=\"Kotor\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/kotor.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1064\" class=\"wp-caption-text\">Kotor<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute hei\u00dft es Abschied nehmen von Helmut und Herbert. Sie fahren nach D\u00fcrres und mit der F\u00e4hre Richtung Triest. F\u00fcr den Rest der Truppe geht es nach Montenegro, wir starten zur Grenze, die Wegweiser f\u00fchren uns aber davon weg, wir drehen um und finden die richtige Strasse. Die ausreise aus Albanien ist einfach, in Montenegro sind wir so forsch, dass wir das Stoppschild \u00fcberfahren und werden in die Sonne zur\u00fcck verbannt. Nach 10 Minuten d\u00fcrfen wir unter das Dach der Grenzstation und werden belehrt kein Stoppschild zu \u00fcberfahren. Nach der Grenze geht es hinauf, wir fahren auf einem Kamm entlang des Shkoder Sees und sehen auf sch\u00f6ne Buchten und Lagunen, ein herrlicher Ausblick. Die Strasse f\u00fchrt uns wieder hinunter, wir finden ein Lokal und es gibt eine kleine Jause. Als Zahlungsmittel gilt hier der Euro, was sehr angenehm f\u00fcr uns ist. Es geht weiter Richtung Lovzen Pass, und somit wieder bergauf. Die Strasse f\u00fchrt in viele Kurven und Serpentinen hinauf, wieder hinab und wir haben eine herrliche Ausblick auf die Bucht von Kotor. In Kotor besuchen wir die sehr sch\u00f6nen Altstadt, nach einer Jause geht es wieder weiter entlang der Bucht. Nach Herceg Novi folgt die Grenze zu Kroatien und wir lassen Montenegro hinter uns, aber wir werden wieder kommen. Wir fahren bis Dubrovnik, finden aber vorerst kein Quartier und wieder zur\u00fcck bis nach Srebeno wo wir dann aufgeteilt auf zwei Quartiere schlafen.<\/p>\n<p><strong>Tag 12, Samstag, 21. Juni 2008 0 km<\/strong><\/p>\n<p>Ruhetag<\/p>\n<p>Srebene &#8211; Dubrovnik &#8211; Srebene<\/p>\n<figure id=\"attachment_1061\" aria-describedby=\"caption-attachment-1061\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1061\" alt=\"Dubrovnik\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/dubrovnik.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1061\" class=\"wp-caption-text\">Dubrovnik<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute ist unser Ruhetag, wir schlafen l\u00e4nger und dann gehen wir an einen sch\u00f6nen Strand. Die Bucht ist herrlich, das Wasser angenehm nur das zerschossene Hotel passt nicht in die Idylle. Der Nachmittag wird zu Ausrasten genutzt, Gerhard H. versucht das \u00d6lleck der Gas Gas zu finden, ist aber zu Grund das nicht vorhandenen Werkzugs nicht erfolgreich. Am sp\u00e4ten Nachmittag fahren wir mit dem Bus nach Dubrovnik. Die Altstadt ist herrlich, wir erleben nach der Ruhe Albaniens nun aber die Hektik des Massentourismus. Wir entdecken eine ruhige Gegend der Altstadt, und spazieren wieder zum Ausgang. Zur\u00fcck geht es mit dem Taxi, das Match Kroatien gegen T\u00fcrkei scheint entschieden, so legen wir uns schlafen.<\/p>\n<p><strong>Tag 13, Sonntag, 22. Juni 2008 153 km<\/strong><\/p>\n<p>Die Br\u00fccke von Mostar<\/p>\n<p>Srebene &#8211; Trebinje &#8211; Ljubine &#8211; Mostar<\/p>\n<figure id=\"attachment_1065\" aria-describedby=\"caption-attachment-1065\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1065\" alt=\"Mostar\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/mostar.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1065\" class=\"wp-caption-text\">Mostar<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Nacht war f\u00fcr die beiden Gerhards nicht so ruhig, dann es war eine Openair Disco in der N\u00e4he und die Kroaten haben dann auch noch verloren. Wir starten mit dem Hinweis des Vermieters uns nicht in den moslemischen Teil von Mostar zu verirren, das ist gef\u00e4hrlich. Von der K\u00fcste geht es gleich hinauf, die Bosnische Grenze ist erreicht, und wir fahren Richtung Tebinje. Die Strassen sind in einem guten zustand, nach Stolac ein kurzer Halt, die Gas Gas hat einen Teil verloren, Gerhard E. findet ihn, es ist ein Schutzblech f\u00fcr den Auspuff. In der n\u00e4chsten Ortschaft eine Pause zum Trinken und geht es weiter. In Mostar gabelt uns ein Fremdenf\u00fchrer auf, f\u00fchrt uns zu einem Hotel, ist nat\u00fcrlich im moslemischen Teil. es folgen lange Verhandlungen, die Wirtin ist mit dem Preis nicht einverstanden, der Wirt denkt sich besser einige Euro weniger als normal als gar keine Euro. Wir besuchen nun die Altstadt von Mostar, gehen ins t\u00fcrkische Haus und sehen dann die Br\u00fccke \u00fcber die Neretva. Sie soll die beiden Bev\u00f6lkerungsgruppen einigen, der Krieg ist aber immer noch sp\u00fcrbar und es wird noch lange dauern bis sich die beiden Gruppen wieder vertragen. Wir st\u00e4rken uns in einem netten Lokal und danach ziehen wir uns in unsere Zimmer zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Tag 14, Montag, 23. Juni 2008 147 km<\/p>\n<p>Der stille Nationalpark<\/p>\n<p>Mostar &#8211; Fojnica &#8211; Gacko &#8211; Tjentiste<\/p>\n<figure id=\"attachment_1071\" aria-describedby=\"caption-attachment-1071\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1071\" alt=\"Tjentiste\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/tjentiste.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1071\" class=\"wp-caption-text\">Tjentiste<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zum Fr\u00fchst\u00fcck wird uns von der Wirtin noch einmal vorgeworfen, dass wir hier zu billig gewohnt haben. Sie h\u00e4tte uns das Zimmer nicht geben m\u00fcssen, ist unsere Antwort. Wir starten unsere Mopeds Richtung S\u00fcden, doch bald zweigen wir von der Hauptstra\u00dfe ab. Die Strasse wir kurviger, die Landschaft wie in der Steiermark. Bei einer Quelle halten wir, l\u00f6schen unseren Durst mit klaren Wasser und k\u00fchlen uns ab. Nach kurzen Stopp in Fojnica geht es weiter, die Strasse gut aber es ist sehr heiss. Wir finden einen kleinen See, die M\u00e4del schauen zwar ungl\u00e4ubig als wir kommen. Sie sind aber beruhigt als sie die Biker ohne Helm sehen, als reife M\u00e4nner. Die Abk\u00fchlung tut gut, die Ruhepause auch und als wir wieder trocken sind geht unsere Tour weiter. Die Strasse weiterhin kurvenreich, es geht hinauf, der Cemerno Pass ist 1293m und weiter Richtung Sutjeska Nationalpark. Im Nationalpark ist die Quartiersuche schnell beendet, gibt es ja nur ein Hotel. Ist schon etwas abgewohnt, aber unsere Zimmer sind in Ordnung. Wir spazieren durch die sch\u00f6ne Landschaft und bekommen dadurch einen grossen Hunger. Das scheint auch der Koch bemerkt zu haben, und so bekommen wir sehr gro\u00dfe Portionen. Sechs Forellen und eine riesige Fleischplatte sind f\u00fcr uns nicht zu bew\u00e4ltigen. Mehr als gest\u00e4rkt geht es dann ab ins Bett.<\/p>\n<p><strong>Tag 15, Dienstag, 24. Juni 2008 195 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Fast wieder in Wien<\/em><\/p>\n<p>Tjentiste &#8211; Foca &#8211; Gorazde &#8211; Sarajevo<\/p>\n<figure id=\"attachment_1068\" aria-describedby=\"caption-attachment-1068\" style=\"width: 199px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1068\" alt=\"Sarajevo\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/srajevo.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1068\" class=\"wp-caption-text\">Sarajevo<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bis Foca geht es fast nur bergab und fahren nun entlang der Drina. Wir erreichen eine Behelfsbr\u00fccke fahren hin\u00fcber und ein gro\u00dfer Baum spendet uns Schatten. Der Hausbesitzer l\u00e4dt uns auf einen Kaffee ein, wir verstehen uns zwar nicht aber wir unterhalten uns trotzdem. Er scheint uns danken zu wollen f\u00fcr die Br\u00fccke, die deutsche Pioniere gebaut haben. Das wir \u00d6sterreicher sind ist im nicht ganz klar, sprechen wir doch Deutsch. Wir m\u00fcssen weiter und sp\u00e4ter noch einmal eine Pause an einem Fluss. Die Landschaft rund um die Ratitnica ist zwar sehr sch\u00f6n, der Fluss ist aber leider eine Sammelstelle f\u00fcr Millionen von Plastikflaschen. Kurvenreich geht es Richtung Sarajevo, die Hauptstadt erreichen wir schnell, hier ist wieder mehr Verkehr. Nach einiger Suche finden wir doch ein g\u00fcnstiges Quartier. Wir nehmen den gro\u00dfen Schlafsaal mit 8 Betten, jeder hat dann genug Platz. Wir starten unsere Erkundungstour in die Altstadt, zuerst den muslimischen Teil der Stadt, essen dort gut Cevapcici und gehen nun weiter in den anderen teil der Stadt, sehen eine uns bekannte Strassenbahn. Wien hat Sarajevo alte Strassenbahngarnituren geschenkt und die H\u00e4user erinnern uns an einen Innenstadtbezirk von Wien. \u00d6sterreich war ein gro\u00dfes Reich, wir gehen \u00fcber die Br\u00fccke, wo der Thronfolger Franz Ferdinand ermordet wurde und danach der Erste Weltkrieg ausbrach. Die Spuren des letzten Krieges sehen wir noch an den Einsch\u00fcssen der H\u00e4user. Wir schlendern durch die Stadt, trinken noch ein Bier und gehen in unseren Schlafsaal.<\/p>\n<p><strong>Tag 16, Mittwoch, 25. Juni 2008 243 km<\/strong><\/p>\n<p>Durch Bosnien<\/p>\n<p>Sarajevo &#8211; Visoko &#8211; Travnik &#8211; Jacje &#8211; Banja Luka<\/p>\n<figure id=\"attachment_1059\" aria-describedby=\"caption-attachment-1059\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1059\" alt=\"Bosnien\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bosnia.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1059\" class=\"wp-caption-text\">Bosnien<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach Sarajevo geraten wir auf ein St\u00fcck Autobahn, bei der n\u00e4chsten Ausfahrt sind wir wieder auf der Landstrasse. Nach Visoko zweigen wir von der Hauptstra\u00dfe ab, es folgt eine Offroadpassage, die letzte auf unserer Reise. Sie f\u00fchrt uns durch eine Wald, hier sind noch die Minenb\u00e4nder zu Warnung, dann ein sch\u00f6nes Tal mit sehr viel zerst\u00f6rten H\u00e4usern. Wir erreichen wieder die Hauptstra\u00dfe, der Verkehr wird dichter und das Mopedfahren macht weniger Spass. Wir erreichen Banja Luka, ein richtiges Zentrum k\u00f6nnen wir nicht finden, aber ein Hotel und wir stellen die Bikes in der Garage ein. Am Abend essen wir noch einmal Cevapcici und sehen noch die Partie Deutschland &#8211; T\u00fcrkei.<\/p>\n<p><strong>Tag 17, Donnerstag, 26. Juni 2008 296 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Balaton oder Wien<\/em><\/p>\n<p>Banja Luka &#8211; Okucani &#8211; Daruvar &#8211; Virovitica &#8211; Barcs &#8211; Nagyatad &#8211; Kezthely<\/p>\n<figure id=\"attachment_1056\" aria-describedby=\"caption-attachment-1056\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1056\" alt=\"Balaton\" src=\"http:\/\/www.martinbike.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/balaton.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1056\" class=\"wp-caption-text\">Balaton<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Strasse Richtung Kroatien ist nicht aufregend, unsere bosnischen Mark vertanken wir noch und ein Kaffee geht sich auch noch aus. Die Kroatien wird es wieder etwas h\u00fcgeliger, wir durchqueren diese Land mit nur einem Zwischenstopp. Nach Barcs sind wir in Ungarn, es gibt nun kaum noch H\u00fcgel. In Kezthely angelangt \u00fcberlegen wir ob wir bis Wien weiterfahren. W\u00e4re aber doch taktisch unklug schon heute in Wien einzutreffen und wir bleiben am Balaton. Im Gasthof gibt es einen Pool und am Abend gehen wir noch zum See und dann das zweite Halbfinale der Euro.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tag 18 Freitag, 27. Juni 2008 229 km<\/strong><\/p>\n<p><em>Auf nach Wien<\/em><\/p>\n<p>Kezthely &#8211; Sarvar &#8211; Soporn &#8211; Ebreichsdorf &#8211; D\u00f6bling<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck starten wir unsere letzte Etappe, die pannonische Tiefebene liegt vor uns. Die Strasse gerade, wenig Kurven und zum Gl\u00fcck wenig Verkehr. In Sarvar verprassen wir unsere letzten Forint, sind dann in Sopron und \u00fcberqueren die letzte Grenze unserer Reise. Wieder daheim in \u00d6sterreich und unser Ziel kommt immer n\u00e4her. Nach Ebreichsdorf verabschieden wir uns, Gerhard P. zweigt und zu dritt geht es nach Wien. Noch \u00fcber die S\u00fcdosttangente und dann erreichen wir D\u00f6bling.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt war ich bei dieser Tour 3303 km unterwegs. Albanien war f\u00fcr uns eine gro\u00dfe Unbekannte. Wir haben ein sehr sch\u00f6nes Land entdeckt, die Natur noch unber\u00fchrt und die Menschen freundlich. Unsere Enduros waren genau das richtige Gef\u00e4hrt in Albanien. Viele asphaltierte Strasse gibt es nicht, die haben wir aber auch nicht gesucht, der Reiz waren die vielen kleinen Strassen des Landes. Unterk\u00fcnfte haben wir immer gefunden, der Standard ist nicht wie in Mitteleuropa aber die Zimmer waren immer sauber. Das Essen war hervorragend, das Bier hat auch geschmeckt und wir werden wieder kommen. Der zweite Teil der Tour war dann etwas ruhiger, wir haben aber noch sch\u00f6ne Tage durch Montenegro, Kroatien und Bosnien genossen.\u00a0Geplant habe ich die Reise mit Mapsource,TTQV und Google Earth, das GPS hat wieder gute Dienste geleistet. Als Karten habe ich Reise Know How und Marco Polo Karten verwendet.<\/p>\n<p>\u00a9 Martin &#8211; Erstellt von Martin im M\u00e4rz 2009 &#8211; Aktualisiert am 26.12.2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere gro\u00dfe Tour f\u00fchrt uns in den s\u00fcdlichen Balkan. Wir wollen Albanien kennenlernen und dann \u00fcber den Balkan wieder nach Wien fahren. 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